HUMPRECHTSHAUSEN

Hausgarten hält die Jubilarin fit

Ihren 90. Geburtstag feierte Theresia Stephan.
Ihren 90. Geburtstag feierte Theresia Stephan. Foto: Ulrich Kind

Am Freitag feierte Theresia Stephan ihren 90. Geburtstag. Neben den Familien der Töchter Gerlinde und Irmgard und den vier Enkelsöhnen gratulierten der Jubilarin Bürgermeister Bernd Fischer und stellvertretender Landrat Michael Ziegler und die Senioren- und Kindergartengruppe.

Die Jubilarin wuchs wie viele im Dorf in einem landwirtschaftlich geprägten Elternhaus auf und war das fünfte von sieben Kindern (fünf Mädchen und zwei Buben) von Mathilde und Theodor Stephan. Ihre Mutter war zuvor schon zweimal verheiratet. Deren erster Ehemann, Alfons Stephan, war einer der ersten Gefallenen aus dem Dorf zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Aus dieser Ehe stammten die Stiefgeschwister Rita, Laura und Bertha-Juliana. In der zweiten Ehe war ihre Mutter mit Richard Hochrein verheiratet, da kam Tochter Rosina als vierte Stiefschwester dazu. Deren Vater verstarb nach nur acht Monaten Ehe.

Aus der dritten Ehe von Mutter Mathilde mit Theodor Stephan wuchs sie als einzige Tochter mit ihren Brüdern Alfons und Wilhelm auf. Nach der Schule half sie in der Landwirtschaft der Eltern mit und besuchte nach den Kriegswirren ab 1946 in Lülsfeld die landwirtschaftliche Haushaltsschule. Ihr Ehemann Heinrich Stephan stammt auch aus Humprechtshausen, sie kannte ihn seit Kindertagen und aus der Schule.

Der vom Ehepaar übernommene elterliche landwirtschaftliche Betrieb ihres Mannes Heinrich wurde wegen der Strukturveränderungen in der Landwirtschaft nur noch im Nebenerwerb bewirtschaftet. Von 1970 an fand ihr Mann bis zu seinem Vorruhestand eine Beschäftigung bei SKF in Schweinfurt.

Mit ihm feierte die Jubilarin in diesem Jahr Ende Januar das seltene Jubiläum einer Eisernen Hochzeit (65 Jahre). Er hatte am 22. Oktober seinen 91. Geburtstag und war in der Dorfgemeinschaft mit vielen Ehrenämtern, vom Gemeinderat, Feuerwehrkommandanten, in der Kirchenverwaltung bis zum Obmann des Bauernverbands und der Siebener, tief verwurzelt. Diese ehrenamtlichen Posten hätte er nicht übernehmen können, wenn sie ihm als Ehefrau nicht den Rücken freigehalten hätte, sagte die Jubilarin Theresia.

Die Arbeit im Hausgarten hat die rüstige Jubilarin bis heute fit gehalten. Ihr ganzer Stolz sind die vier erwachsenen Enkel: Mit ihnen wird daheim auch mal eine Runde Schafkopf gekartet. Das Kartenspielen wird schon immer in der Familie gepflegt, ebenso eine Runde Mühle.

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