MAROLDSWEISACH

Mitreißend in jeder Hinsicht

Vielseitig und überzeugend: Nicht nur mit geistlichen Liedern brillierte der „Gospelchor Haßberge“ am Samstag in der evangelischen Kirche Maroldsweisach. Eine Jazzformation und der Kleine Bezirksposaunenchor trugen das Ihre zum Gelingen des Konzertabends bei.FOTO: Beate Dahinten
Vielseitig und überzeugend: Nicht nur mit geistlichen Liedern brillierte der „Gospelchor Haßberge“ am Samstag in der evangelischen Kirche Maroldsweisach. Eine Jazzformation und der Kleine Bezirksposaunenchor trugen das Ihre zum Gelingen des Konzertabends bei.FOTO: Beate Dahinten

Einen „Ohrenschmaus“ hatte Kirchenvorstand Harald Deringer in seiner Begrüßung in der evangelischen Kirche von Maroldsweisach angekündigt – und das war nicht zu viel versprochen: In der Reihe „Kirchenmusik in den Haßbergen“ boten Sänger und Musiker am Wochenende ein mitreißendes Programm. Der Gospelchor Haßberge, unterstützt von einer vierköpfigen Jazzformation, sowie der Kleine Bezirksposaunenchor gastierten am Samstag in Maroldsweisach und tags darauf in Westheim.

Die schwungvolle Version von „Tut mir auf die schöne Pforte“, das swingende „Michael row the boat“ oder auch „Lobe den Herrn, sing ihm dein Lied“ waren schon von sich aus dazu prädestiniert, dass sich der „Groove“ aufs Publikum übertrug. Außerdem legte sich Dekanatskantor Matthias Göttemann nicht nur am Dirigentenpult mächtig ins Zeug, sondern bewies auch noch Entertainerqualitäten. Wie er bei „Lord we praise you“ so durch den Mittelgang tigerte und die Zuhörer – hie und da mit einem witzigen Kommentar unterlegt – zum Mitsingen animierte, dass ließ nur wenige unberührt.

Die bewährte Mischung aus flotten und getragenen Stücken - in die letztgenannte Kategorie gehörten etwa „Deep River“ oder „Go down, Moses“ – verfehlte auch diesmal nicht ihre Wirkung. Vor allem aber war es die musikalische Qualität der Darbietungen, die das Publikum ein ums andere Mal begeisterte. Das galt für den Gospelchor genauso wie für die Bläser unter der Leitung von Jürgen Koch, die hauptsächlich mit Pop-Klängen etwa aus der Feder des zeitgenössischen Komponisten Michael Schütz aufwarteten. Und die Jazz-Combo, bestehend aus Urs John (Piano), Nadine Winziers (Saxophon), Felix Himmler (Bass) und Max Ludwig (Drums), steuerte zusätzlich zur Begleitung des Chores zwei Instrumentalstücke bei.

Anleihen bei der Popmusik machte auch der Chor, etwa mit „Circle of life“ von Elton John oder „Sailing“ von Rod Stewart. Und während solche Erweiterungen des geistlichen Programms üblich sind, sorgten zwei französische Stücke für einen besonderen Akzent: „La mer“ und „La Chapelle de harlem“. Interaktiv wurde es dann nochmal beim „Amen“, das in kaum einem Gospelkonzert fehlt. Und wenn man der Welt erzählen will, dass Gott der Seele Freude gegeben hat, geht das natürlich nicht in Trauerstimmung.

Insgesamt drei Zugaben rundeten das Programm ab. Lust zum Mitsingen übrigens machte der Chor nicht nur bei diesem Konzert: Dekan Jürgen Blechschmidt warb als Chormitglied und Moderator dafür, beim nächsten Projekt „Gospelchor Haßberge“ mitzumachen. Start ist am 3. Juli 2015.

Die nächste Veranstaltung der „Kirchenmusik in den Haßbergen“ steht schon am 15. November an. Die Kantorei Haßberge, das Orchester Würzburg und Solisten interpretieren das Requiem von Gabriel Fauré sowie dessen „Cantique de Jean Racine“. Das Konzert in der katholischen Pfarrkirche Haßfurt beginnt um 20 Uhr.

Ausflüge in weltliche Sphären: Der Kleine Bezirksposaunenchor wartete hauptsächlich mit Pop-Klängen auf.FOTO: Beate Dahinten
Ausflüge in weltliche Sphären: Der Kleine Bezirksposaunenchor wartete hauptsächlich mit Pop-Klängen auf.FOTO: Beate Dahinten

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