RIEDBACH

Leserforum: Fakten wurden nicht widerlegt

In meinem Leserbrief vom 10.11.2016 „Power to Gas-Anlage in Haßfurt – ein Faktencheck“ wurden gerade im Sinne einer umfassenden Meinungsbildung für die Öffentlichkeit Tatsachen und Fakten genannt, die auch in der Stellungnahme des Vorstandes Nils Müller von Greenpeace Energy nicht widerlegt wurden.

Sie konnten auch nicht widerlegt werden, weil sie auf physikalischen und technischen Tatsachen beruhen.

Es sollte mit meinem Leserbrief sachlich der Unterschied zwischen einer Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff, die ihren Strom aus dem Stromnetz bezieht, wie jeder andere Stromverbraucher auch, und einer erneuten Stromerzeugung, die nur über beträchtliche Verluste in den erforderlichen Prozessen zu erreichen ist, verständlich dargestellt werden.

Gerade auch die Überschrift des aktuellen Artikels vom 15.11.2016 „Überschüssiger Strom lässt sich speichern“ suggeriert, dass es sich hier um eine Speicherung von Strom handelt. Was gerade nicht der Fall ist.

Herr Müller kommt in seinem Standpunkt zu der Aussage „Der Charme und Sinn der Haßfurter Power to Gas-Anlage besteht darin, den teils in erheblichen Mengen anfallenden überschüssigen Strom aus dem Windpark Sailershäuser Wald und anderen Wind- und Solarenergieanlagen im lokalen Netz per Elektrolyse in Wasserstoff umzuwandeln.“

Dem ist entgegen zu halten:Es gibt keine direkte Stromversorgung der PtG-Anlage aus dem Windpark Sailershäuser Wald und anderen Wind- und Solarenergieanlagen.

Entscheidend sind die Verhältnisse im deutschen Stromnetz und nicht die im Sailershäuser Wald.

Den Beweis dafür liefert Greenpeace Energy selbst: Die Steuerung der PtG-Anlage in Haßfurt geschieht von Köln aus.

Die Feststellung zu dem „erheblich anfallenden überschüssigen Strom aus dem Windpark Sailershäuser Wald“ wird darüber hinaus über die anstehenden Jahresberichte der beteiligten Gesellschaften von den kommunalen und privaten Investoren auf den Prüfstand gestellt werden.

Führt der erheblich anfallende überschüssige Strom auch zu einem „Überschuss“ ?

Die weiteren Aussagen von Herrn Müller beschreiben überwiegend ein Wunschdenken für die Zukunft. Die Gegenwart jedoch zeigt bereits einen ständig steigenden Strompreis, der die Wirtschaft ins Ausland treibt und der viele Privatpersonen, denen der Strom abgeklemmt wird, finanziell große Probleme bereitet.

Die zukunftsgerichteten Wünsche von Herrn Müller bestätigen die von mir gemachte Feststellung, dass es eine großtechnische Speicherung von Strom zu wirtschaftlichen Bedingungen nicht gibt und eine solche am Horizont auch nicht absehbar ist.

Claudia Scheuring 97519 Riedbach

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