HAßFURT

Mit 90 immer noch fit: Schwester Adelgunde

Bürgermeister Günther Werner, Kaplan Nicolas Kehl und der stellvertretende Landrat Oskar Ebert überbrachten ihre Glückwünsche zum 90. Geburtstag von Adelgunde Hartung, die in Haßfurt und darüber hinaus als „Schwester Adelgunde“ bekannt ist.
Bürgermeister Günther Werner, Kaplan Nicolas Kehl und der stellvertretende Landrat Oskar Ebert überbrachten ihre Glückwünsche zum 90. Geburtstag von Adelgunde Hartung, die in Haßfurt und darüber hinaus als „Schwester Adelgunde“ bekannt ist. Foto: Christian Licha

Bei guter Gesundheit konnte bereits am Samstag Adelgunde Hartung aus Haßfurt ihren 90. Geburtstag feiern. „Ich danke Gott, dass ich mich noch alleine zu Hause versorgen kann“, sagte die Jubilarin und langjährige Gemeindeschwester jetzt am Mittwoch bei einem Pressetermin. Ihr ganzes Leben lang hat Gott und die katholische Kirche die beliebte Frau begleitet, die in Haßfurt auch unter dem Namen „Schwester Adelgunde“ sehr beliebt ist.

1929 in Hendungen im jetzigen Landkreis Rhön-Grabfeld geboren, arbeitete Adelgunde Hartung zuerst mit in der elterlichen Landwirtschaft. „Ich habe Kühe gemolken und auch sonst alles gemacht, was auf dem Hof angefallen ist“, blickte sie zurück und erzählte, dass ihr dies nicht geschadet habe und es damals üblich war, dass die ganze Familie zusammen anpackt.

Neuer Ausbildungsweg als Fügung

Als Fügung Gottes bezeichnete Adelgunde Hartung, dass sie im Jahre 1949 eine Ausbildung zur Seelsorgehelferin beginnen konnte. Damals war dieses Berufsbild nämlich noch nicht verbreitet und sie war eine der ersten Frauen, die sich für diese Tätigkeit begeisterten.

Nach einer 14-jährigen Anstellung in der Pfarrgemeinde Niedernberg und dem benachbarten Ort Obernau (Landkreis Miltenberg) fand sie in Haßfurt ein breites Betätigungsfeld. Für die ehemaligen Pfarrer Richard Körner, Albert Neugierg und Reinhold Schmitt war sie mit ihrer vielfältigen Begabung und ihrem Pflichtbewusstsein eine wertvolle Mitarbeiterin. Neben der Unterstützung in der Seelsorge war sie auch eine wichtige Mitarbeiterin im Pfarrbüro, das sehr lange ihrer alleinigen Verantwortung unterstand.

Sie erfüllte vielfältige Aufgaben

Schwester Adelgunde unterrichtete auch Religion an verschiedenen Schulen und hatte stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Kinder. In der Pfarrei St. Kilian war sie Kommunionhelferin, Lektorin und hielt auch Glaubenskurse für Russlanddeutsche ab. Sie organisierte Caritassammlungen und baute einen sozialen Helferkreis mit auf, der regelmäßig Mitmenschen in Krankenhäusern und Altenheimen besucht. Von Anfang an im Jahre 1967 war sie als Gründungsmitglied beim Katholischen Seniorenkreis dabei und hatte dessen Leitung bis 2004 inne. Von der Gemeindereferentin bildete sich Adelgunde Hartung zur Wortgottesdienstleiterin fort und hielt noch bis vor vier Jahren Feiern im Haßfurter Krankenhaus ab. Lange Jahre war sie stellvertretende Vorsitzende des Senioren-Forums im Dekanat Haßfurt.

Dank für selbstloses Wirken

Im Dienstagsgottesdienst in der Ritterkapelle dankte Pfarrer Stephan Eschenbacher offiziell Adelgunde Hartung für ihr selbstloses Wirken und gratulierte ihr zum Jubeltag mit einem Blumenstrauß. Ihren eigentlichen Geburtstag feierte sie im Kreise der Familie im heimatlichen Hendungen. Den Glückwünschen schlossen sich jetzt auch der stellvertretende Landrat Oskar Ebert, Bürgermeister Günther Werner und Kaplan Nicolas Kehl an und wünschten Schwester Adelgunde vor allem noch weiterhin viel Gesundheit. (CL)

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