HAßFURT

Kreisstadt Haßfurt: Kaum Interesse an der Bürgerversammlung

Ende November wird der Preisträger des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Umfelds am Bahnhof in Haßfurt bekannt gegeben. Foto: Ulrike Langer

Nur gut 50 Bürger, darunter aber viele Stadträte und Mitglieder der Stadtverwaltung, kamen am Donnerstagabend in die FC-Stadion-Gaststätte zur Haßfurter Bürgerversammlung. Sie äußerten nur wenige Wünsche, hörten aber den Ausführungen von Bürgermeister Günther Werner und Felix Zösch vom Stadtwerk Haßfurt.

So stellte Zösch den Energienutzungsplan vor, mit dem das Stadtwerk und die Stadt zusammen mit den Bürgern den Energieverbrauch senken, die Effizienz steigern und die Nutzung regenerativer Energien erhöhen möchten. Hier will die Stadt eine Projekte entwickeln. Bürgermeister Günther Werner versprach: „Jeder Bürger soll mitgenommen werden und in einer Umfrage in Papierform oder digital seine Ideen mitteilen können“, sagte er. Werner gab bekannt, dass das Stadtwerk 2018 rund 89 Millionen kWh regenerativen Strom produziert habe, während die Kunden nur 41 Millionen kWh benötigt hätten.

Werner erläuterte auch die notwendigen Sanierungen im Freizeitzentrum und berichtete, dass man in dem Wall entlang der Kläranlage eine Klärschlammentwässerungs- und Klärschlammtrocknungsanlage errichten werde. Dadurch könne der Hochwasserschutz verbessert werden. Der Bürgermeister stellte den neuen Werbefilm der Stadt Haßfurt vor, der auf der Homepage der Stadt angesehen werden kann.

Was die Sporthalle betreffe, so seien bereits Förderanträge gestellt worden. Sobald die Zusagen vorlägen, würden der Bauantrag gestellt und die Ausschreibung vorgenommen werden. „Dass am Wertstoffhof in der Uchenhofer Straße immer noch Materialien des Naturparks Haßfurt lagern, wurmt mich“, sagte Werner. „Ich hoffe aber, dass sich das bald erledigt!“ Er berichtete, dass zur Gestaltung des Bahnhofumfeldes ein Wettbewerb ausgeschrieben worden sei und am 30. November der Gewinner bekannt gegeben werde. Ab dem 2. Dezember könnten sich dann die Bürger die zwölf eingereichten Modelle im „Kunsthaus“ ansehen.

30 Stellplätze für Wohnmobile

In der Bürgerversammlung informierte Werner die Besucher über viele Vorhaben in der Stadt Haßfurt. So plant die Stadt derzeit einen neuen Wohnmobilstellplatz westlich des Parkplatzes am Gries. „Von den 30 Stellplätzen für Wohnmobile unterschiedlicher Größe sind vier behindertengerechte Plätze“, sagte der Bürgermeister.

Anhand von Bildern stellte er den geplanten Stadtstrand vor, der unterhalb der Waldorfschule am Haßfurter Hafen alljährlich zwischen Anfang Mai und Ende August „geöffnet“ haben soll und im kommenden Frühjahr zunächst einmal einen Probebetrieb aufnehmen wird.

Urnen neben der Ritterkapelle?

Zurzeit sieht der alte Friedhof an der Ritterkapelle „etwas trostlos“ aus. „Es gibt immer mehr freie Flächen und ungepflegte Gräber und die Neugestaltung scheitert oft an den laufenden Ruhefristen“, so Günther Werner. Auch könnten keine neuen Grabflächen mehr erworben werden. „Wir überlegen derzeit, ob wir neue Urnenbestattungen zulassen, eventuell eine Gemeinschaftsurnengrabanlage anlegen, Bäume und Sträucher pflanzen und Rasenflächen als Verweilorte anlegen“, erläuterte er. Zudem werde überlegt, wer die Grabpflege übernehmen könnte.

Das Stadtoberhaupt ging auch auf den raschen Verkauf der 34 Grundstücke im Baugebiet „Westlich der Sailershäuser Straße“ und die rege Bautätigkeit, die Pflasterarbeiten am Oberen Turm, den Bau eines Aufzugs im Rathaus, der im Dezember fertiggestellt sein soll, und den Mainausbau ein und erklärte, dass im kommenden Jahr das Pflaster am Unteren Turm sowie in der Lucen- und Engelmeßgasse ausgewechselt würden.

Flutbrücke: mit Geh- und Radweg

Ihm war wichtig, dass nach der Sanierung der Flutbrücke der Geh- und Radweg erhalten bleibt und so konnte er mitteilen, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird. Bernd Reinhard lobte die Stadt dafür, dass im „Rathausboten“ der Archivar Thomas Schindler immer wieder Beiträge veröffentlichen könne. Er hätte sich aber gewünscht, dass auch einmal die Straßennamen im neuen Baugebiet „Westlich der Sailershäuser Straße“ erklärt würden. Dazu sagte Bürgermeister Günther Werner, dass die Straßen nach Widerstandskämpfern im 3. Reich benannt worden seien und noch erläutert würden. Bernd Reinhard regte an, die Beete im Osterfeldweg in blühende Wiesen umzuwandeln, da die Pflege der Rosen aufwändig sei. Manfred Krapf monierte, dass die Zufahrten zu einigen Geschäften im Gewerbegebiet Ost zu hohe Kanten hätten und für Radfahrer ungünstig seien. Dazu teilte Wolfgang Braun, Leiter der Bauverwaltung, mit, dass die Gestaltung der Zufahrten Sache der Geschäfte sei.

Rennstrecke für Helikoptereltern

Jürgen Gehrke beklagte, dass die Dr.-Ambundi-Straße zur „Rennstrecke der Helikoptereltern“ geworden sei und die Geschwindigkeit zu wenig kontrolliert werde. Doch der Bürgermeister gab an, dass auch dort geblitzt werde. Nur würden andere Autofahrer über WhatsApp vorzeitig gewarnt.

Schlagworte

  • Haßfurt
  • Ulrike Langer
  • Bau
  • Bautätigkeit
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Energiebedarf und Energieverbrauch
  • Gräber
  • Günther Werner
  • Hochwasserschutz
  • Radfahrer
  • Radwege
  • Sträucher
  • Städte
  • Wolfgang Braun
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
3 3

Kommentar schreiben

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte vorher an.

Anmelden

Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich hier registrieren.