KREIS HASSBERGE

Kompetent und zuverlässig

Abschied: Roswitha Ebert, die 1989 den Stammtisch des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB) im Landkreis gegründet und bis Ende 2011 geleitet hat, wurde verabschiedet. Dank sprachen ihr der Leiter der Bezirksgruppe Unterfranken, Volker Tesar (rechts), und der neue Stammtischleiter Michael Schulz aus.
Abschied: Roswitha Ebert, die 1989 den Stammtisch des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB) im Landkreis gegründet und bis Ende 2011 geleitet hat, wurde verabschiedet. Dank sprachen ihr der Leiter der Bezirksgruppe Unterfranken, Volker Tesar (rechts), und der neue Stammtischleiter Michael Schulz aus. Foto: Ulrike Langer

Roswitha Ebert aus Sand hat 1989 den Stammtisch des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB) im Landkreis Haßberge gegründet und von Beginn an bis Ende 2011 geleitet. Nun wurde sie für ihre Verdienste vom Leiter der Bezirksgruppe Unterfranken, Volker Tesar (Würzburg), und dem neuen Stammtischleiter Michael Schulz (Haßfurt) geehrt.

„Den Stammtisch habe ich ins Leben gerufen, weil sich damals viele Blinde und Sehbehinderte ein regelmäßiges Treffen zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch gewünscht hatten“, erzählte die frühere Kreisbeauftragte für den Landkreis, Roswitha Ebert. Die heute 67-Jährige, die auch das Katholische Blindenwerk in der Diözese Würzburg leitet, war von Geburt an blind und erhielt durch etliche Operationen zumindest ein klein wenig Sehkraft. Dennoch ist sie ebenso wie ihr Mann Edgar hochgradig sehbehindert.

In den Stammtischen, die sie alle zwei Monate organisierte, wurden Neuigkeiten aus dem BBSB besprochen, Vorträge gehalten und ein Austausch ermöglicht. Zunächst traf man sich in Haßfurt, dann in Zeil und anschließend in Sand. Seit diesem Jahr findet der Stammtisch alle zwei Monate in Haßfurt statt.

„Sie haben vielen Menschen auf ihrem Weg geholfen und waren wie im Psalm 23, wo es heißt: Der Herr ist mein Hirte, eine gute Hirtin“, sagte Volker Tesar beim jüngsten Stammtisch vor 25 Anwesenden. Er dankte Roswitha Ebert für ihr Engagement und überreichte ihr zum Abschied eine CD.

Michael Schulz, der seit 2004 als Blinden- und Sehbehindertenbeauftragter für den Landkreis Haßberge tätig ist und den Stammtisch weiterführen wird, stellte besonders das Durchhaltevermögen seiner Vorgängerin heraus. „Ihre Art, den Stammtisch zu gestalten, hat mich fasziniert und Ihre Kompetenz und Ihre Zuverlässigkeit waren ein Vorbild für mich“, so Michael Schulz. Auch im Namen des Behindertenbeauftragten des Landkreises, Hans-Georg Hero, wünschte er Roswitha Ebert alles Gute.

Roswitha Ebert dankte für die Glückwünsche und sagte: „Ich habe immer versucht, das Richtige für unsere Gruppe zu tun, und ich hoffe, dass der Stammtisch auch weiterhin gut besucht wird.“

Michael Schulz gab danach bekannt, dass das bayerische Blindengeld um zwei Prozent erhöht worden sei und dass es eine Gesetzeseingabe gebe, Sehbehinderten, die zudem nur noch zwei bis fünf Prozent ihrer Hörfähigkeit besitzen oder taub seien, ebenfalls ein Blindengeld zu gewähren. Außerdem sei ein bundeseinheitliches Behindertengeld geplant.

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