KREUZTHAL

Kreuzthaler Abwasser fließt nach Mechenried

Neben der Sanierung der Sammelkläranlage in Mechenried hat die Gemeinde Riedbach eine zweite wichtige Baustelle mit der Modernisierung der biologischen Teichkläranlage in Kreuzthal.

Wie Bürgermeister Bernd Fischer in der jüngsten Sitzung des Riedbacher Gemeinderates informierte, läuft die Betriebsgenehmigung Ende 2020 aus. Wie auch zuvor in Mechenried ist diese Abwasserkläranlage nach drei Jahrzehnten technisch völlig veraltet und müsse den gesetzlichen Vorgaben für eine wasserrechtliche Erlaubnis des Wasserwirtschaftsamtes den aktuellen Anforderungen (Stickstoffabbau) technisch ertüchtigt werden.

Der Umbau zu einer Kläranlage mit Sequentielle biologische Reinigung (SBR) der Stufe-III würde sehr hohe Baukosten für die Kommune und über die Umlagezahlungen auch für die knapp 120 Einwohner von Kreuzthal bedeuten.

Deshalb wurde das Ingenieurbüro Stubenrauch aus Königsberg beauftragt, die alternative Möglichkeit zu prüfen, den Ortsteil Kreuzthal über eine Druckleitung mit der Sammelkläranlage Mechenried zu verbinden.

In der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag stellte Malte Feltel dem Ratsgremium seine vorläufigen Berechnungen vor. Dazu stellte er zwei Varianten der Verlegung der Druckleitung nach Kleinsteinach, Variante I mit 1886 Meter Länge und nach Kleinmünster Variante II mit 1882 Meter vor.

Es gibt zwei Möglichkeiten

Dabei würde die Verlegung nach Kleinsteinach vom Grunderwerb günstiger sein, da hier vorhandene Wegetrassen benutzt werden können. Die vorläufigen Baukosten dieser Druckleitung bezifferte Feltel auf rund 750 000 Euro. Zur Zeit würde es eine öffentliche Förderung der Druckleitung von 150 Euro pro laufenden Meter geben. Im Grunde wäre die Druckleitung also bedeutend kostengünstiger wie die Errichtung einer modernen biotechnischen Kläranlage oder einer SPR-Kläranlage in der Größenordnung für Kreuzthal (120 Einwohner).

In der intensiven Diskussion im Ratsgremium wurde als Ergebnis der Anschluss an die Kläranlage Mechenried mit einer Druckleitung über Kleinsteinach favorisiert. Der Endpunkt der Leitung würde im Bereich am Ortsausgang in Richtung Mechenried beim Wertstoffhof, mit Anschluss am Kanalrückhaltebecken möglich sein.

Neben einer ausgearbeiteten Kostenrechnung, für die aber noch eine Vergleichsrechnung benötigt werde, kam der Gemeinderat einstimmig zur Beschlussfassung für den Bau einer Druckleitung. (uk)

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