FORST

Leserforum: Weihe ist kein Menschenrecht

Zu unserer Berichterstattung über den Eklat in Gottesdienst in Forst und zur Bewegung Maria 2.0 erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

Die Aktionen der Bewegung Maria 2.0 (in Forst) lösen in mir einen starken Unmut aus! Bei den Forderungen der Aktivistinnen handelt es sich um einen Rundumschlag, bei dem möglichst alle strittigen Themen zur Rolle der Frau in der katholischen Kirche endlich (wieder) einmal aufs Tapet gebracht werden sollen!

Sind Frauen tatsächlich immer Opfer von Unterdrückung, Meinungsfreiheit und Ungerechtigkeit in der katholischen Kirche? Seit 20 Jahren bin ich unserer Pfarrei ehrenamtlich aktiv – in unterschiedlichen Bereichen. Das Mitgestalten und die Übernahme von Verantwortung waren für mich sehr bereichernd und erfüllend.

Es ist an der Zeit, dass wir Frauen in der Kirche unsere Rolle einnehmen, die sich nicht über das Streben nach dem Priesteramt definiert!

Frauen verfügen über ein eigenes Charisma, mit dem sie über Jahrhunderte Kirche geformt, gestaltet und bereichert haben; ein Charisma, das gerade in unserer Zeit dringend gebraucht wird. Das vielleicht nur außerhalb des hierarchischen Amtes Frucht bringen kann.

Natürlich bedarf es in unserer katholischen Kirche eine Stärkung der Rolle der Frau – in leitenden Ämtern. Daran muss gearbeitet werden!

Allerdings ist die Lösung nicht die Priesterweihe für Frauen, sondern eine große Liebe und Loyalität zur Kirche.

Weihe ist kein Menschenrecht! Sie ist eine Berufung, die von Gott kommt. Diese Berufung ist eine Berufung zum Dienen! So wie wir es in der Biographie von Maria erleben konnten.

Demzufolge darf die Muttergottes nicht von den Aktivistinnen instrumentalisiert werden. Die dienende, aufopfernde Liebe ist in dieser Bewegung für mich nicht erkennbar. Die Inszenierungen – wie in Forst – tragen zu einer Spaltung und Trennung bei. Die Teilnehmerinnen sind dabei Täter nicht Opfer!

Elfriede Nußbaum

97514 Oberaurach

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