NASSACH

Mobilfunk bleibt ein Problem

In der Bürgerversammlung im Landjugendheim stand am Montag die künftige Entwicklung des Aidhäuser Ortsteiles Nassach im Fokus der Ausführungen von Bürgermeister Dieter Möhring. So soll der Ortsteil am Haßbergtrauf für die Zukunft fit gemacht werden. Neben der Erneuerung der Wasserleitung vom Brunnenhaus am Hochbehälter bis zur Braugasse und in einigen innerörtlichen Straßenzügen werde auch die Steuerungstechnik für die Förderpumpen modernisiert. Auch die Zeit der Freileitungen der Stromversorgung in Nassach gehe im Rahmen der Erdverkabelung der Straßenbeleuchtung zu Ende. Die Straßenleuchten werden mit Kosten von rund 83 000 Euro auf energiesparende LED-Technik umgebaut. Zeitgleich werden die Leerrohre für den Ausbau der Breitbandversorgung für den späteren Einbau von Glasfaserkabel größtenteils vom Gemeindebautrupp verlegt. Die Materialkosten für die Leerrohre werden mit 40 000 Euro – ohne Erdaushub – angegeben. Der höchste Kostenfaktor seien hierbei die Tiefbauarbeiten, so der Bürgermeister. In Kombination mit der Erdverkabelung der Straßenlampen, der Erneuerung der Wasserleitungen und der Verlegung der Breitbandleerrohre könnten hier erhebliche Einsparungen erzielt werden.

Warten müsse der Ortsteil auch bei der Verbesserung der Mobilfunkversorgung. Bürgermeister Möhring berichtete über die Infoveranstaltung der Telekom Ende Januar zum geplanten Mobilfunkausbau im Gemeindebereich. Es stellte sich heraus, dass der einzige Flächenversorger im Gemeindegebiet Aidhausen mit Standort im Rottensteiner Forst (e-plus Funkmast auf der Nassacher Höhe) die künftigen Anforderungen hinsichtlich Kapazität und Bandbreite nicht erfüllen könne. Hinsichtlich der Datenübermittlung bestünden große Lücken, zudem seien mehrere Bereiche im Gemeindebereich ohne Mobilfunkversorgung. Inzwischen stehe nicht mehr die Kommunikation (Telefonverbindungen), sondern die Datenübertragung (Internet) bei der Handynutzung im Vordergrund und das wird im Bereich des künftigen Mobilfunkausbaues (G5) in den Kommunen der Schwerpunkt werden.

Wie Möhring dazu erläuterte, müsse deshalb der Funkmast der Basisstation möglichst nahe an den Nutzern im Zentrum des Versorgungsbereiches platziert werden, um eine große Bandbreite für Sprach- und Datenübermittlung mit hoher Reichweite zu erhalten, so die Meinung der Telekomexperten. Deshalb sei für den geplanten Funkmast mit einer Höhe von rund 30 Metern als Standort der nördliche Ortsrand von Aidhausen am Ende des Hürbelweges (Flurweg nach Nassach) vorgesehen. Bei der Standortbescheinigung des Mobilfunkmastes werde die Einhaltung der Grenzwerte und die einzuhaltenden Sicherheitsabstände (220 Meter) zur Wohnbebauung durch die Bundesnetzagentur sichergestellt. Dieser Standort sei von den Technikern der Telekom festgelegt worden, die Gemeinde habe keinen Einfluss auf die Festlegung des Funkmaststandortes, erläuterte Möhring.

Wie die Telekom in der seinerzeitigen Infoveranstaltung in Aidhausen mitteilte, würden auf dem Funkmast mit drei Antennen die Orte Aidhausen und Kerbfeld versorgt, wobei allerdings für Kerbfeld eine weniger hohe Bandbreite erreicht werde. Trotzdem werde in beiden Orten eine wesentliche Verbesserung erreicht. Nassach ginge bei der Mobilfunkversorgung leider leer aus.

Auf die Frage der Mitbenutzung des Mobilfunkmastes durch andere Netzbetreiber (Vodafon) sagte Möhring, dass die Telekom vom Gesetzgeber verpflichtet sei, die Mitbenutzung zu ermöglichen. Nach der Erteilung der Baugenehmigung und der Standortbescheinigung könne der Mobilfunkmast im Laufe des nächsten Jahres errichtet werden.

Für Bürgermeister Möhring steht fest: „Wir müssen diese Chance zum Mobilfunkausbau für unsere Gemeinde nutzen.“ Eine gute Mobilfunkabdeckung sei für einen Wohn- und Arbeitsstandort enorm wichtig, meint der Bürgermeister. (uk)

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