HASSFURT

Im Geiste Albrecht Dürers

Jetzt ist es amtlich. Die Hauptschule Haßfurt heißt seit 25. Oktober um 11 Uhr Albrecht Dürer Volksschule. Mit einem großen und kreativen Fest wurde die offiziellen Namensgebung zusammen mit viel Prominenz gefeiert.
Regierungsschuldirektor Günter Renner (2. v. l.) übergab Konrektor Uwe Mitlöhner (2. v. r.) die offizielle Ernennungsurkunde. Mit ihm freuten sich der Leiter des Staatlichen Schulamtes im Landkreis Jürgen Eusemann (rechts) und Albrecht Dürer, alias Schulleiter Engelbert Schmid.
Regierungsschuldirektor Günter Renner (2. v. l.) übergab Konrektor Uwe Mitlöhner (2. v. r.) die offizielle Ernennungsurkunde. Mit ihm freuten sich der Leiter des Staatlichen Schulamtes im Landkreis Jürgen Eusemann (rechts) und Albrecht Dürer, alias Schulleiter Engelbert Schmid. Foto: FOTO Sabine Gehles

Ganz feierlich überbrachte der leitende Regierungsschuldirektor Günter Renner die offizielle Ernennungsurkunde, die er Konrektor Uwe Mitlöhner überreichte. „Ein Name ist Seele und Sein“, mit diesen Worten gratulierte Renner den Schülern und Lehrern, die jetzt zusammen in einer Einrichtung leben, die einen großen Namen trage. „Ein Name macht einen zum Mitglied einer Familie und ist auch Verpflichtung“, so Renner weiter, der der Frage nach ging, welche Botschaft Albrecht Dürer (1471 bis 1528), für eine Schule im 21. Jahrhundert haben könne. „Dürer war Handwerker, Künstler, Wissenschaftler und der hervorstechende mathematische Kopf seiner Zeit. Dürer war vielseitig und deshalb ist er der ideale Namensgeber für eine Schule, die ihre Schüler ganzheitlich, mit Herz, Hand und Kopf fördern will.“

„Dürer war ein Vorbild in Fleiß und Beharrlichkeit“, so Renner weiter, der vor allem den Kindern wünschte, sich hier besonders an den Namensgeber der Schule zu halten.

Was es alles mit Dürer so auf sich hat, das wussten die Schüler ganz genau. Seit Tagen beschäftigten sich die 450 Hauptschüler mit dem Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker Dürer. Klar, dass sie das Selbstbildnis von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1498 gleich erkannten, das Haßfurts dritter Bürgermeister Reiner Schuster ihnen und der Schule als Druck im Namen der Stadt schenkte. Unter dem Motto „Name ist Programm“ wünschte er den Schülern ein hohes Maß an Identifikationspotenzial mit dem großen Franken.

  

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Albrecht-Dürer-Volksschule

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Und plötzlich stand der große Mann aus Nürnberg leibhaftig in der Aula seiner Schule und begrüßte die Schülerinnen und Schüler, die ihm nun nacheifern wollten. Da konnten die Hauptschüler zeigen, was sie alles gelernt hatten. Mit Leichtigkeit beantworteten sie Fragen nach seinen Reisen und Ereignissen aus seiner Zeit. Auch damals gab es schon Migration, verriet Dürer den Schülern, denn seine Familie stammte aus Ungarn. Auch war es Dürer wichtig aufzuzeigen, dass er kein Schmierer war, sondern ein penibler Handwerker, was die Maltechnik betraf.

Tief beeindruckt war Dürer von dem Theaterstück der Klasse 5c, in dem per Zeitmaschine sein zwölf Jahre altes Pendant aus dem Jahr 1483 zur offiziellen Namensgebung nach Haßfurt ins Jahr 2007 geholt wurde, sowie von den bewegenden Liedern des Schulchors und den rockigen Tönen der Schulband. Den Schülern der Albrecht Dürer Volksschule gelang eine beeindruckende Abrundung des offiziellen Programms der Namensverleihung.

Auch in den vielen Aktionen, Ausstellungen und Dauerpräsentation, die am Nachmittag der breiten Öffentlichkeit präsentiert wurden, konnte man erkennen, wie intensiv sich die Schüler der Albrecht Dürer Volksschule mit ihrem Namenspatron beschäftigt hatten. Da konnte man Albrecht-Dürer-Taler kaufen, sich am magischen Quadrat versuchen, zur Erfrischung Albrecht-Dürer-Perle trinken und sich über seine Kunstwerke und seine Zeitgenossen informieren.

Schon jetzt scheint der Forschergeist des großen Franken in den Gängen und Klassenzimmern der Albrecht Dürer Volksschule zu schweben. Albrecht Dürer jedenfalls, oder genauer Schulleiter Engelbert Schmid, war von seinen Schülern begeistert.

Dürer war es wichtig aufzuzeigen, dass er kein Schmierer war, sondern ein penibler Handwerker, was die Maltechnik betraf. Er zeigte den Kindern eine seiner bekannten Silberstiftzeichnungen, bei der „jeder Strich sitzen muss“.
Dürer war es wichtig aufzuzeigen, dass er kein Schmierer war, sondern ein penibler Handwerker, was die Maltechnik betraf. Er zeigte den Kindern eine seiner bekannten Silberstiftzeichnungen, bei der „jeder Strich sitzen muss“. Foto: FOTO Sabine Gehles

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