Zeil

Kreisorchester: Fulminante Klänge für guten Zweck

Einen fulminanten Konzertabend gestaltete das Symphonische Kreisorchester Haßberge in einem proppenvoll besetzten Rudolf-Winkler-Haus in Zeil. Foto: Sabine Weinbeer

Fulminant – das ist wohl das Adjektiv, das am treffendsten das Konzert beschreibt, das das symphonische Kreisorchester Haßberge am Sonntag in Zeil gestaltete. Gut 40 Musiker aus Kapellen im ganzen Landkreis hatten sich in mehreren Probenwochenenden mit Kreisdirigent Benedikt Feustel akribisch vorbereitet, um besonders anspruchsvolle Stücke in hoher Perfektion zu spielen.

Bis auf den letzten Platz besetzt war das Rudolf-Winkler-Haus, kurz vor Konzertbeginn wurden aus dem Lager noch die letzten, eigentlich längst ausgemusterten Stühle herangeschafft, damit alle Zuhörer sitzen konnten. Traditionell sind die Konzerte des Kreisorchesters Benefizveranstaltungen, so auch in Zeil.

Wie der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Peter Detsch, erklärte, hatte die Stadtkapelle Zeil angefragt, ob in ihrem Jubiläumsjahr das Kreisorchester auftreten könnte. Die Stadtkapellen-Vorsitzenden, Norbert Strätz und Dietmar Herrnleben, dankten für "dieses Highlight" zum 60-jährigen Bestehen und luden gleich zum Frühjahrskonzert der Stadtkapelle am 31. März ein.

Der Erlös des Benefizkonzerts fließt zu gleichen Teilen in die Bläserjugend der Stadtkapelle sowie an den Caritasverein als Träger der Kindertagesstätte und der Grundschul-Mittagsbetreuung. Lange habe man sich bemüht, inzwischen sei die Nachwuchsarbeit der Stadtkapelle gut aufgestellt, so Dietmar Herrnleben. In den vergangenen acht Jahren wurden rund 120 Kinder an Instrumenten ausgebildet, elf von ihnen spielen inzwischen im Jugendorchester, zwölf sind schon in das Hauptorchester aufgerückt.

Das Programm, das das Kreisorchester präsentierte, begeisterte die Zuhörer. Schon die "Montana-Fanfare" zu Beginn und gleich anschließend "Der Magnetberg" zeigten, was in einer großen Orchesterbesetzung und hohem Einsatz an Probenarbeit möglich ist. Dirigent Benedikt Feustel zeigte sich gegen Ende des Konzerts "überwältig von diesem Zuspruch", denn es sei großartig, vor so vollem Haus zu spielen. Er dankte allen Orchestermitgliedern für ihre Leistung und lud schon für das nächste Jahr ein: "Wir können auch gerne ein doppelt so großes Orchester bilden". Drei Zugaben forderten die Zuhörer ein, die gerne gewährt wurden, und mit "Amazing grace" wurden die Zuhörer noch vor Beginn des Sturms auf den Heimweg entlassen.

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