HASSFURT

Handwerker müsste man sein

Sehr gut gemacht: Die Prüfungsbesten aus den verschiedenen Berufen mit den Obermeistern ihrer Innungen, Rolf Lauer von der Handwerkskammer, Landrat Rudolf Handwerker und Kreishandwerksmeister Hans-Georg Häfner (hinten von rechts).
Sehr gut gemacht: Die Prüfungsbesten aus den verschiedenen Berufen mit den Obermeistern ihrer Innungen, Rolf Lauer von der Handwerkskammer, Landrat Rudolf Handwerker und Kreishandwerksmeister Hans-Georg Häfner (hinten von rechts). Foto: Sabine Weinbeer

„Ihnen stehen jetzt viele Chancen offen, ergreifen Sie sie.“ Mit diesen Worten beendete Kreishandwerksmeister Hans-Georg Häfner am Samstag die Freisprechungsfeier für die Junghandwerker an der Berufsschule in Haßfurt. Außerdem dankte er Landrat Rudolf Handwerker, dass er die Sanierung des beruflichen Schulzentrums noch vor dem Ende seiner Amtszeit auf einen sicheren Weg gebracht hat.

„Sie können sich jetzt bewerben, wo sie wollen, aber wir freuen uns, wenn Sie bleiben“, sprach Häfner zu den jungen Männern und Frauen, die ihre Gesellenbriefe erhalten hatten. 18 000 Handwerksbetriebe gebe es in Unterfranken, ein Drittel der Inhaber sei älter als 50 und viele suchten „händeringend nach einem Nachfolger“.

Landrat Rudolf Handwerker gratulierte zum erfolgreichen Berufsabschluss. Die 1300 Betriebe im Landkreis Haßberge seien bekannt für ihre fundierte Ausbildung, auch wenn Ausbildung für viele mittlere und kleinere Betriebe eine Kraftanstrengung bedeutet. Trotzdem sind von den rund 6000 beschäftigten Handwerkern im Kreis rund 600 Auszubildende. „Nur wer ausbildet, hat später keinen Fachkräftemangel“, sprach er die Betriebsinhaber an, und Schulabgänger seien mit einer Ausbildung gut gerüstet für einen eigenständigen beruflichen Weg und gewappnet gegen Arbeitslosigkeit. Jungen Handwerkern böten sich im Landkreis Haßberge hervorragende Möglichkeiten, war der Landrat, der sich wünschte: „Bleiben Sie hier und gründen Sie eine Familie“.

Auch Festredner Rolf Lauer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken, ermutigte den Nachwuchs, dem Handwerk und der Region treu zu bleiben. Er wünschte den Absolventen den Mut, sich im Betrieb und in der Gesellschaft dort für Veränderungen einzusetzen, wo sie nötig und sinnvoll seien, die Gelassenheit, die eigenen Grenzen zu erkennen, und die Weisheit, beides voneinander unterscheiden zu können.

Der Gesellenbrief sei ein guter Abschluss und ein Grund, „jetzt ruhig auch ein bisschen zu chillen“. Doch warnte er vor einer zu langen Ruhephase, denn „berufliches Wissen hat heute eine Halbwertszeit von fünf Jahren, dann gibt es etwas Neues“.

Mit der Entscheidung für ein Handwerk hätten sich die Freigesprochenen geoutet: „Sie sind keine Träumer, sie haben praktische Intelligenz. Das Handwerk und unsere Gesellschaft braucht Sie“.

Nach alter Tradition sprach Kreishandwerksmeister Hans-Georg Häfner die jungen Menschen dann von den Verpflichtungen ihrer Ausbildungszeit los, wozu die sich von ihren Plätzen erhoben. Dann überreichten die jeweiligen Innungs-Obermeister den Absolventen die Gesellenbriefe.

Gesellenbriefe

Bürokaufleute: Annastasia Bock (Oberwerrn/Autohaus Haßberge), Ilona Breinert (Zeil/Schreinerei Krines), Jens Breunig (Oberschwappach/Autohaus Ankenbrand), Sabrina Fischer (Burgpreppach/Autohaus Kirchner), Verena Herz (Eltmann/Günther Herz), Daniel Häfner (Ebern/Autohaus Gelder und Sorg), Nadja Kunzmann (Augsfeld/Autohaus Sand), Cindy Palme (Zeil/Heppt Design in Holz), Michael Strätz (Zeil/SUB Stahl- und Metallbautechnik). Prüfungsbeste: Cindy Palme. Fleischer: Marcel Gürtler (Draisdorf/Metzgerei Fuchs), Daniel Herterich (Eschenau/Metzgerei Häfner), Maximilian Schoppel (Frickendorf/Metzgerei Schoppel), Andreas Willesch (Zeil/Edeka Frischemarkt Zeil). Prüfungsbester: Maximilian Schoppel. Fleischereifachverkäufer: Laura Arbter (Gundelsheim/Metzgerei Fuchs), Elisa Holzberger (Altenmünster/Höchner Frische Center), Lisa Korn (Coburg/Metzgerei Fuchs), Julia Laubender (Ostheim/Metzgerei Fuchs), Laura Laubs (Lohr/Metzgerei Helfrich), Jonas Schmiedel (Kleinsteinach/Höchner Frische Center), Barbara Schmitt (Baunach/Metzgerei Fuchs), Marco Lassmann (Unterpreppach/Tegut Ebern). Prüfungsbester: Marco Lassmann. Maler und Tünchner: Dominik Eller (Rügheim/Maler Eller Helmut), Tobias Esslinger (Ziegelanger/Malerbetrieb Berchtold), Mirko Köhler (Sennfeld/Malergeschäft Strätz), Andreas Krutsch (Sand/Maler und Verputzer Matthias Müller), Max Nölp (Prölsdorf/Malerbetrieb Uwe Endres), Marius Rippstein (Sand/Maler und Verputzerbetrieb Müller), Tobias Zimmermann (Sand/ Maler und Verputzerbetrieb Bühl und Schmitt.

Prüfungsbester: Andreas Krutsch. Schreiner: Timo Hofmann (Neubrunn/Baumgärtner Innenausbau), Philipp Sauer (Neubrunn/Reitz Fenster), Lukas Schnitzer (Treinfeld/Schreinerei Kirchner Ermershausen), Christopher Schüll (Zell/Schreinerei Gehrig), Jan Schwappach (Rügheim/Grünewald Treppenbau), Heiko Wolf (Lußberg/Schreinerei Borschert). Prüfungsbester: Jan Schwappach. Friseure: Annalena Große (Ebelsbach/Top hair Husslein, Haßfurt), Janine Landing (Zeil/Team Art of Hair Haßfurt), Tatyana Saam (Goßmannsdorf/Salon Calamistra Rügheim). Prüfungsbeste: Annalena Große. Fliesenleger: Jürgen Beuerlein (Sand/Hofmann GmbH Sand). Maurer: Oliver Hähnel (Haßfurt/Bergmann Bau Oberhohenried), Enriko Murathodzic (Zeil, NEWO-Bau Horhausen), Christoph Nies (Gerolzhofen/NEWO Bau Horhausen), Johannes Schlee (Breitbrunn/Einbecker Bau Knetzgau), Maximilian Schnös (Knetzgau/Schnös Bau Knetzgau), Rene Schöninger (Pfarrweisach/Michael Krug Burgpreppach), Lukas Wohlfahrt (Ebern/NEWO-Bau Horhausen). Brauer und Mälzer: Pawel Buchner (Hof), Felix Göller (Zeil), Moritz Gruber (Alfeld), Xaver Heigl (Reichenbach), Alexander Kemenj (Münster), Andreas Lang (Werneck), Marc Schendel (Oerlenbach), Lukas Schmidt (Schwandorf), Luis Seubert (Pommelsbrunn), Domenic Steger (Adelsdorf), Silas Kiszler (Oberhausen). Prüfungsbester Theorie: Pawel Buchner. Prüfungsbester Praxis: Felix Göller.

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