KREIS HASSBERGE

Landkreis Haßberge: Von Kunstpreis und Kunststück

Der Landkreis setzt mit einem eigenen Kunstpreis einen wichtigen Akzent im Kulturleben der Region. „Kunststück“, so nennt sich das Kulturprojekt des Landkreises, das nun schon seit 16 Jahren erfolgreich läuft. Beides haben (von links) Landrat Wilhelm Schneider und Renate Ortloff,... Foto: Ch. Reuther

„Eine Lebensregion wie der Landkreis Haßberge braucht zeitgenössische künstlerische Reflexionen zur Gegenwart sowie Modelle und Visionen für eine nachhaltige Entwicklung“, sagt Landrat Wilhelm Schneider. Gemeinsam mit Renate Ortloff, der Kulturbeauftragten des Landkreises, verwies der Landrat nun bei einem Pressegespräch gleichzeitig auf den Kunstpreis des Landkreises und auf die neue Broschüre „Kunststück“.

Der Landkreis Haßberge setzt mit einem eigenen Kunstpreis einen wichtigen Akzent im Kulturleben der Region. Ziel ist die Begegnung und der Austausch der bildenden Kunst mit aktuellen Themen der Regionalentwicklung. Hierbei leisten Künstler wichtige Beiträge in der Auseinandersetzung mit zentralen gegenwärtigen Problemen. Sie bieten Lösungen an, beispielsweise zum kulturellen und sozialen Miteinander, zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen, zur Integration von Zuwanderern, zur regionalen Identität und Baukultur oder zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

„Ich finde es toll, dass der Kunstpreis weitergeführt wird“, sagt Gerd Kanz, der Preisträger des vor zwei Jahren erstmals vergebenen Preises. Die Entscheidung, den Kunstpreis über die Landkreisgrenze hinaus zu erweitern, lässt den Künstler aus Untermerzbach auf eine hochwertige und spannende Ausstellungseröffnung hoffen. Teilnahmeberechtigt sind Künstler, die in der Region Mainfranken und in der Metropolregion Nürnberg leben und arbeiten. Zudem ist Gerd Kanz Mitglied in der Jury, um unter anderem die künstlerische Qualität der Arbeiten, deren inhaltliche Aktualität und gestalterische Originalität zu bewerten.

Preisvergabe am 22. März 2018

Der Kunstpreis des Landkreises Haßberge, mit dem auch ein Publikumspreis verbunden ist, wird alle zwei Jahre vergeben. Er ist dotiert mit 2000 Euro, der Publikumspreis beschert 500 Euro. Die Ausstellung der nominierten Werke für den Kunstpreis und den Publikumspreis findet vom 25. Februar bis zum 25. März 2018 in Schloss Oberschwappach, Gemeinde Knetzgau, statt. Die Preisvergabe wird am 22. März 2018 erfolgen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 15. November 2017 (24 Uhr).

Der Kunstpreis wird im Rahmen des Kulturprojekts „Kunststück“ vergeben. Dieses Projekt versteht sich als Podium der Bildenden Kunst im Landkreis. Es findet jährlich von September bis März statt. Das Thema der diesjährigen Auslobung lautet: „Regionalreflexionen“, verbunden mit der Frage: „Wie kann Kunst die kulturelle, soziale oder auch infrastrukturelle Charakteristik einer Lebensregion prägen oder beeinflussen?“ Gefordert ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem ländlichen Raum. Initiiert wird der Versuch, durch künstlerische Beiträge Lösungsansätze zu liefern.

Informationen und Bewerbungsmodalitäten zum Kunstpreis gibt es im Internet unter www.kunststueck.hassberge.de oder bei Renate Ortloff, Kulturbeauftragte des Landkreises unter Tel. (0 95 21) 2 73 24.

„Kunststück“, so nennt sich das Kulturprojekt des Landkreises, das nun schon 16 Jahre erfolgreich läuft. Mit der Eröffnungsausstellung des heimischen Künstlers Ryszard Opalinski startet das Projekt in die neue Saison. Die Eröffnungsveranstaltung sowie die Ausstellung des Künstlers finden am 15. September 2017 im Kunsthandwerkerhof von Königsberg statt.

Entsprechend dem Thema „Generationen durch Kunst beflügeln“ sind zahlreiche Angebote von und für Teilnehmer jeden Alters dabei. Ob nun in Workshops, bei Veranstaltungen oder Vorträgen, bei Führungen oder in Filmen, in Ausstellungen und in offenen Ateliers – das „Kunststück“ soll auf vielfältige Art und Weise beflügeln.

Spezielle kulturelle Angebote

Die kulturellen Angebote wurden speziell für das „Kunststück“ ausgearbeitet, wobei nachzutragen ist, dass das Atelier von Gerd Kanz in Untermerzbach (Zum Brauhaus 1) am 30. September und am 1. Oktober geöffnet ist. Der Künstler zeigt seine neuesten Arbeiten in großzügigen Ausstellungsräumen, all dies ist eingebettet in ein historisches Ambiente.

Renate Ortloff verweist auf ansprechende Kurse mit hoch qualifizierten Kunstschaffenden, die Veranstaltungen in verschiedenen Genres anbieten.

Und die Kursgebühren der Kinderworkshops werden wiederum mit 50 Prozent vom Landkreis bezuschusst. Somit soll der Zugang zum kreativen Kunstgestalten den Jüngsten und jungen Familien so attraktiv wie nur möglich gemacht werden.

Neu ist die Einbindung des Kulturangebots in Friesenhausen. Da gibt es einen Malworkshop in der Kreativwerkstatt von Arno Ludwig. Und generationsübergreifend wird die Schauspielkunst für junge Talente oder begeisterungsfähige Junggebliebene auf der Kleinkunstbühne „Die Rolle“ zelebriert.

Wie gehabt, werden erfolgreiche Künstler wie Jannina Hector, Gabriele Schöpplein oder Susanne Becker ihre eigene Kunst vermitteln.

Das „Kunststück“ ist aber nicht nur auf die Bildende Kunst ausgerichtet, es bietet der Kultur einen breiten Raum. So kann man unter anderem bei einer Wanderung im nördlichen Steigerwald auf den Spuren von Herman de Vries wandeln, man kann sich von Fachmann Joachim Zeune durch die Kirchenburg Gossmannsdorf führen lassen, oder man kann bei der Abschiedsveranstaltung von Michael Huth in Rentweinsdorf dem japanischen Körpertheater „Butho“ beiwohnen. Mit „Kunst und Kino“, darunter auch ein Beitrag über Joseph Beuys, wird im Kino Zeil das „Kunsttstück“ abgerundet.

Das Programm ist im Internet eingestellt unter www.kunststueck.hassberge.de; die Broschüren liegen an den bekannten Stellen aus oder können angefordert werden per E-Mail (kulturstelle@hassberge.de).

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