HASSFURT

Motive könnten unterschiedlicher kaum sein

Nachwuchsmaler stellen aus: Während es in Fiona Mohrs Bildern immer um Menschen geht, will sich René Appel bei seiner Motivauswahl nicht festlegen.FOTO: Carmen Schuler-Bierbaums

Das Café „Susi & Strolch“ in Haßfurt bietet Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke kostenfrei auszustellen. Jeweils zwei Monate lang können Gäste des Cafés die jeweiligen Kunstwerke dann bei einer Tasse Kaffee ausführlich betrachten.

Die beiden jungen Maler Fiona Mohr aus Haßfurt und René Appel aus Obertheres nehmen dieses Angebot zurzeit in Anspruch. Unterschiedlich präsentieren sich die Bilder der Schulfreunde, die sich seit der achten Klasse kennen und irgendwann festgestellt haben, dass sie das gleiche Hobby verbindet.

Während die Bilder der 17-jährigen Fiona immer Menschen darstellen, hat der gleichaltrige René kein bestimmtes Motto. Er malt, wozu er gerade Lust hat. Und das wahlweise in Acryl auf Leinwand oder Platte, mit Strukturpaste, Graffiti oder mit Spray. „Eigentlich male ich schon immer“, erzählt der Oberthereser, „früher mit Vorliebe Hubschrauber“. Erst, als er in der Schule mehr über Kunst gelernt hat, wählte er seine Motive gezielter.

Fiona Mohr dagegen haben es schon immer Menschen angetan. „Sie haben mich schon immer fasziniert und interessiert“, berichtet sie. „Für mich ist es einfach toll mitzuerleben, wie aus meiner Fantasie heraus auf der flachen Leinwand ein Kopf entsteht“, schwärmt sie.

Aber nicht nur die Motive unterscheiden sich bei den jungen Nachwuchskünstlern. Auch ihre Arbeitsweisen könnten unterschiedlicher nicht sein. Denn während Fiona „in einem Fluss“ durcharbeitet, bis ihr Werk fertig ist, kann es bei René schon mal, wie bei dem Bild mit den Federn, eine Woche dauern. „Besonders da hab ich sehr viel Zeit und Arbeit investiert“, gesteht er.

Ob beide später einmal ihren Lebensunterhalt mit der Malerei verdienen, glauben sie momentan nicht. Fiona Mohr macht eine Ausbildung zur Produktmanagerin und könnte sich gut vorstellen, danach Kunst zu studieren. René dagegen schwebt ein Architekturstudium vor.

Gefreut haben sich beide, dass bisher jeder ein Bild aus der Ausstellung verkauft hat. Das gefällt auch Cafébesitzerin Nathalie Kaup. Viele Gäste empfänden die wechselnden Ausstellungen als angenehm. „Außerdem haben wir so alle zwei Monate eine neue Dekoration.“ Zu bewundern sind die Malereien von Fiona Mohr und René Appel noch bis Mitte Juli.

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