HAßFURT

Leserforum: Es geht um das Wohl der Kinder

Als Reaktion auf die Fridays-for-Future-Bewegung erreichte die Redaktion folgender Leserbrief von Magdalena Denike aus Rügheim.

Ein Aufschrei, eine Hysterie, eine Panikmache in den Medien und auf der Straße in unserem Lande. Der Grund ist Umweltangst. Die verbreitet sich unter den Erwachsenen und wird nun auf die Kinder und Jugendlichen übertragen. Dabei ist gerade Angst das, was unsere Kinder nicht brauchen. Ist nicht der deutsche Staat hellhörig genug und reagiert bereits seit langem auf das Problem Umwelt (Atomausstieg, Kohleausstieg, Windkraft, Stromtrassen, E-Autos, Fahrverbote in den Städten usw.)? Dabei sind wir anderen Ländern in Europa und auf der Welt weit voraus. Ich denke, wir Deutschen sind, was den Umweltschutz betrifft, auf dem richtigen Weg, nur sollten wir nicht alles überstürzen. Steht nicht die Wirtschaft auf dem Spiel? Arbeitsplätze sind gefährdet und die Kosten für Strom, Gas und Öl für den Normalverbraucher bald nicht mehr bezahlbar.

Doch was mich noch mehr wundert ist, dass der Staat dafür als alleiniger Sündenbock für die Zukunft unserer Kinder hingestellt wird. Denn auf der anderen Seite geben die Eltern die Verantwortung der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder ab und überlassen diese ohne große Bedenken dem Staat.

Die materiellen Ansprüche steigen und dabei sind die Kinder sich selbst überlassen. Emotionale Ansprüche werden verdrängt und mit guten Betreuungsmöglichkeiten verteidigt.

Krippen, Ganztags-Kitas und Ganztagsschulen werden als die einzig richtige Zukunft für die Kinder gesehen. Für Betreuungseinrichtungen werden Milliarden ausgegeben mit dem Argument einer besseren Zukunft für die Kinder.

Der Staat soll also die Verantwortung für die Erziehung und Bildung übernehmen. Dafür werden Gesetze erlassen, die die Elternrechte stark einschränken. Ich denke an die „Rechte“ unserer Kinder. Die Kinder sind tagtäglich einem Gruppenzwang ausgesetzt und durch die nicht vorhandene Freizeit ist eine individuelle Entwicklung kaum gegeben. Wo bleibt da die hochgepriesene Qualität?

Nein, das kann nicht gesund sein, so funktioniert das nicht, das darf nicht die Zukunft unserer Kinder sein!

Der große Pädagoge Pestalozzi erkannte: „Erziehung ist Beispiel und Liebe, mehr nicht.“ Da stellt sich doch schnell die Frage, wo diese Grundvoraussetzungen für ein gesundes Heranwachsen eines Kindes sind. Wie kann ein Kind Liebe und Beispiel (Vorbild) erfahren, wenn nicht durch die Eltern. Von Liebe, Geborgenheit, Schutz, Sicherheit, Verständnis, Hilfe, Geduld, Unterstützung und vielem mehr sollte das heranwachsende Kind umgeben sein! Kann der Staat das gewährleisten?

Der Baustein einer jeden Gesellschaft ist die Familie, das habe ich in meinem 14. Lebensjahr im Gemeinschaftsunterricht gelernt. Es geht hier doch um das Wohl unserer Kinder und nicht des Staates!

Magdalena Denike

98461 Hofheim-Rügheim

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