HASSFURT

Jahresrückblick: Haßfurt ist 2019 grüner geworden

Weltweite Pionierstadt Haßfurt: Das erste rein mit Wasserstoff betriebene Blockheizkraftwerk steht seit diesem Sommer im Hafen.
Weltweite Pionierstadt Haßfurt: Das erste rein mit Wasserstoff betriebene Blockheizkraftwerk steht seit diesem Sommer im Hafen. Foto: Peter Schmieder

Auf ein erfolgreiches Jahr hat Bürgermeister Günther Werner bei der Jahresabschlusssitzung des Haßfurter Stadtrates zurückgeblickt. Die Stadträte sowie die Abteilungsleiter der Verwaltung waren dazu mit Partner am Mittwoch in das Restaurant „Neumanns“ eingeladen. Ebenso freute sich Werner, den Ehrenbürger Dr. Albert Meyer, Altlandrat Rudolf Handwerker und Altbürgermeister Rudi Eck nebst Gattinnen begrüßen zu können.

Erfolgsmodell Brötchentaste

Von den zahlreichen Terminen in diesem Jahr hob Werner einige besonders hervor. Die Einführung der Brötchentaste an den Parkscheinautomaten wertet er als großen Erfolg. Die Bürger seien begeistert, so Werner, und seitdem wurden 300 Verwarnungen weniger ausgestellt als in 2018. Gleichzeitig sei aber die Einnahmen an Parkgebühren nicht weniger geworden. Weiterhin war die Förderzusage und die Übergabe der Förderurkunde zu „Smart City“ ein Highlight in der Stadtgeschichte des Jahres 2019.

Kräftig investiert haben das Stadtwerk und die Städtischen Betriebe im Wirtschaftsjahr 2019. Hier sind drei Millionen Euro geflossen, so Werner. Der heiße Sommer hat in diesem Jahr wieder für sehr gute Zahlen im Freizeitbad gesorgt, das über 70 000 Besuchern verzeichnen konnte. Das Eissportstation besuchten in diesem Jahr schon über 25 000 Personen; im Vorjahr waren es zum Jahresende nur 22 101 zahlende Gäste gewesen.

„Zusammen mit unserer Stadtwerk Haßfurt GmbH und unserer Städtischen Betriebe Haßfurt GmbH setzen wir als Stadt konsequent auf den Ausbau erneuerbarer Energien und neuer Innovationen“, erklärte Bürgermeister Werner. Seit Juni steht auf dem Gelände im Hafen ein neues einzigartiges Wasserstoff-Blockheizkraftwerk, das jetzt auch zum „BHKW des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Dank der langjährigen guten Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden habe man die Möglichkeiten neue Technologien erstmals im Realbetrieb zu testen. Derzeit erfolgt auch die Umstellung des Energienutzungsplanes auf digitale Methoden. „Sicher werden wir auch im Rahmen des Smart-Green-City-Prozesses gemeinsam weitere neue zukunftsweisende Projekte anstoßen und damit die Wertschöpfung in unserer Stadt ausbauen“, ist sich Werner sicher. Weiterhin wird ab 1. Januar durch die Stromleitungen des Stadtwerks ausschließlich „grüner“ Strom fließen, der vom Wasserkraftwerk Ottendorf eingespeist wird.

Weiterhin berichtete Werner über die Aktivitäten in den einzelnen Abteilungen der Stadtverwaltung. Zum Beispiel im Bereich des Technischen Bauamtes wurden zukunftsweisende Projekte fortgesetzt. Im Bereich Schulen/Kindergärten war das etwa der Neubau der Mensa an der Ganztagesschule in Sylbach oder auch die Umbauten in den Kindergärten Prappach und Sylbach sowie der Ausbau der Brandmeldeanlage und Anbau des Speiseraumes an der Kindertagesstätte St. Barbara. Hierfür wurden alleine im Jahr 2019 1,6 Millionen Euro aufgewendet.

Viel Geld für Straßenunterhalt

In den allgemeinen Straßenunterhalt im Stadtgebiet und in den Stadtteilen, unter anderem in Verkehrsberuhigungen Tränkberg/Kolpingstraße, wurden knapp 500 000 Euro investiert. In die Erschließung der neuen Baugebiete „Westlich Sailershäuser Straße“, „Nördliche Waldstraße“ und in die Planung tiefbautechnischer Erneuerung „Am Dornbusch/Frühlingstraße/Virdungstraße“ mit Baubeginn Frühjahr 2020, flossen in diesem Jahr insgesamt 2,15 Millionen Euro.

Seinen Spitznamen weg hat jetzt wahrscheinlich Norbert Zösch, der Leiter des Stadtwerks. Zweiter Bürgermeister Michael Schlegelmilch bezeichnete ihn in Zusammenhang mit den fortschrittlichen Entwicklungen passenderweise als „Mister Green“.

Den Jahresabschluss bereicherte Wilhelm Wolpert. Das Haßfurter Urgestein erzählte seine „Geschichtli“ rund um das Weihnachtsfest.

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