HOFHEIM

Hofheim: Mit Wein, Witz und Wonne in den Advent

Die Senioren sangen beim Seniorennachmittag am Samstag im Haus des Gastes bei den Weihnachtsliedern fleißig mit. Foto: Martin Schweiger

Zum sechsten Mal hat der Hofheimer Seniorenbeirat unter Federführung von Christel Teinzer, Hans-Dieter Krause und Carmen Schindler den vorweihnachtlichen Seniorennachmittag am Samstag im Haus des Gastes organisiert.

Weihnachtliche Lieder zum Mitsingen, besinnliche und lustige Geschichten sowie musikalische Beiträge stimmten die Senioren auf die „stade“ Zeit ein.

Die Kinder des Rügheimer Kindergartens, die Bläsergruppe der Familie Mock, das Jugendblasorchester Hofheim unter Leitung von René Beutel sowie der 90-Jährige Werner Grosch an der Mundharmonika erwärmten die Herzen der Zuhörer. Das Duo Stretz führte musikalisch durch den Nachmittag.

Danke für die Lebensleistung

Bürgermeister Wolfgang Borst bedankte sich bei der „Generation 70 plus“ für deren Lebensleistung und bei den Stadträten, die wieder zusammen mit den Ehefrauen für die Bewirtung zuständig waren.

Pfarrvikar Ninh Nguyen sagte, dass der Advent eine heilige Zeit sei. Um in dieser ruhigen Zeit selbst herunter zu kommen, solle man einen Termin mit sich selbst machen um damit sich und auch anderen etwas Gutes zu tun.

Gerda Haase erzählte die Geschichte vom Esel, der gut lachen hatte. Er war erstaunt, als Josef und Maria in seinen Stall kamen, um Jesus zur Welt zu bringen, den er später nach Jerusalem hinein tragen durfte.

Eine herzerwärmende Geschichte erzählte Werner Mock über Hans Hempfling, einem Hofheimer Original, dem die Vögel in seinem Garten aus der Hand fraßen. In einem Gespräch aus dem Jahr 1992 – Hempfling war damals 81 Jahre alt – erzählte der Senior aus seiner Zeit als elfjähriger Ministrant unter Pfarrer Schlabeck, der den Buben 5000 Mark (es herrschte Inflation) im Jahr für ihre Dienste zahlte.

Die Erinnerung wird wieder wach

Dafür kaufte sich Hempfling einen Weihnachtsengel bei dem Händler Leonhardt in der Hauptstraße 11, um ihn seiner Mutter zu Weihnachten zu schenken. 24 Jahre später, als Hempfling im Jahr 1946 in der Gefangenschaft war, sollte er sich an den Engel erinnern: An Weihnachten durften die Gefangenen erstmals in den Gottesdienst. Der Chor sang „Stille Nacht“. Nach der Kirche steckten die Gläubigen den Gefangenen Geschenke zu und wurden dafür von den Wärtern verprügelt. Beim Einschlafen dachte Hempfling damals an den Weihnachtsengel.

Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr wünschte zum Ausklang der Nikolaus alias Hans-Dieter Krause.

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