OBERAURACH

Guten Morgen: Er lebt also doch, der Steigerwald

Ja da schau her. In Oberaurach gehen die Bauplätze „weg wie warme Semmeln“. Genau so hat sich Bürgermeister Thomas Sechser dieser Tage ausgedrückt. Und auch den Grund dafür genannt: Seine Gemeinde liegt zentral zwischen Bamberg und Schweinfurt und ist damit auch für Pendler attraktiv (siehe Seite 31 in dieser Ausgabe).

Oho. Das ist schon eine neue Qualität der Siedlungsentwicklung. Wer sich eine zentrale Lage zwischen der oberfränkischen Domstadt und der unterfränkischen Industriestadt vorstellt, dem fallen in erster Linie die Ortschaften im Maintal ein mit ihrer günstigen Infrastruktur von Autobahn bis Wasserstraße. Ebelsbach, Sand oder Theres etwa sind in jüngster Vergangenheit als Wohnort immer begehrter geworden, ihr Wachstum ist unübersehbar.

Dass aber in Dörfern wie Kirchaich oder Neuschleichach im „tiefen Steigerwald“ neue Bauplätze reißenden Absatz finden, ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Zum Beispiel, weil die Befürworter eines Nationalparks im Steigerwald der Region das Aussterben prophezeit haben, sollte besagter Nationalpark nicht kommen. Und er kommt ja nicht, aber das Aussterben offenbar auch nicht. Interessant ist ferner, dass die Städter allmählich umdenken. Dass Kirchaich zentral läge, kann man ja nun wirklich nicht sagen. Wem der Wohnraum in der Stadt zu teuer ist – und das werden immer mehr – der wollte bis dato wenigstens in fünf Minuten auf der Autobahn sein. Jetzt scheinen immer mehr Menschen bereit, wirklich weit hinaus in die Natur zu ziehen. Und umgekehrt geben die jungen Steigerwälder ihrer Heimat eine Zukunft. Sie bauen daheim und ziehen nicht fort.

Bei aller Euphorie muss aber auch Oberaurach darauf achten, dass sich die künftige bauliche Entwicklung nicht nur auf der grünen Wiese abspielt. Auch die Dorfkerne müssen am Leben erhalten werden, sonst fangen die Orte irgendwann an, von innen zu faulen.

Rückblick

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