KNETZGAU/HAßFURT

Massenunfall auf der A 70: Zwei Opfer in Lebensgefahr

Schwerer Verkehrsunfall auf der A70       -  Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf der A70 zwischen den Anschlussstellen Haßfurt und Knetzgau ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen.
Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf der A70 zwischen den Anschlussstellen Haßfurt und Knetzgau ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen. Foto: NEWS5 / Merzbach (NEWS5)

Bei einem Massenunfall auf der Maintalautobahn A 70 zwischen den Anschlussstellen Horhausen und Knetzgau sind am späten Sonntagnachmittag insgesamt zehn Menschen verletzt worden. Zwei Unfallopfer schweben in Lebensgefahr, vier weitere Personen erlitten schwere Verletzungen.

Nach ersten Erkenntnissen waren insgesamt 17 Fahrzeuge in den Unfall verwickelt.Unfallursache dürfte ein starker Graupelschauer gewesen sein, der die Autobahn kurzfristig mit Eis und Schneematsch bedeckt hatte. Zu dem ersten Verkehrsunfall war es kurz vor 17.30 Uhr in Fahrtrichtung Bamberg gekommen. Offenbar aufgrund des Graupelschauers verlor ein Seat-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam rechts von der Fahrbahn ab und an einer Böschung zum Stehen. Ein Dacia hielt daraufhin auf dem Seitenstreifen, um den Insassen im Seat zur Hilfe zu eilen.

Der Ersthelfer und seine Frau aus dem Dacia brachten den Seat-Fahrer, dessen Beifahrerin und zwei Kleinkinder aus dem Unfallfahrzeug. Nur einen Augenblick später geriet ein Skoda ebenfalls rechts von der Fahrbahn ab, fuhr dabei die Böschung entlang und erfasste schließlich die Frau des Ersthelfers, den aus dem Seat befreiten Fahrer und dessen eines Kind. Die drei Personen erlitten dabei schwerste Verletzungen. Sie wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen.

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Unfall auf der A 70

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Nachdem sich hinter der Unfallstelle bereits ein Stau gebildet hatte, kam es noch zu drei weiteren Folgeunfällen, bei denen mindestens sechs weitere Personen Verletzungen davongetragen haben.

Großaufgebot an Rettungskräften: Vier Hubschrauber im Einsatz

Die Integrierte Rettungsleitstelle Schweinfurt schickte ein Großaufgebot an Rettungskräften zur Unfallstelle beziehungsweise wies sie in Bereitstellungsräume ein. Vier Rettungshubschrauber mit Notärzten landeten auf der Autobahn, drei weitere Notärzte und zahlreiche Sanitäter kamen mit Rettungswägen.
Mehrere Schnelleinsatzgruppen des Bayerischen Roten Kreuzes wurden zur Unterstützung alarmiert.


Rund 125 Feuerwehrkräfte und das Technische Hilfswerk waren ebenfalls im Einsatz. Auch aus dem benachbarten Landkreis Schweinfurt eilten Retter zur Hilfe. Zur Versorgung der verletzten Personen wurde auf der Gegenspur in Richtung Schweinfurt ein Zelt errichtet, in dem Verletzte versorgt und andere Beteiligte betreut werden. Ein Polizeihubschrauber kreiste über der Unfallstelle.


Die Fahrbahnen wurden in beide Richtungen gesperrt. Es bildeten sich lange Staus. CSU-Die Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin Dorothee Bär gehörte zu den Autofahrern, die im Stau standen. Bär meldete sich über Facebook und berichtete, dass die Bildung der Rettungsgassen von Anfang an perfekt geklappt habe. Nach dem Ende der ersten Rettungsarbeiten wurden von der Autobahnpolizei die Staus abgebaut, indem die Autofahrer wenden und zur nächsten Ausfahrt zurückfahren durften.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden auch zwei Sachverständige eingeschaltet.

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