KREIS HASSBERGE

Matthias Kihn bleibt Chef im SPD-Unterbezirk Rhön Haßberge

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Matthias Kihn wurde als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge wiedergewählt. Die Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (links) und die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar (rechts) gratulierten. Foto: Dieter Britz

Matthias Kihn, der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge bleibt weitere zwei Jahre im Amt. Beim Parteitag im Hammelburger Ortsteil Westheim wurde er fast einstimmig von den Delegierten aus 53 Ortsvereinen mit ihren fast 1300 Mitgliedern wiedergewählt.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte er auf zahlreiche Aktivitäten und öffentliche Veranstaltungen verweisen. Mehrere Ortsvereine konnten reaktiviert werden. Bei den Jungsozialisten sei ein Neustart gelungen. Auch die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen sei auf einem guten Weg, ebenso wie die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen. Bei der größten Arbeitsgemeinschaft, der sehr aktiven AG „60plus“, gab es einen Chefwechsel von August Werner zu Werner Thein.

Kihn erinnerte auch daran, dass der Unterbezirk im Rahmen eines großen Empfangs sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat. Bei der Bundestagswahl 2017 und der Landtagswahl 2018 werde der Unterbezirk besonders gefordert, betonte er.

Der Siemens-Betriebsratsvorsitzende Oliver Mauer aus Neustadt ging auf den geplanten Stellenabbau ein: Es könnten deutlich mehr als die 370 angekündigten Stellen werden. „Aus unserer Sicht ist das Ziel von Siemens-Energy der Rückzug aus Deutschland zu Gunsten von Osteuropa oder Ostasien“, betonte er. Ein massiver Stellenabbau schaffe große Probleme nicht nur für Bad Neustadt und den Landkreis Rhön-Grabfeld, sondern weit darüber hinaus.

Die Schweinfurter Landtagsabgeordnete Kathi Petersen gab sich kämpferisch: Europa baue Mauern, um sich die Flüchtlinge vom Leib zu halten. Es gelte, die Fluchtursachen zu bekämpfen und in den Heimatländern Perspektiven für diese Leute zu entwickeln. Sie erinnerte auch daran, dass die 62 Reichsten dieser Welt die Hälfte des Vermögens besäßen. „Auch bei uns haben die reichsten zehn Prozent mehr als die Hälfte.“

Distanz zur Politik abbauen

Die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar forderte in ihrer 20-minütigen Rede einen „neuen Solidarpakt für Deutschland und Europa und soziale und wirtschaftliche Investitionen für die solidarische Mitte“. Die immer größer werdende Distanz zwischen der Bevölkerung und Politik müsse abgebaut werden. Das Gefühl, dass auch die SPD den normalen Alltag der Menschen nicht mehr kennt, sei weit verbreitet.

Die Rechtspopulisten versuchten, sich diesen weit verbreiteten Eindruck „die da oben verstehen uns nicht mehr“ zu Nutze zu machen. „Wir wollen eine Gesellschaft mit mehr Freiheit, mehr Gerechtigkeit und mehr Solidarität bei uns, in Europa und weltweit“, hob sie hervor. Und: „Wir sind die Schutzmacht der kleinen Leute, die Partei derjenigen, die hart arbeiten für die Werte unseres Landes.“ Steuergerechtigkeit müsse ein zentrales Thema in Deutschland werden, das nicht allein mit den Mitteln des Nationalstaates geregelt werden könne. Amazon, Google oder Starbucks müssten ihre Gewinne dort versteuern, wo sie anfallen.

Die SPD habe in Berlin schon viel erreicht, wie den Mindestlohn, die abschlagsfreie Rente zwei Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintritt nach 45 Versicherungsjahren, Milliardeninvestitionen in Kitas, Schulen, Hochschulen, Wohnungsbau, kommunale Infrastruktur, Verkehr sowie bessere Bedingungen in der Pflege, in Krankenhäusern und in der medizinischen Versorgung.

Vorstand und Delegierte

Der neue Unterbezirksvorstand: Vorsitzender Matthias Kihn, Stellvertreter Jürgen Hennemann und Karen Pohle, Schriftführerin Caroline Holzinger, Kassier Bernd Bieber. Beisitzer Lara Albert, Felicitas Delz, Sabine Dittmar, Susanne Kastner, Nicole Keupp, Martina Prieb, Rira Rösch, Maren Schmitt, Dieter Britz, Johann Giglhuber, Wilhelm Göbel, Steffen Hellmuth, Dennis Heuchler, Manfred Hoffmann, Helge Jacobsen, Thorsten Raschert, Robert Römmelt, Bernhard Ruß, Matthias Schmitt, Tobias Schneider, Alfred Schrenk, Wolfgang Speyer, Florian Wildenauer, Reinhard Willimski. Vertreter der Kreisverbände: Norbert Schaub (Bad Kissingen), René van Eckert (Rhön-Grabfeld) und Helmut Dietz (Haßberge).

Vertreter der Kreistagsfraktionen: Wolfgang Görner (Bad Kissingen), Egon Friedel (Rhön-Grabfeld) und Paul Hümmer (Haßberge). Vertreter der Arbeitsgemeinschaften: Werner Thein (60plus), Werner Strätz (AG für Arbeitnehmerfragen), Felix Schwarz (Jungsozialisten) und Johanna Bamberg-Reinwald (AG sozialdemokratischer Frauen). Delegierte zum Landesparteitag: Sabine Dittmar, Karen Pohle, Caroline Holzinger, Matthias Kihn, Felix Schwarz, René van Eckert, Jürgen Hennemann. Delegierte zum Bezirksparteitag: Sabine Dittmar, Lara Albert, Caroline Holzinger, Karen Pohle, Johanna Bamberg-Reinwald, Brunhilde Giegold, Elisabeth Endreß, Jürgen Hennemann, Matthias Kihn, Robert Römmelt, Bernhard Ruß, René van Eckert, Manfred Hoffmann, Dieter Britz, Alfred Schrenk, Felix Schwarz, Paul Hümmer und Thorsten Raschert.

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