HAßFURT

Glosse: Die Migration als Mutter unserer Probleme zu bezeichnen, wäre Narretei

Warum wir das Feuerwerk abschaffen sollten       -  _

Im Haßbergkreis ist die Migrationsfrage, wie von Innenminister Horst Seehofer vom ganzen Land behauptet, ganz sicher nicht die Mutter aller Probleme. Wenn es eine gemeinsame Wurzel der Nöte gibt, dann ist es die Abgeschiedenheit weiter Landstriche. Sie führt vielerorts zum Fortzug der jungen, aktiven Bevölkerung, die es in die großen Zentren zieht. Zurück bleiben alte und irgendwann verwaiste Dörfer. Ein Problem mag der Fachkräftemangel sein, auch gibt es Sorgen um die zukünftige medizinische Versorgung bei uns auf dem Lande. Und es hakt noch immer beim schnellen Internet.

Aber die Migration als Mutter unserer Probleme anzusprechen, wäre Narretei. Nicht, dass Unterbringung und Integration von Flüchtlingen im Haßbergkreis nicht mit manchen Schwierigkeiten verbunden gewesen wäre und ist. Es wäre geschwindelt, anderes zu behaupten. Aber die Haßberge, das Maintal und der Steigerwald haben in Wirklichkeit viel gewaltigere Herausforderungen, als ein paar Hundert Menschen aus Syrien oder dem Irak eine (vorübergehende) Heimat zu bieten.

Vor allem aber sind der Heimatkreis und seine Bevölkerung in der Flüchtlingskrise gewachsen. Man denke an das Engagement der Ehrenamtlichen, die Hilfsbereitschaft, die Weltoffenheit. Nicht bei jedem, aber bei vielen. Das hat der Heimat Größe verliehen, was man sicher nicht als Problem bezeichnen kann.

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