HASSFURT

Große Ziele mit Günther Werner

Herzlich aufgenommen im Kreis der aktuellen WG-Stadträte wurde Bürgermeisterkandidat Günther Werner. Unser Bild von der Nominierungsversammlung in der Rathaushalle zeigt (von links) Stadtrat Berthold Albert, WG-Vorsitzenden Willibald Geuppert, Landratskandidatin Birgit Bayer, Stadtrat Reiner Sidon, Bürgermeisterkandidat Günther Werner, Stadtrat Michael Zehe und 3. Bürgermeister Reiner Schuster.
Herzlich aufgenommen im Kreis der aktuellen WG-Stadträte wurde Bürgermeisterkandidat Günther Werner. Unser Bild von der Nominierungsversammlung in der Rathaushalle zeigt (von links) Stadtrat Berthold Albert, WG-Vorsitzenden Willibald Geuppert, Landratskandidatin Birgit Bayer, Stadtrat Reiner Sidon, Bürgermeisterkandidat Günther Werner, Stadtrat Michael Zehe und 3. Bürgermeister Reiner Schuster. Foto: HT-Sandler

Spürbar im Aufwind befindet sich die Wählergemeinschaft Haßfurt. Am Mittwochabend nominierte die WG ihre Kandidaten für die Stadtratsliste und natürlich ihr neues Zugpferd. Günther Werner soll nicht nur den Sessel des Bürgermeisters im Haßfurter Rathaus erobern, sondern die Wählergemeinschaft noch weiter voranbringen. Ein fünfter oder gar sechster Sitz im Stadtrat ist das selbstgesetzte Ziel.

Wie bereits berichtet, war Günther Werner schon für die SPD als Kommunalpolitiker erfolgreich tätig. Da er sich mit seiner bisherigen Partei nicht darauf verständigen konnte, ihn als Kandidaten für die Nachfolge des ausscheidenden Amtsinhabers Rudi Eck aufzustellen, nahm er das Angebot der Wählergemeinschaft an und geht nun als Spitzenkandidat der WG ins Rennen.

WG-Vorstandsmitglied und 3. Bürgermeister Reiner Schuster zeigte sich optimistisch: „Wenn früher die CSU einen schwarzen Stickel aufgestellt hätte, wäre der auch gewählt worden. Das ist heute nicht mehr so.“ Schuster setzte als Mindestziel die Verteidigung der vier Sitze aus, die von der WG derzeit im Haßfurter Stadtrat besetzt werden. Eigentlich aber ist der fünfte Sitz fest ins Auge gefasst. „Dann wären wir nämlich mit zwei Leuten in den Ausschüssen vertreten und dort wird die wichtigste Arbeit gemacht.“ Und wenn's gut läuft, springt laut Schuster vielleicht sogar ein sechster Stadtratssessel für die WG raus.

Dass Zuversicht ansteckend ist, zeigten die zur Nominierung angetretenen Listenkandidaten. Selbst die Mitglieder, die nun nicht unbedingt ins erste Glied drängen, zeigten sich voller Elan und Begeisterung für den Listenführer Günther Werner. Zusammen will man das große Ziel schaffen.

Einen Grund für den Schuster'schen Optimismus lieferte auch die ehemalige Partei von Günther Werner, die SPD. „Es ist bedauerlich, dass eine Volkspartei wie die SPD bei uns so am Boden liegt“, zeigte Schuster für den politischen Konkurrenten beinahe so etwas wie Mitleid.

Zusätzlich Öl ins Feuer der WG-Euphorie goss Birgit Bayer, Bürgermeisterin aus Riedbach und Landratskandidatin der Freien Wähler, als sie ihrer Vision freien Lauf ließ, dass „am 1. Mai Günther Werner als Bürgermeister ins Haßfurter Rathaus einziehen könnte und ich gleich in seiner Nachbarschaft“.

Beinahe andächtig lauschten die WG-Mitglieder dann ihrem neuen Hoffnungsträger, als dieser seine wichtigsten Ziele vortrug, die er im Falle seiner Wahl umsetzen möchte (wir berichteten bereits ausführlich in unserer Ausgabe vom 12. Oktober). Günther Werner sprach von Visionen, die man als Haßfurter Bürgermeister brauche. Er habe solche Vorstellungen. So möchte er gerne „die Jugend ins Boot holen“, denn „es ist wichtig, die Jugend bei der Stange zu halten“. Er überlegt, „was kann ich wie für die älteren Mitbürger tun“, die Vereine sind für ihn ein wichtiger Bestandteil des kommunalen Lebens. Unverzichtbar ist seiner Ansicht nach die Ausweisung eines neuen Baugebietes am Osterfeld, da die Stadt derzeit nicht im Besitz von Grundstücken ist, die man etwaigen Bauwilligen anbieten könnte. Aber nicht nur Neubauten stehen auf seiner Wunschliste. In den alten Ortskernen der Stadtteile müsse es möglich sein, Wohnbebauung zu schaffen. Haßfurt sei grundsätzlich von seiner Infrastruktur gut aufgestellt. Hier lobte er ausdrücklich die gute Arbeit des Stadtwerks, die es der Stadt ermöglichen werde, in wenigen Jahren energiepolitisch autark zu sein. Besonderes Augenmerk will Werner auf die Lösung der Verkehrsprobleme legen. Durch den Einbau von Induktionsschleifen – „Die sind gar nicht so teuer“ – könnte man ohne zu großen Aufwand ein Parkleitsystem realisieren. „Wenn jemand am Tränkberg keinen Platz findet, könnte er zu einem anderen Parkplatz gewiesen werden, wo noch Stellplätze frei sind.“

Auch in Sachen Bildung sei Haßfurt gut aufgestellt. Mit dem Hintergrund der maroden Berufsschule appellierte Werner, nicht wieder 20 Jahre alles ruhen zu lassen und dann einen großen Batzen Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Eine besondere Vision Marke Günther Werner ist die alte Güterhalle am Bahnhof. Hier schwebt Werner eine Art „Kulturbahnhof“ vor. Gleichzeitig könne man den angrenzenden Parkplatz mit einem zusätzlichen Parkdeck versehen, das tagsüber Pendlern in immer näherrückende Metropolen wie Nürnberg und Würzburg Parkmöglichkeiten und nach Feierabend dem hier angesiedelten Kulturamt eine wunderbare Bühne bieten könnte.

Schlussendlich gehe es darum, als Bürgermeister „zusammen mit der Verwaltung, dem Stadtrat und den Bürgern nach Lösungen zum Wohle unserer Stadt zu suchen“.

Die Mitglieder hörten's schier mit Entzücken und gaben ihrem neuen Spitzenmann mit nur einer Gegenstimme einen beeindruckenden Vertrauensvorschuss.

Gar einstimmig segneten die WG'ler die Stadtratsliste ab, die diesmal nach einem neuen basisdemokratischen Modus aufgestellt wurde. Die Mitglieder konnten selbst entscheiden, wer welchen Listenplatz einnimmt. Reiner Schuster hatte aufgrund seiner 70 Lebensjahre darum gebeten, ihn auf Listenplatz 24 zu setzen. „Die Jugend soll nach vorn.“ Wenn er jedoch das Feld von hinten aufrollen sollte, würde er aber die Wahl wohl annehmen. Die Wählergemeinschaft geht jedenfalls gut gerüstet in die Kommunalwahlen, beseelt von dem Gedanken, mit dem neuen Wunschkandidaten die Tradition von Dr. Hans Popp fortzusetzen, der von 1952 bis 1972 als Bürgermeister Haßfurts Geschicke leitete.

Stadtratsliste der WG

1. Günther Werner

2. Berthold Albert

3. Michael Zehe

4. Reiner Sidon

5. Willibald Geuppert

6. Otto Stark

7. Hans-Martin Pfau

8. Jürgen Bätz

9. Bernhard Krieger

10. Fritz Walla

11. Georg Hofmann

12. Markus Heusinger v. Waldegge

13. Angela Kudella

14. Günther Trum

15. Wolfgang Sidon

16. Markus Mauer

17. Anja Gaukler

18. Gerhard Hartmann

19. Ingrid Stößel

20. Dr. Adolf Körner

21. Klaus-Dieter Hönig

22. Uwe Göpfert

23. Matthias Weidmann

24. Reiner Schuster

Ersatzkandidaten:

25. Alfred Weidinger

26. Uwe Engelhardt

27. Richard Frantzen

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