HASSBERGKREIS

Kunstpreis, Kunststück und Kulturseite

Zu einem informativen Austausch trafen sich Künstler und Historiker aus dem Landkreis Haßberge mit Renate Ortloff, von „... Foto: Christiane Reuther

Das Erstellen eines Online-Portfolios stand im Mittelpunkt beim Künstlertreffen im Landratsamt Haßfurt. Renate Ortloff, von der Kulturstelle „KulturRaum Haßberge“ am Landratsamt Haßberge, hatte sich große Ziele gesteckt, über die sie informieren und sich mit den Künstlern und Historikern vor Ort austauschen wollte.

Renate Ortloff ging auf Aufnahmekriterien für eine Internetseite ein. Es ging zum einen darum, wie man die Plattform, die vom Bayerischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft zur Verfügung gestellt wird, verwendet, und zum anderen, wie man die Plattform für den Bedarf des Landkreises erweitert. Als Paradebeispiel nannte Ortloff das Portfolio der Kunstschaffenden aus dem Raum Fichtelgebirge, das unter www.kueko-fichtelgebirge.de aufzurufen ist.

Mit dieser Seite, die laut Ortloff im Internet gut dargestellt ist, sollten sich die Künstler quasi als Hausaufgabe auseinandersetzen. Ziel sei ein Online-Portfolio, in dem sich die Künstler und Kreativen aus dem Landkreis Haßberge mit einer eigenen Plattform gut darstellen und sich mit anderen Landkreisen vernetzen. Das Grundgerüst könne man gemeinsam mit den Künstlern gestalten und nach eigenem Bedarf schneidern.

Es sollen elf Teilmärkte auf der Plattform erscheinen, wie etwa der Hinweis auf Bücher, darstellende Künste, Architektur oder Design. Renate Ortloff betonte, dass sie als Verwaltungsfachkraft für die Vermarktung zuständig sei. Was die Künstler von sich selbst preisgeben möchten, das müsse jeder für sich selbst entscheiden. Die Ergebnisse sollen gebündelt an Renate Ortloff unter kulturraum@hassberge.de mitgeteilt werden.

Ferner ging Renate Ortloff auf den Kunstpreis ein. Dieser wurde 2016 zum ersten Mal vom Landkreis ausgelobt und fand mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro große Resonanz. Nach einem Beschluss aus dem Jahr 2014 wird dieser Preis alle zwei Jahre ausgelobt. Bisher war es so, dass sich die Teilnehmer aus der Region 3, das heißt aus dem Landkreis Haßberge, Schweinfurt, Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld sowie der Stadt Schweinfurt beteiligen konnten.

Renate Ortloff schlug eine Verbesserung zur künftigen Auslobung vor, da es bei der letztjährigen Kritik gab. Ihrer Meinung nach könnten die neuen Kriterien so aussehen, dass die Teilnehmer aus dem Landkreis Haßberge kommen, oder einen nachweislich engen Bezug zum Landkreis darstellen. Der allgemeine Tenor aus dem Künstlerkreis zeigte sich jedoch mit der bisherigen Auslobungspraxis einverstanden. Die Künstler regten im Gegenteil an, den Ausschreibungskreis zu erweitern.

Ferner legte die Fachfrau statistische Zahlen für die Angebote aus dem „Kunststück“ 2016/17 vor. Bei Insgesamt 2763 Teilnehmer, die sich mit Kunst beschäftigten, nahmen 190 Kinder und Jugendliche an neun Workshops und 61 Erwachse an 19 Workshops teil. Des Weiteren wurden Führungen, Vorträge, Ausstellungen und Kinofilme ebenfalls gut besucht. An die 1000 Teilnehmer nahmen das Angebot von acht Künstlern wahr, das diese zum Tag des „offenen Ateliers“ veranstaltet hatten.

Für das „Kunststück“ 2017/18 sind wieder Kinderworkshops, Workshops für Erwachsene, Ausstellungen und Beteiligungen zum Tag des „offenen Ateliers“ in Vorbereitung. Ihre Angebote müssen die Kunstschaffenden bis 31. Mai bei Renate Ortloff melden, um sie im Flyer bekanntzumachen. Das Format des Flyers wird wie gewohnt beibehalten. Ferner informierte Ortloff über die vermittelnde Rolle der Volkshochschulen zum „Kunststück“.

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