KNETZGAU (CR)

Mitglieder halten Vereine am Leben

Diese Mitglieder halten seit 25 und 30 Jahren dem Feuerwehrverein Knetzgau die Treue. Dafür dankten Vorsitzender Thomas Finger (links) und sein Stellvertreter Dominik Barthelmann (vorne, rechts) sowie Bürgermeister Stefan Paulus (Dritter von links). Foto: Christiane Reuther

Im Rahmen eines Ehrenabends würdigte der Feuerwehrverein Knetzgau zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein. Vorsitzender Thomas Finger dankte sowohl den geehrten Männern für ihr Engagement als auch deren Ehefrauen und Lebenspartnerinnen. Ein Verein und dessen Vereinsleben können immer nur so gut sein, wie seine Mitglieder, sagte Finger. So galt all denjenigen ein besonderer Dank, die immer wieder bereit sind, ihre Freizeit zu opfern, um den Verein zu unterstützen, sei es bei Festen, Festzügen oder sonstigen Arbeitseinsätzen – und dies über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Der Vorsitzende machte sich gleichzeitig Sorgen, ob man in 50 Jahren noch Mitglieder für langjährige Treue ehren könne. Die Zeit sei geprägt von Hektik, Zeitdruck, Schnelllebigkeit und einem großen Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Das Arbeiten rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen mache die aktive Mitgliedschaft in einem Verein nicht leichter. Finger hinterfragte, wie es alteingesessene Vereine schaffen, diesen Wandel zu verkraften. Die Frage, ob das Vereinssterben weiter voranschreitet, weil niemand mehr Interesse und Zeit hat, seine Freizeit für das Allgemeinwohl und das Vereinsleben zu opfern, könne er nicht beantworten.

Er sei sich aber sicher, dass mit jedem sterbenden Verein auch ein Stück Tradition verloren geht. Jeder habe es selbst in der Hand, einen Verein am Leben zu halten. Die zahlreichen Geehrten würden dies mit ihrer Anwesenheit letztendlich beweisen.

Auch Bürgermeister Stefan Paulus würdigte das Engagement der Geehrten, die zum einen als aktive Feuerwehrmitglieder bei unzähligen Einsätzen aktiv sind und sich zum anderen im Feuerwehrverein engagieren, um mitzuhelfen, dass ein lebendiges Dorfleben aufrecht erhalten werden könne. Durch das Erzielen von Einnahmen unterstütz der Verein finanziell Anschaffungen der Feuerwehr. Die Gründung des Vereins vor vielen Jahren sei nicht geräuschlos über die Bühne gegangen, da vielen die Sinnhaftigkeit eines Feuerwehrvereins nicht eingeleuchtet habe.

Mittlerweile sei er aber zu einer festen Institution in der Gemeinde geworden, deren Mitglieder sich bei zahlreichen Veranstaltungen über Jahre hinweg eingebracht haben. Das Gemeindeoberhaupt bat die Anwesenden, sich auch weiterhin im Feuerwehrverein zu engagieren.

Die Geehrten der Freiwilligen Feuerwehr Knetzgau

• 25 Jahre: Thomas Fritzel, Holger Hauck, Jürgen Klauer, Stefan Kleinbeck, Christian Krämer, Heinz Krines, Harald Mantel, Holger Pfuhlmann, Jürgen Weißkopf.

• 30 Jahre: Gerhard Dummer, Bruno Hetzel, Hans-Theo Heueck, Jürgen Koppitz, Manfred Kraus, Peter Kraus, Roland Krienes, Heinrich Lindner, Roland Mäder, Roland Ruß, Ralf-Peter Schenk, Hilmar Schenk, Mathias Schenk, Rainer Schneider, Hubert Schwab.

• 40 Jahre: Willi Bachmann, Heinrich Düring, Josef Fuß, Josef Gebhardt, Roland Johannes, Richard Mantel, Franz Meininger, Albin Mergenthaler, Otto Öffner, Franz-Josef Schäfer, Edgar Schenk, Herbert Schenk, Erwin Schlereth, Gerhard Schmitt, Manfred Schneider, Eusebius Stahl, Josef Wirth, Otto Wölfel, Richard Wölfel.

• 50 Jahre: Franz Düring (Haigstraße), Franz Düring (Westheimer Str.), Julius Düring, Roland Einbecker, Josef Frank, Herbert Karg, Hans Krämer, Anton Langhans, Bruno Langhans, Rudolf Langhans, Arthur Lösch, Manfred Mäder, Willibald Mahr, August Popp, Anton Ruß, Richard Schenk, Hans Schnös, Ludwig Seidlitz, Josef Sillober, Edmund Stiller, Heinrich Waldhäuser, Günter Zehe.

• 60 Jahre: Eduard Glotzmann, Franz Glotzmann, Christian Kraus, Josef Kraus, Alfred Löffler, Franz Möhler, Simon Schneider, Raimund Schnös, Hans Waldhäuser.

• 70 Jahre: Otto Mergenthaler, Hans Rüttinger.

• 75 Jahre: Heinrich Betz.

Über 40, 50 oder gar 60 Jahre haben diese Mitglieder des Feuerwehrvereins Knetzgau Durchhaltevermögen bewiesen. Für ihre Unterstützung durch den jahrelangen Einsatz dankten Vorstand und Bürgermeister beim Ehrenabend. Foto: Christiane Reuther

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