HAßBERGKREIS

Matthias Kihn übernimmt die SPD

Der engere Vorstand des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge: rechts der neu gewählte Vorsitzende Matthias Kihn, neben ihm Kassierer Bernd Bieber, Schriftführerin Carolin Holzinger und der bisherige Vorsitzende und jetzige Stellvertreter Jürgen Hennemann. Links die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar. Es fehlt die stellvertretende Vorsitzende Karen Pohle. Foto: Britz

Matthias Kihn aus Mellrichstadt ist neuer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge. Bei einem Parteitag im Alten Amtshaus wurde er von den Delegierten der Ortsvereine aus den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Haßberge und Bad Kissingen fast einstimmig gewählt. Kihn ist damit Nachfolger von Jürgen Hennemann, der seit 1. Mai Bürgermeister von Ebern ist.

60 Delegierte, darunter auch die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar und Bezirksrat Bernhard Ruß konnte Jürgen Hennemann zum Unterbezirksparteitag begrüßen. Leisen Protest in der einen Ecke des Saals und Applaus in der anderen gab es, als die 2. Bürgermeisterin Rita Rösch Bad Neustadt „die lebendigste Stadt im Bäderland“ nannte.

„Wir haben vier harte Wahlkämpfe hinter uns, die uns viel abverlangt haben“, meinte Sabine Dittmar in ihrem Grußwort.

In seinem Bericht hob Jürgen Hennemann hervor, dass Sabine Dittmar aufgrund ihrer Präsenz in den Städten und Gemeinden ein besseres Erststimmen-Ergebnis erzielt habe als die SPD Zweitstimmen. Matthias Kihn und Robert Römmelt hätten trotz guter Wahlkämpfe den Einzug in den Landtag nicht geschafft. Kerstin Westphal bleibe im Europaparlament und Bernhard Ruß sei als Bezirksrat bestätigt worden, freute sich Hennemann.

Die Neuwahlen brachten nicht viele Veränderungen. Jürgen Hennemann, der über zehn Jahren Vorsitzender war und Matthias Kihn, seit fünf Jahren sein Stellvertreter, tauschten die Ämter. Auch Karen Pohle als weitere Stellvertreterin und Kassierer Bernd Bieber bleiben. Einziges neues Gesicht im engeren Vorstand ist Schriftführerin Carolin Holzinger. Matthias Kihn ist 32 Jahre alt, arbeitet als Hauptschullehrer und gehört dem Kreistag Rhön-Grabfeld an. Einer seiner Schwerpunkte ist die Schulpolitik. Er warnte davor, dass zahlreiche Mittelschul-Standorte auch in den Landkreisen des Unterbezirks gefährdet seien. Jeder Kommunalpolitiker wisse „stirbt die Schule, stirbt das Dorf“.

Zum Schluss wurden fünf Anträge einstimmig angenommen: Der SPD-Kreisverband Rhön-Haßberge fordert, dass das geplante Freihandelsabkommen mit den USA die kommunale Daseinsvorsorge und die Organisationsstruktur der Kommunen nicht antasten darf. Außerdem fordert der Kreisverband, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen nicht angetastet wird und dass Leistungen der öffentlichen Hand weiter von der Umsatzsteuer befreit bleiben. Zwei Anträge reichte die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Unterbezirk ein. Darin wird der Abbau der kalten Progression gefordert, außerdem sollen die Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohnes immer den Tariferhöhungen in der Gesamtwirtschaft folgen.

Den Vorstand bilden: Erster Vorsitzender Matthias Kihn (Kreisverband Rhön-Grabfeld - RG), stellv. Vorsitzende Karen Pohle (Kreisverband Bad Kissingen – KG) und Jürgen Hennemann (Kreisverband Haßberge - HAS), Kassierer Bernd Bieber (HAS), Schriftführerin Carolin Holzinger (HAS). Beisitzer Kay Blankenburg (KG), Dieter Britz (KG), René van Eckert (RG), Johann Giglhuber (RG), Willi Göbel (RG), Janis Heller (RG), Manfred Hoffmann (KG), Werner Holzinger (HAS), Helge Jacobsen (KG), Thomas Karg (HAS), Susanne Kastner (HAS), Adolf Lieb (KG), Victoria May (KG), Friedrich Oehm (RG), Helmut Renner (KG), Robert Römmelt (KG), Rita Rösch (RG), Bernhard Ruß (HAS), Alfred Schrenk (KG) und Reinhard Wilimsky (RG). Vertreter der Kreisverbände im Vorstand sind Wolfgang Brühl (HAS), Sabine Dittmar MdB (KG), und Egon Friedel (RG). Die Kreistagsfraktionen vertreten Paul Hümmer (HAS), Wolfgang Görner (KG) sowie Thorsten Raschert (RG). Für die Arbeitsgemeinschaften sind Klaus Peter Kackert (Arbeits gemeinschaft 60pus), Werner Strätz (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) und Florian Kiesenbauer (Jungsozialisten) im Vorstand.

Delegierte zum Landesparteitag: Wolfgang Brühl, Sabine Dittmar, Jürgen Hennemann, Carolin Holzinger, Matthias Kihn, Rita Rösch, Bernhard Ruß, Victoria May.

Delegierte zum Bezirksparteitag: Johanna Bamberg-Reinwald, Bernd Bieber, Kay Blankenburg, Dieter Britz, Wolfgang Brühl, Helmut Dietz, Sabine Dittmar, René van Eckert, Egon Friedel, Brunhilde Giegold, Jürgen Hennemann, Carolin Holzinger, Paul Hümmer, Matthias Kihn, Robert Römmelt, Rita Rösch, Bernhard Ruß und Alfred Schrenk.

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