Haßfurt

Haßfurt: Schwerpunktpraxis zeigt richtigen Umgang mit Diabetes

Viele Besucher nutzten den Ersten Haßfurter Diabetestag, um sich über die Arbeit der Schwerpunktpraxis für Diabetologie am MVZ Haßfurt zu informieren.
Viele Besucher nutzten den Ersten Haßfurter Diabetestag, um sich über die Arbeit der Schwerpunktpraxis für Diabetologie am MVZ Haßfurt zu informieren. Foto: Marco Heumann

Die Einrichtung am MVZ besteht seit fünf Jahren. Ihr Ziel ist der selbstverantwortliche Umgang der Patienten mit der Volkskrankheit.

Seit fünf Jahren gibt es im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Haßfurt eine diabetologische Schwerpunktpraxis. Ein kleines Jubiläum, das am zweiten Märzsonntag mit dem Ersten Haßfurter Diabetestag gefeiert wurde, wie die Haßberg-Kliniken in einer Pressemitteilung berichten. Zahlreiche Besucher hätten die Gelegenheit genutzt, sich bei einem der kostenlosen Vorträge oder bei der von der Schwerpunktpraxis organisierten Fachausstellung über die „Volkskrankheit Zucker“ zu informieren.

Der Verlautbarung zufolge ist es das große Ziel der Schwerpunktpraxis, "dass möglichst viele Menschen mit Diabetes selbstverantwortlich und selbstbestimmt im Alltag zurechtkommen.“  Im Idealfall arbeiteten eine Diabetologische Schwerpunktpraxis und ein Krankenhaus sehr gut zusammen, zitiert das Papier Landrat Wilhelm Schneider, der bei der Eröffnung der Veranstaltung keine Zweifel daran gelassen habe, dass das in Haßfurt sehr gut gelinge. 

Ausbildung zu Pflegefachkräften für Diabetologie

Das MVZ Diabetologie ist an das Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken angegliedert. Die Praxis befindet sich in direkter Nachbarschaft im Ärztehaus 2. Wenn Dr. Frank Schröder, Leiter der Praxis und Chefarzt der Akutgeriatrie, Diabetes-Patienten auf seiner Station behandelt, begleite das Team der Schwerpunktpraxis die Therapie. Zudem würden aktuell einige Pflegekräfte zu Pflegefachkräften für Diabetologie weitergebildet. Landrat Schneider, der Verwaltungsratsvorsitzender der Haßberg-Kliniken ist, habe von einer "mehr als gute Zusammenarbeit zum Wohl der Patienten“ gesprochen.

"Alterszucker" ist am häufigsten

Rechnet man die sieben Millionen Menschen, die in Deutschland von Diabetes betroffen sind, auf den Landkreis herunter, kommt man auf rund 6000 „Zucker“-Patienten. Die meisten davon leiden unter Typ-2-Diabetes, der landläufig auch als Alterszucker bekannt ist. In der MVZ-Praxis werden aber auch Patienten mit Typ-1-Diabetes behandelt, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert und die oft schon im Kindes- oder Jugendalter auftritt.

„Oft merken die Betroffenen gar nicht, dass sie erkrankt sind“, zitiert die Pressemitteilung Diabetesberaterin Diana Kerzinger. Und selbst, wenn die Diagnose bekannt sei, tue ein erhöhter Blutzuckerspiegel erst einmal nicht weh. Der Patient mache oftmals weiter wie bisher und verzichtet auf Behandlung.  An diesem Punkt würde Kerzinger gerne ansetzen. „Wenn Diabetes richtig und rechtzeitig behandelt wird, können schwerwiegende Spätfolgen hinausgezögert oder gar ganz vermieden werden.“

Coaching in Kleingruppen

Eine Aufgabe, die Diana Kerzinger mit ihren Kolleginnen Larissa Weinhold und Francesca Jakob gerne übernimmt. Das Team der Diabetologischen Praxis bietet regelmäßig Beratungen und Schulungen an. „Wir informieren unsere Patienten über neue Entwicklungen in Sachen Medikamente oder bei der Blutglukose-Messtechnik!“  In Schulungen würden Patienten aufgeklärt und ihnen der Umgang mit Diabetes beigebracht. Kerzinger beschreibe die Schulungen aber eher als „Coaching“ in Kleingruppen zum Krankheitsbild und zum Alltag mit Diabetes. Acht bis zwölf Einheiten von je 90 Minuten umfasse ein Kurs. Schulungsinhalte seien Themen wie die Unterzuckerung, Folgeerkrankungen, Bewegung, Medikamente, Insulin und der Schwerpunkt Ernährung.

„Man sagt ja, mit der Ernährung steht und fällt die Therapie“, erklärt Diana Kerzinger in der Verlautbarung.  „Meiner Ansicht nach, gehört auch immer Umgang mit Stress thematisiert und die Psychologie.“ Die Teilnahme sei dabei unabhängig von einer ärztlichen Behandlung in der MVZ-Praxis. Die Therapie könne auch beim Hausarzt durchgeführt werden, der die Patienten dann unterstützend und zusätzlich zur Schulung in die diabetologische Schwerpunktpraxis schickt.

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