Knetzgau

Knetzgauer Schlosspark soll aufgewertet werden

Angelika Droll und Götz Lauenstein (von rechts) von der Planungsgruppe Dubler, Droll & Lauenstein stellten Bürgermeister Stefan Paulus (links) und dem Gemeinderat das Konzept und die Kosten für die Aufwertung des Schlossparks Oberschwappach vor. Foto: Christian Licha

Erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderats Knetzgau stand am Montag die Inwertsetzung des Schlossparks und der Terrassengärten am Schloss Oberschwappach. Von der Planungsgruppe Dubler, Droll & Lauenstein waren Marion Dubler, Angelika Droll und Götz Lauenstein anwesend und erläuterten dem Gremium die Planungen und die geschätzten Kosten für das Projekt.

Der Vorentwurf wurde in ein Konzept umgewandelt und die bisher vorhandenen Handskizzen in CAD-Zeichnungen angelegt. Die Maßnahme wurde in zwei Teilbereiche untergliedert. Im Landschaftspark sollen Altbäume gesichert sowie beschädigte und störende Bäume entfernt werden. Daneben soll ein Wegenetz entstehen und gleichzeitig die Festwiese freigehalten werden. 55 Bäume sollen neu gepflanzt werden, deren Kosten sich auf 41 000 Euro belaufen. Weitere große Posten sind die Erdarbeiten mit 90 000 Euro und Wege- und Steinarbeiten mit 299 000 Euro. Für den Landschaftspark ist eine Summe von insgesamt 730 000 Euro netto veranschlagt.

Im Terrassengarten ist geplant, die drei Ebenen wieder herzustellen, wie es in historischen Vorlagen ablesbar ist. Diese unterteilen sich in Obstparterre, Kräuterparterre und Schmuckparterre. Ebenso ist angedacht, die Wasserachse wieder in Betrieb zu nehmen und ein Pavillon auf der Kräuerebene soll mit seiner leichten und transparenten Bauweise ein überdachter Treffpunkt für Führungen und Ähnliches werden. Bei diesem Bauabschnitt sind die Gesamtkosten mit rund 743 000 Euro netto ähnlich wie beim Landschaftspark. Auch hier sind die größten Posten die Erdarbeiten mit 106 000 Euro sowie der Wegebau mit 198 000 Euro. Für die Treppenläufe sind 50 000 Euro kalkuliert und für die Außenmauern 80 000 Euro.

Zur Summe der beiden Teilbereiche kommen noch Planungshonorare für die Umsetzung in Höhe von rund 193 000 Euro hinzu, so dass sich die Bruttobausumme inklusive Mehrwertsteuer auf knapp zwei Millionen Euro belaufen wird.

Bürgermeister Stefan Paulus erklärte, dass die Chancen gut stünden, eine hohe Förderung zu bekommen. Über die Art und das Maß der Umsetzung selbst musste in der aktuellen Sitzung noch nicht beschlossen werden. Hierüber wird erst befunden, wenn alle Fördermöglichkeiten abschließend geklärt sind.

Der Großteil der Ausgaben kann von der EU aus Leader-Mitteln gefördert werden. Hierzu ist es zunächst erforderlich, dass die Maßnahmen in der entsprechenden transnationalen Leader-Kooperationsvereinbarung aufgenommen werden. Die Kooperationsvereinbarung wird vom Regionalmanagement und dem Landkreis Bamberg als Projektträger derzeit erstellt. Die finale Version liegt nach Abklärung mit allen beteiligten Nationen und Projekten bis Ende Februar vor. Nach Vorliegen der generellen Förderzusage durch die EU voraussichtlich im Mai muss dann der Gemeinderat konkret über die Durchführung und die Kosten beschließen, welche der Leader-Förderung für die Knetzgauer Teilprojekte zugrunde liegen.

Der Gemeinderat segnete einstimmig einen Beschluss ab, wonach grundsätzlich nur klargestellt wurde, dass sich die Gemeinde Knetzgau mit dem Teilprojekt "Gestalterische Aufwertung des Schlossparks Oberschwappach" am transnationalen Leader-Projekt "TNCII Cisterscapes – Cistercian landscapes connecting Europe" beteiligt. Bürgermeister Stefan Paulus betonte, dass für die Gemeinde Knetzgau jederzeit die Möglichkeit bestehe, auszusteigen, wenn die Finanzierung nicht passen sollte: "Das letzte Wort haben wir." Auch nur die Ausführung von Teilbereichen sei denkbar.

Für die komplette Umsetzung der Inwertsetzung errechnete das Planungsbüro jährliche Pflegekosten in Höhe von 20 000 Euro für den Landschaftsbereich und 17 500 Euro für den Terrassenbereich. Die ersten zwei Jahre des Unterhalts sind in der Bausumme schon berücksichtigt. Momentan wird der Schlosspark durch den Kreisbauhof gepflegt, wofür das Landratsamt den Aufwand der Gemeinde mit etwa 6000 bis 8000 Euro jährlich in Rechnung stellt, so Paulus.

Ein weiterer Fachmann stand mit Siegbert Reuther von der Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein dem Gemeinderat zur Verfügung. Der Diplom-Ingenieur stellte den Masterplan Glasfaser für den Breitbandausbau in der Gemeinde Knetzgau vor. Um die aktuelle Situation über die Leistungsfähigkeit der Telekommunikationssysteme zu erkennen und zu bewerten, sowie die notwendigen Maßnahmen beziehungsweise zu erwartende Kosten abzuleiten, wurden alle Randbedingungen in dem Masterplan zusammengefasst, ausgewertet und erläutert. Dabei wurde aufgezeigt, welche möglichen Synergien bei der Mitnutzung von Infrastruktur oder durch Berücksichtigung bei zukünftigen Baumaßnahmen erzielt werden können. Ziel ist es, ein wirtschaftlich optimiertes Glasfasernetz bis direkt in jedes Haus zu ermöglichen.

Die transparente Darstellung dient als Entscheidungshilfe für den Gemeinderat über Ausbaumöglichkeiten und zu erwartende Kosten. Durch die fundierten Ergebnisse wird es der Gemeinde ermöglicht, zielgerichtet in weitere Förderverfahren einzusteigen. Der Plan zeigt auf, welches Material an welcher Stelle verlegt werden muss, damit nach und nach ein strukturiertes, flächendeckendes und wirtschaftlich optimiertes Glasfasernetz bis in jedes Haus entsteht. Der Masterplan sollte verbindlich für alle Breitband-Ausbaumaßnahmen Anwendung finden.

Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Oberschwappach wurde vom Gemeinderat bestätigt. Wiedergewählt wurden bei einer Dienstversammlung Ende Januar der erste Kommandant Markus Werner sowie sein Stellvertreter Tobias Klug.

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