KIRCHAICH

Kirchaich: Wie lange brennen noch die sechs „Kerker-Funzeln“

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes soll in Kirchaich der Mühlbach aufgelassen werden und an dessen Stelle eine überschwemmbare Rasenmulde entstehen. Foto: Christian Licha

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED war ein Thema bei der Bürgerversammlung am Dienstag in Kirchaich. 45 interessierte Bürger waren in das Gasthaus Neundörfer gekommen, um sich über das Geschehen in der Gemeinde Oberaurach zu informieren.

„Wir haben noch sechs 'Kerker-Funzeln' in der Ortsmitte“, stellte ein Versammlungsteilnehmer fest und fragte, wann die noch aus der Amtszeit von Altbürgermeister Siegmund Kerker stammenden Straßenlampen ausgewechselt würden. Bürgermeister Thomas Sechser erklärte, dass dies bereits in allen Ortsteilen geschehen sei. Im Versorgungsbereich des Bayernwerks, zu dem neben Kirchaich auch Nützelsbach, Dankenfeld, Trossenfurt, Tretzendorf und Hummelmarter zählen, seien schon einige Straßenzüge umgestellt worden. Von den insgesamt 421 Leuchten, von denen bereits 34 LED Leuchten sind, wurden bereits letztes Jahr 164 Leuchten umgerüstet, somit seien momentan fast die Hälfte aller Leuchten mit LED Technik ausgestattet. Der Austausch umfasste allein 49 Leuchten in Kirchaich. In neu zu erschließenden Baugebieten werde ohnehin nur auf LED Technik zurückgegriffen. Dadurch würden in allen genannten Ortsteilen jährlich rund 30 Prozent Energie eingespart, was etwa 40 000 Kilowattstunden entspreche. Die Kosten in Höhe von 8300 Euro hätten sich bereits nach 1,3 Jahren amortisiert.

In fünf Jahren komme es somit zu einer Gesamtersparnis von rund 30 000 Euro, stellte Sechser heraus. Die verbleibenden 230 Leuchten im Bayernwerk-Bereich, bei denen auch der Leuchtkoffer ausgewechselt werden müsse, werden in den kommenden Jahren modernisiert, wenn es entsprechende Förderprogramme gibt. Bürgermeister Sechser hob hervor, dass neben der CO2- und Energieeinsparung auch eine bessere Ausleuchtung bei geringerer Lichtverschmutzung mit den LED-Leuchten erreicht wird. In den Schleichach-Orten, einschließlich Fatschenbrunn, die von der Überlandzentrale Mainfranken versorgt werden, sei ebenfalls eine Umstellung geplant.

Als weiteres wichtiges Projekt steht in Kirchaich die Verbesserung des Hochwasserschutzes an, sagte Bürgermeister Sechser. Im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme, die staatlich gefördert wird, soll der Mühlbach aufgelassen werden. Nach Meinung von Fachleuten sei dieser zur Speisung der umliegenden Weiher nicht notwendig, weil diese durch Quellen mit Wasser versorgt werden. Im Gebiet des jetzigen Mühlbaches soll eine überflutbare Rasenmulde geschaffen werden, die im Hochwasserfall das Wasser abführt.

Einstimmig dafür waren die Zuhörer der Bürgerversammlung, nach dem Vorbild in Trossenfurt auf dem Kirchaicher Friedhof eine vorhandene Thuja-Hecke zu entfernen und diese durch langsamer wachsende Stauden zu ersetzen.

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