HAßFURT

Haßfurt: Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Gespenst?

In diesem Jahr bringt die Theaterwerkstatt Haßfurt als Weihnachtsmärchen die Geschichte „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler zur Aufführung. Es spielen (von links) Felix Pielmeier, Aline Joers und Patrick L. Schmitz. Foto: Ulrike Langer

Die Theaterbühne ist ein magischer Ort, an dem spannende Geschichten lebendig werden. Spannend und magisch wird es auch in diesem Jahr beim Weihnachtsmärchen der Theaterwerkstatt Haßfurt. Denn sie bringt die Erzählung „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler für Kinder ab fünf Jahren im Gewölbekeller der Stadthalle zur Aufführung. Die Premiere ist am Samstag, 23. November, um 15 Uhr.

Die Idee zu der Aufführung hatte der Schauspieler Felix Pielmeier, der zusammen mit seinen Kollegen Patrick L. Schmitz und Aline Joers in dem Theaterstück auftritt: „Ich habe das Hörspiel vom kleinen Gespenst als Kind immer wieder gehört und dachte, dass dies eine tolle Geschichte für die Theaterbühne wäre.“

Regisseurin Nina Lorenz ließ sich von dieser Begeisterung anstecken und inszeniert nun das Stück in der auf eine Stunde gekürzten Fassung. „Dass Felix Pielmeier das Gespenst mit einer Puppe spielt, ist für mich eine spannende und schöne Herangehensweise“, sagte sie. Auch dass das Bühnenbild, für das erstmals Lena Kalt verantwortlich zeichnet, in Form von Pop-Ups, also herausklappbaren Bühnenteilen, gestaltet wurde, findet sie erfrischend. So können während des Stücks die Umbauten im Bühnenbild gezeigt werden und sicher für den einen oder anderen magischen Moment sorgen.

„Ein weiteres schönes Detail ist, dass die Kostüme von Nikola Voit dieses Pop-Up-Muster aufgreifen und die Schauspieler ihre Kostüme während des Spiels ,ausklappen‘ können“, so Nina Lorenz. Da Florian Berndt für das Stück Lieder und Texte geschrieben hat, wird die Aufführung auch sehr musikalisch.

Die Geschichte handelt von einem kleinen weißen Gespenst, das jede Nacht zur Geisterstunde erwacht und durch Burg Eulenstein geistert. Sein größter Wunsch ist es, die Welt einmal bei Tageslicht zu sehen. Doch alle Versuche, nach dem Ende der Geisterstunde wach zu bleiben, scheitern. Als der Wunsch aber plötzlich wahr wird, beginnt ein aufregendes Abenteuer. Vom Sonnenlicht getroffen, wird aus dem weißen Nachtgespenst ein schwarzes Tagesgespenst, das in der Stadt für Unheil und Verwirrung sorgt. Zudem versetzt es die Bewohner in Angst und Schrecken. Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, neugierig und offen durchs Leben zu gehen und sich auch einmal Wünsche zu erfüllen. Das Stück zeigt aber auch ein Stück weit die Angst der Menschen vor „schwarzen Gespenstern“, vor anders aussehenden Geschöpfen. Für Felix Pielmeier bedeutet dies: „Die Moral von der Geschicht: vorverurteile Deinen Nächsten nicht!“ Wobei sich diese politische Botschaft wohl eher an die Erwachsenen richtet. Die Kinder hingegen werden von der spannenden und lustigen Geschichte begeistert sein. Sie sind für Patrick L. Schmitz, der alleine fünf verschiedene Rollen übernimmt, das kritischere Publikum. „Aber es macht großen Spaß, für sie zu spielen und ich selbst kann dabei ganz unbeschwert und wieder Kind sein“, sagte er. „Ich finde es schön, viele unterschiedliche Charaktere darzustellen und dabei Mimik, Gestik und Sprache einzusetzen.“ Aline Joers, die drei Rollen spielt, betonte, dass man sich immer auf das jeweilige Publikum einstellen müsse. „Kinder verliert man aber eher als Erwachsene, und so muss man immer um deren Aufmerksamkeit kämpfen.“ Felix Pielmeier mag die besondere Form des Theaterspielens auf dieser kleinen Bühne. Für ihn besteht die Herausforderung dieses Mal darin, selbst in den Hintergrund zu treten und das Gespenst in Form einer Puppe „lebendig“ werden zu lassen. Für alle Schauspieler ist es ein großartiges Gefühl, Kinder zu begeistern und mit wenigen Mitteln in eine andere Welt zu entführen und ihnen dabei auch das Genre Theater schmackhaft zu machen. „Kinder lassen sich gerne in die Geschichten reinziehen. Sie sehen sie als real an und lassen sich verzaubern, so dass sie magische Momente erleben können“, fasste Nina Lorenz zusammen.

Nach der Premiere am 23. November gibt es an den Adventssonntagen 1., 8. und 15. Dezember weitere Vorstellungen jeweils um 15 Uhr im Theater im Gewölbekeller der Stadthalle Haßfurt.

Schulen können eigene Vorstellungen vom 25. November bis 20. Dezember, montags bis freitags um 9 Uhr und 11 Uhr direkt bei der Theaterwerkstatt buchen unter Tel. (09 51) 2 08 72 83 (auch AB).

Karten im Vorverkauf gibt es beim Haßfurter Tagblatt, Brückenstraße 14, Tel. (0 95 21) 17 14.

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