HASSFURT/BAD KÖNIGSHOFEN

Karl Graf Stauffenberg ist FDP-Direktkandidat

Bereit für Landtags- und Bezirkstagswahlen: Die FDP ist im Stimmkreis 604 (Haßberge und Rhön-Grabfeld) gut aufgestellt mit (von links) Wahlkreisbewerber Harald Pascher, Katrin Hiernickel und Karl Graf Stauffenberg, meint FDP-Landesvorsitzender Albert Duin (rechts) Foto: Regina Vossenkaul
Bereit für Landtags- und Bezirkstagswahlen: Die FDP ist im Stimmkreis 604 (Haßberge und Rhön-Grabfeld) gut aufgestellt mit (von links) Wahlkreisbewerber Harald Pascher, Katrin Hiernickel und Karl Graf Stauffenberg, meint FDP-Landesvorsitzender Albert Duin (rechts) Foto: Regina Vossenkaul

„Wir brauchen eine starke Mitte, damit die Demokratie stark bleibt“, sagte Karl Graf Stauffenberg, FDP-Kreisvorsitzender Rhön-Grabfeld, in seiner Vorstellungsansprache am Mittwoch im Schlundhaus in Bad Königshofen. Er wurde von der FDP im Stimmkreis 604 (Haßberge und Rhön-Grabfeld) einstimmig (mit einer Enthaltung) zum Direktkandidaten für die Landtagswahl 2018 gewählt. Zur Kandidatin für den Bezirkstag wählten die Anwesenden die FDP-Kreisvorsitzende Haßberge Katrin Hiernickel.

FDP-Landeschef sieht gute Chancen für Staufenberg

FDP Landesvorsitzender Albert Duin sieht für Graf Stauffenberg gute Chancen, in den Landtag gewählt zu werden. Er leitete die Wahlgänge und kündigte an, nicht mehr als Landesvorstand zu kandidieren. Als Nachfolger ist der jetzige Generalsekretär und neuer Bundestagsabgeordnete Daniel Föst vorgeschlagen. In seiner Ansprache schwor Duin die Parteimitglieder auf den bevorstehenden Wahlkampf ein, aus dem auch in Bayern die FDP in neuer Stärke hervorgehen will.

Bayern ist für ihn „das tollste Land, das es gibt“. Duin warnte jedoch davor, dass jetzt vor lauter Stillstand und Zufriedenheit die Weiterentwicklung „verpennt“ wird: „Es müssen Politiker in den Landtag, die das machen, was sie versprochen haben. Bildung, Digitalisierung, Wohnungsbau, Infrastruktur - wir müssen vorwärtskommen.“

Zu denen, die es im Landtag richten sollen, gehört neben Duin selbst auch Stauffenberg, der neben seinem guten Namen, der positive Assoziationen weckt, auch seine Überzeugungen und Ziele mit einbringt als „echter Demokrat, der mit beiden Landkreisen verbunden ist“, wie Hiernickel in ihrer Gratulation sagte. Der 46-Jährige Enkel des Hitler-Attentäters wohnt in einer Schlosshälfte in Irmelshausen in der Gemeinde Höchheim und betreibt mit seiner Frau ein Eventunternehmen.

Reformen im Bildungswesen

Für mehr Unternehmen und Gastronomie im ländlichen Raum sprach er sich unter anderem aus, ebenso wie für Reformen im Bildungswesen wie ein gleichwertiges Abitur in den Bundesländern. Staufenberg plädiert für bessere Integrationsmöglichkeiten für Flüchtlinge und Arbeitserlaubnisse, damit sie ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen können und Steuern zahlen. Er ist gegen Populismus und gegen Radikalisierung von links und rechts. „Wir sind die einzige Partei, die nicht mit Radikalen kuschelt, wir sind freie Demokraten und werden es bleiben.“

Katrin Hiernickel ist Lehrerin am Gymnasium in Haßfurt. Sie möchte im Bezirkstag ihren Stimmkreis vertreten. Besonders die kulturellen Themen liegen ihr am Herzen. Als Wahlkreisbewerber für die FDP-Liste (Zweitstimme bei der Landtagswahl) stellte sich Harald Pascher, zweiter Bürgermeister aus Ebern, Kreisrat und Fahrschulen-Besitzer vor und wurde auch gewählt. Gleiches gilt für Stefan Rath, Wirtschaftsjournalist im Ruhestand, der als Wahlkreisbewerber für den Bezirkstag kandidierte.

Als Delegierte für die Listenaufstellungsversammlung wurden in dieser Reihenfolge gewählt: Katrin Hiernickel, Karl Graf Stauffenberg, Karl John, Harald Pascher, Alfred Neugebauer, Max Birkelbach, Wolfram Freiherr von Rotenhan und Stefan Rath. Mindestens drei der Gewählten, eventuell vier, sind Delegierte, die anderen Ersatzdelegierte.

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