Haßfurt

Haßbergkreis: Die CSU präsentiert ihre Kreistagsliste

Diese Frauen und Männer führen die CSU-Kreistagsliste an (von links): MdL Steffen Vogel, Sebastian Ott, Hedi Müller-Gärtner, Alexander Bergmann, Staatsministerin Dorothee Bär, Volker Ortloff und Landrat Wilhelm Schneider. Foto: Günther Geiling/CSU Haßberge

Wo folgt Digitalministerin Dorothee Bär Landrat Wilhelm Schneider auf dem Fuße und hat ihrerseits den Landtagsabgeordneten Steffen Vogel und Haßfurts Bürgermeisterkandidaten Volker Ortloff auf den Fersen? Richtig: Auf der Kreistagsliste der CSU Haßberge. Am Montagabend haben die Christsozialen in der Eltmanner Stadthalle jene 60 Männer und Frauen präsentiert, mit der sie auf Kreisebene in den Wahlkampf für die Kommunalwahl 2020 ziehen.

Ziel: Jünger und weiblicher

Wie der CSU-Kreisverband in einer Pressemitteilung berichtet, hatte ihr Kreisvorsitzender Steffen Vogel angekündigt, die CSU jünger und weiblicher machen zu wollen.  60 Sitze gibt es im Kreistag, und 60 Namen stehen auch auf der neuen "schwarzen" Kreistagsliste, die in Eltmann von den Delegierten mit 127 Ja-Stimmen bei 139 abgegebenen Stimmzetteln verabschiedet wurde: Auf der Liste befinden sich 18 Frauen. Unter den ersten 30 Bewerbern tauchen aber gerade einmal acht weibliche Namen auf - darunter Heide Gärtner, die stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende auf Platz 6, Kreisbäuerin Cäcilie Werner auf Platz 10 oder die ehemalige Weinprinzessin des Abt-Degen-Weintals Elisabeth Goger aus Sand.

Gute Position für Volker Ortloff

Zu den namhaften Persönlichkeiten auf der Liste habe Steffen Vogel auch den Königsberger Unternehmer Otto Kirchner oder den BBV-Kreisobmann Klaus Merkel genannt, heißt es in der Pressemitteilung. Bemerkenswert: Claus Bittenbrünn, der als Freier Wähler 2014 Königsberger Bürgermeister wurde, tritt nun für die CSU an. Auf der Kreistagsliste (Platz 15), aber auch bei der nächsten Bürgermeisterwahl. Diese Entscheidung habe er getroffen, weil die CSU-Stadträte ihm dabei geholfen hätten, die Stadt wieder flott zu machen. Dieses Vertrauen wolle er damit zurückgeben, zitiert ihn die Verlautbarung. Auffällig ist auch die gute Ausgangsposition von Volker Ortloff direkt hinter Steffen Vogel: Sie unterstreicht, dass die CSU ihm jede denkbare Unterstützung zuteil werden lassen möchte, damit sie das Haßfurter Rathaus zurückerobert. Je weiter vorne eine Person auf der Liste steht, desto größer ist ihre Chance, gewählt zu werden, wenn der Wähler - hier bei der CSU - ein Listenkreuz macht. Allerdings haben die Wähler auch die Möglichkeit, einzelne Kandidaten anzukreuzen und damit Bewerber auch am Listenende in den Kreistag zu entsenden.

Trotz schwieriger Zeiten für seine Partei: Günther Geiling, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, gibt die Richtung vor - er will wieder mehr Kreistagsmandate erringen.  Foto: CSU Haßberge

In der nun zu Ende gehenden Wahlperiode 2014 bis 2020 behauptet die CSU 22 Kreistagsmandate: Ein Schwund gegenüber früheren Perioden. Günther Geiling, CSU-Fraktionschef im Kreistag, erinnerte in Eltmann daran, dass seine Partei 1978 noch mit 30 Räten in das Gremium eingerückt sei (hinzu kam stets ein CSU-Landrat). Damals habe es nur vier Gruppierungen gegeben, heute seien es acht. Trotzdem forderte Geiling dazu auf, mit der Nominierung der Grundstock dafür zu liefern, dass die Anzahl der Parteifreunde im Kreistag wieder steigt. Sollte der Höhenflug der Grünen anhalten, wofür die Gründung mehrere Ortsverbände im Haßbergkreis spricht, die SPD  durch die Landratskandidatur von Wolfgang Brühl Aufwind erhalten und die Freien Wähler auch im Lokalen vom Aufwind auf Landesebene profitieren, wäre ein 20-plus-Ergebnis für die CSU aber eher eine Überraschung.  Landrat Wilhelm Schneider jedenfalls sagte in Eltmann laut der Pressemitteilung sinngemäß, dass die Aufgaben für den Landkreis nicht leichter würden und dazu brauche seine Partei eine gute Basis. Er hoffe, dass sich seine Parteifreunde als Kreisräte dann genauso engagierten wie bei der Diskussion um die Listenplätze.

Theo Diem und Rudolf Handwerker nicht mehr dabei

Die neue Liste ist das eine. Über die Namen darauf und ihre Rangfolge kann noch viel spekuliert werden. Das andere sind die Persönlichkeiten, die nicht mehr als Kandidaten auftauchen: Allen voran Altlandrat Rudolf Handwerker, der seit 2014 als gewöhnliches Mitglied im Kreistag saß, im Laufe der Legislaturperiode aber schwer erkrankte. Aber auch Theo Diem aus Mechenried, der laut Günther Geiling seit der Gründung des Landkreises Haßberge im Jahr 1972 im Kreistag saß und dem Gremium damit 48 Jahre angehört haben wird, tritt kein weiteres Mal mehr an.

Das sind die Kandidaten der CSU für den Kreistag Haßberge 2020-2026
1. Wilhelm Schneider, Maroldsweisach; 2. Dorothee Bär, Ebelsbach; 3. Steffen Vogel, Theres; 4. Volker Ortloff, Haßfurt; 5. Sebastian Ott, Ebern; 6. Heidi Müller-Gärtner, Maroldsweisach; 7. Alexander Bergmann, Hofheim; 8. Imelda Hetterich, Zeil; 9. Michael Ziegler, Eltmann; 10. Cäcilie Werner, Wonfurt; 11. Alexander Ambros, Knetzgau; 12. Ilker-Martin Özalp, Haßfurt: 13. Birgit Finzel, Untermerzbach; 14. Thomas Sechser, Oberaurach; 15. Claus Bittenbrünn, Königsberg; 16. Günther Geiling, Breitbrunn; 17. Roland Metzner, Ebelsbach; 18. Holger Baunacher, Wonfurt; 19. Isabell Zimmer, Eben; 20. Elisabeth Goger, Sand; 21. Gerhard Zösch, Sand; 22. Andreas Dellert, Hofheim; 23. Klaus Merkel, Haßfurt; 24. Olaf Ernst, Rauhenebrach; 25. Elvira Sieper, Eltmann; 26. Mark Zehe, Knetzgau; 27. Norbert Geier, Haßfurt; 28. Reinhold Giebfried, Hofheim; 29.Hermann Niediek, Burgpreppach; 30. Bernd Fischer, Riedbach; 31. Hubert Endres, Bundorf; 32. Wolfgang Borst, Hofheim; 33. Harald Deringer, Maroldsweisach; 34. Matthias Schneider, Knetzgau; 35. Anton Aumüller, Zeil; 36. Claudia Glückert, Haßfurt; 37. Markus Oppelt, Pfarrweisach; 38. Liselotte Stubenrauch, Kirchlauter; 39. Frank Ziegler, Ebern; 40. Sandra Schramm, Untermerzbach; 41. Gerald Makowski, Ebelsbach; 42. Paul Berchthold, Zeil; 43. Michael Schlegelmilch, Haßfurt; 44. Christina Stula, Knetzgau; 45. Alexander Leicht, Rauhenebrach; 46. Hans Albert, Oberaurach; 47. Astrid Baum, Maroldsweisach; 48. Marion Müller, Ebern; 49. Heike Appel, Haßfurt; 50. Andrea Rippstein, Sand; 51. Barbara Goschenhofer, Hofheim; 52. Philipp Schierling, Knetzgau; 53. Klaus Thomas, Oberaurach; 54. Jutta Aumüller, Eltmann; 55. Dieter Köpf, Zeil; 56. Dieter Gerstenkorn, Ebern; 57. Klaus Hammelbacher, Haßfurt; 58. Otto Kirchner, Königsberg; 59. Alfons Hartlieb, Stettfeld; 60. Siegmund Kerker, Oberaurach
Die Ersatzleute: E 1 Alexander Krauser, Königsberg: E 2 Michaela Just, Hofheim; E 3 Gerhard Schmidt, Rentweinsdorf; E 4 Klaus Eiring, Aidhausen.

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