HASSFURT

Hanni Pfeifer: „Jeder Tag ist ein Geschenk“

Hanni Pfeifer feierte ihren 90. Geburtstag. Zum Ehrentag gratulierten auch stellvertretender Landrat Oskar Ebert (links), Bürgermeister Günther Werner sowie die Urenkelinder Hannah und Louis.
Hanni Pfeifer feierte ihren 90. Geburtstag. Zum Ehrentag gratulierten auch stellvertretender Landrat Oskar Ebert (links), Bürgermeister Günther Werner sowie die Urenkelinder Hannah und Louis. Foto: Christiane Reuther

„Jeder Tag ist ein Geschenk und nichts im Leben ist selbstverständlich, sondern es ist immer eine Gnade.“ Von diesem Motto lässt sich Johanna Pfeifer ein Leben lang leiten. Am Montag feierte die rüstige Seniorin in Haßfurt ihren 90. Geburtstag. Als großen Segen bezeichnet es die Jubilarin, dass sie bei guter Gesundheit und im Kreise ihrer Familie feiern durfte. Zum Ehrentag gratulierten unter anderem stellvertretender Landrat Oskar Ebert und Haßfurts Bürgermeister Günther Werner. Diakon Manfred Griebel gratulierte für die Pfarrgemeinde und als Schwiegersohn.

Johanna Pfeifer, von allen Hanni genannt, wurde am 29. April 1929 in Langgugest (Sudetenland) geboren, wo sie mit den Eltern und zwei jüngeren Brüdern aufwuchs. 1946 wurde die Jubilarin gemeinsam mit der Mutter und den Brüdern, die beide schon verstorben sind, vertrieben. Der Vater kam in der Tschechei in Gefangenschaft, wo er zehn Jahre in einem Lager verbrachte und danach starb. In Haßfurt fand Hanni Pfeifer eine neue Heimat.„Wir wurden sehr gut aufgenommen“, erinnert sie sich an die Nachkriegszeit. Die Jubilarin arbeitete im Haushalt, danach in der „Waldi“ Schuhfabrik in Haßfurt. Auch wenn es eine schwere Zeit war, bezeichnet sie Hanni Pfeifer als besonders wertvoll, weil sie sich aus dem Nichts Schritt für Schritt hocharbeiteten konnte.

Ihren Mann Gerhard hat sie 1955 geheiratet. Tochter Monika kam 1959 zur Welt. Das Herzstück für „Oma Hanni“, wie sie liebevoll genannt wird, ist ihre Familie. Besonders freut sie sich über ihre Enkelkinder Julia und Kathrin, die größtenteils bei ihr mit aufgewachsen sind sowie über die drei Urenkel Louis, Jannis und Hannah. Vorfreude besteht auf das vierte Urenkelkind, das bald das Licht der Welt erblicken wird. Über Jahre hinweg hat die Jubilarin ihre ganze Energie in die Pflege des kranken Mannes, der 2002 verstarb, und der Mutter gesteckt, die sie daheim bis zu deren Tod liebevoll pflegte.

Danach nahm Hanni Pfeifer ihr Leben mit einem großen Gottvertrauen neu in die Hand. Ab 2004 unternahm sie Pilgerfahrten bis ins Heilige Land oder nach Santiago de Compostela, Rom, Lourdes und Griechenland. Als Pilgerin durfte sie in den letzten 15 Jahren viele liebe Menschen und Wegbegleiter kennen lernen, die am Montag zahlreich zum gratulieren kamen. Hanni Pfeifer nimmt gerne die religiösen Angebote innerhalb der Pfarrei Haßfurt an, die ihr viel Lebensenergie schenken.

Hanni Pfeifer liebt die Natur, Spazierengehen, Lesen, Handarbeiten und Kinder, die ihr viel Freude bereiten. Seit vielen Jahren besucht „Oma Hanni“ jeden Dienstag den Kindergarten St. Barbara, spielt mit den Kindern und liest ihnen Geschichten vor. Von Grund auf dankbar und unendlich zufrieden ist „Oma Hanni“ quasi die „letzte“ und „älteste“ in ihrer engeren Verwandtschaft. Ihren Halt und ihre ganze Kraft zieht sie sich aus ihrem Glauben und tiefem Gottvertrauen. So ist das tägliche Gebet und der Gottesdienstbesuch als Lebensmittelpunkt für sie mehr als selbstverständlich. „Ich werde und darf jeden Tag neu leben und blicke vertrauensvoll nach vorn, denn ich bin getragen und nie allein“, freut sich die Seniorin.

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