HAßFURT

Guten Morgen!: Die Lehrer als Killerkommando

Guten Morgen!: Die Lehrer als Killerkommando       -  Na liebe Lehrer und Lehrerinnen im Heimatkreis, haben Sie sich schon für den Jagdschein oder den Schützenverein angemeldet? Ok, wenn Sie nicht selbst Jäger oder Sportschütze sind, brauchen Sie es nicht, noch nicht, wir leben ja in Deutschland. Aber in den USA ... Da ist es immer dieselbe Logik, mit der die Waffennarren auf Amokläufe wie den jüngsten an einer Schule in Parkland mit 17 Toten reagieren: Hätte ein Unschuldiger eine Schusswaffe in der Jackentasche, Turnbeutel oder Brotzeitbox gehabt, hätte er den Amokläufer stoppen können. Hätte, hätte. Donald Trumps Antwort auf den Massenmord: Der US-Präsident sieht in der Bewaffnung der Lehrer das Heilmittel gegen Schulmassaker. Natürlich, es könnte funktionieren: Ein Schulmeister stoppt mit einem Schießeisen einen Irren, bevor der ein Blutbad anrichtet oder wenigstens vollendet. Auch eine abschreckende Wirkung ist nicht zu leugnen, wenn Amokläufer in den bislang schusswaffenfreien Zonen mit Gegenwehr rechnen müssen. Aber mal ganz abgesehen von dem Aufrüstungswahnsinn, bringt jeder weiterer Schießprügel auch weitere Risiken mit sich. Was ist, wenn ein Pädagoge von einem oder mehreren Schülern überwältigt und ihm die Waffe abgenommen wird? Muss jede Lehrkraft jetzt auch noch Kampfsport betreiben, damit das nicht geschieht? Was, wenn der Lehrer selbst die Nerven verliert und auf seine Kollegen und Schulkinder zielt?  So unwahrscheinlich das erscheinen mag, so wenig wahrscheinlich ist es andererseits doch, dass der Herr oder die Frau am Pult vorne in der Panik eines Amoklaufes den Überblick und die Nerven bewahrt und dann zielgenau den Angreifer außer Gefecht setzt. Und wenn er oder sie versehentlich einen Unschuldigen trifft? Amerikanische Filme wollen uns weismachen, dass es völlig normal ist, wenn unbescholtene Bürger beim Showdown den Bösewicht ins Jenseits ballern. Aber wer hat wirklich die Psyche, etwa einem ehemaligen Schüler das Gehirn wegzupusten? US-Amerika hat aus seiner Geschichte und seinem Selbstverständnis heraus ein anderes Verhältnis zu Waffen, das ist schon klar. Aber alle Diskussionen wie die um bewaffnete Lehrer lenken von dem Schritt ab, der der erste und einzig richtige wäre, Massenerschießungen einzudämmen: das Verbot von halb-automatischen Waffen, mithin von Kriegsgerät. Solange das nicht geschieht, werden auch bewaffnete Klassensprecher, Kellner oder Kinokartenkontrolleure nichts daran ändern, dass die Irrsinnstaten fast zum Alltag gehören.
Na liebe Lehrer und Lehrerinnen im Heimatkreis, haben Sie sich schon für den Jagdschein oder den Schützenverein angemeldet? Ok, wenn Sie nicht selbst Jäger oder Sportschütze sind, brauchen Sie es nicht, noch nicht, wir leben ja in Deutschland. Aber in den USA ... Da ist es immer dieselbe Logik, mit der die Waffennarren auf Amokläufe wie den jüngsten an einer Schule in Parkland mit 17 Toten reagieren: Hätte ein Unschuldiger eine Schusswaffe in der Jackentasche, Turnbeutel oder Brotzeitbox gehabt, hätte er den Amokläufer stoppen können. Hätte, hätte. Donald Trumps Antwort auf den Massenmord: Der US-Präsident sieht in der Bewaffnung der Lehrer das Heilmittel gegen Schulmassaker. Natürlich, es könnte funktionieren: Ein Schulmeister stoppt mit einem Schießeisen einen Irren, bevor der ein Blutbad anrichtet oder wenigstens vollendet. Auch eine abschreckende Wirkung ist nicht zu leugnen, wenn Amokläufer in den bislang schusswaffenfreien Zonen mit Gegenwehr rechnen müssen. Aber mal ganz abgesehen von dem Aufrüstungswahnsinn, bringt jeder weiterer Schießprügel auch weitere Risiken mit sich. Was ist, wenn ein Pädagoge von einem oder mehreren Schülern überwältigt und ihm die Waffe abgenommen wird? Muss jede Lehrkraft jetzt auch noch Kampfsport betreiben, damit das nicht geschieht? Was, wenn der Lehrer selbst die Nerven verliert und auf seine Kollegen und Schulkinder zielt? So unwahrscheinlich das erscheinen mag, so wenig wahrscheinlich ist es andererseits doch, dass der Herr oder die Frau am Pult vorne in der Panik eines Amoklaufes den Überblick und die Nerven bewahrt und dann zielgenau den Angreifer außer Gefecht setzt. Und wenn er oder sie versehentlich einen Unschuldigen trifft? Amerikanische Filme wollen uns weismachen, dass es völlig normal ist, wenn unbescholtene Bürger beim Showdown den Bösewicht ins Jenseits ballern. Aber wer hat wirklich die Psyche, etwa einem ehemaligen Schüler das Gehirn wegzupusten? US-Amerika hat aus seiner Geschichte und seinem Selbstverständnis heraus ein anderes Verhältnis zu Waffen, das ist schon klar. Aber alle Diskussionen wie die um bewaffnete Lehrer lenken von dem Schritt ab, der der erste und einzig richtige wäre, Massenerschießungen einzudämmen: das Verbot von halb-automatischen Waffen, mithin von Kriegsgerät. Solange das nicht geschieht, werden auch bewaffnete Klassensprecher, Kellner oder Kinokartenkontrolleure nichts daran ändern, dass die Irrsinnstaten fast zum Alltag gehören.

Na liebe Lehrer und Lehrerinnen im Heimatkreis, haben Sie sich schon für den Jagdschein oder den Schützenverein angemeldet? Ok, wenn Sie nicht selbst Jäger oder Sportschütze sind, brauchen Sie es nicht, noch nicht, wir leben ja in Deutschland. Aber in den USA ...

Da ist es immer dieselbe Logik, mit der die Waffennarren auf Amokläufe wie den jüngsten an einer Schule in Parkland mit 17 Toten reagieren: Hätte ein Unschuldiger eine Schusswaffe in der Jackentasche, Turnbeutel oder Brotzeitbox gehabt, hätte er den Amokläufer stoppen können. Hätte, hätte. Donald Trumps Antwort auf den Massenmord: Der US-Präsident sieht in der Bewaffnung der Lehrer das Heilmittel gegen Schulmassaker.

Und wenn der Lehrer spinnt?

Natürlich, es könnte funktionieren: Ein Schulmeister stoppt mit einem Schießeisen einen Irren, bevor der ein Blutbad anrichtet oder wenigstens vollendet. Auch eine abschreckende Wirkung ist nicht zu leugnen, wenn Amokläufer in den bislang schusswaffenfreien Zonen mit Gegenwehr rechnen müssen. Aber mal ganz abgesehen von dem Aufrüstungswahnsinn, bringt jeder weiterer Schießprügel auch weitere Risiken mit sich. Was ist, wenn ein Pädagoge von einem oder mehreren Schülern überwältigt und ihm die Waffe abgenommen wird? Muss jede Lehrkraft jetzt auch noch Kampfsport betreiben, damit das nicht geschieht? Was, wenn der Lehrer selbst die Nerven verliert und auf seine Kollegen und Schulkinder zielt?

Versehentlich den Falschen erschossen...

So unwahrscheinlich das erscheinen mag, so wenig wahrscheinlich ist es andererseits doch, dass der Herr oder die Frau am Pult vorne in der Panik eines Amoklaufes den Überblick und die Nerven bewahrt und dann zielgenau den Angreifer außer Gefecht setzt. Und wenn er oder sie versehentlich einen Unschuldigen trifft? Amerikanische Filme wollen uns weismachen, dass es völlig normal ist, wenn unbescholtene Bürger beim Showdown den Bösewicht ins Jenseits ballern. Aber wer hat wirklich die Psyche, etwa einem ehemaligen Schüler das Gehirn wegzupusten?

US-Amerika hat aus seiner Geschichte und seinem Selbstverständnis heraus ein anderes Verhältnis zu Waffen, das ist schon klar. Aber alle Diskussionen wie die um bewaffnete Lehrer lenken von dem Schritt ab, der der erste und einzig richtige wäre, Massenerschießungen einzudämmen: das Verbot von halb-automatischen Waffen, mithin von Kriegsgerät. Solange das nicht geschieht, werden auch bewaffnete Klassensprecher, Kellner oder Kinokartenkontrolleure nichts daran ändern, dass die Irrsinnstaten fast zum Alltag gehören.

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