Bamberg

Neue Professuren und Informatik-Studienplätze

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg erhält neue Informatik-Studienplätze, zusätzliche Stellen und finanzielle Mittel. Das verkündete kürzlich Ministerpräsident Markus Söder. Durch Förderzusagen aus verschiedenen Programmen werde die Universität bis 2023 deren informatische Fächer und weitere Forschungsschwerpunkte stärken können, heißt es in einer Pressemitteilung.

In den kommenden drei Jahren werden weitere 388 Informatik-Studienplätze eingerichtet. Dafür werden der Universität Bamberg Stellen für zwölf Professuren zugewiesen, von denen drei bereits 2020 besetzt werden. Außerdem stellt die Bayerische Staatsregierung insgesamt 1,7 Millionen Euro an Sachmitteln zur Verfügung. „Wir verbinden bereits seit 2001 Informatik-Fächer mit Geistes-, Kultur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Die zusätzlichen Stellen und finanziellen Mittel erlauben es uns, die interdisziplinär vernetzte Informatik als Querschnittsdisziplin noch deutlicher auszubauen“, erläutert Prof. Godehard Ruppert, Präsident der Universität. 

Um die Forschung an der gesamten Universität zu stärken, erhält die Uni Bamberg zudem Stellen für elf Professuren und 17 Stellen für weiteres Personal. Dazu gehören auch rund 2,1 Millionen Euro Sachmittel.2020 werden die ersten drei Professuren besetzt. Vier Schwerpunkte prägen das Forschungsprofil der Universität Bamberg: „Digitale Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften“, „Empirische Sozialforschung mit den Schwerpunkten Bildung und Arbeit“, „Erschließung und Erhalt von Kulturgut“ sowie „Kultur und Gesellschaft im Mittelalter“.

Fördermittel für Graduiertenschule

Darüber hinaus hat die Bayerische Staatsregierung finanzielle Mittel zugesichert, um ausgelaufene Projekte der Exzellenzinitiative weiter zu fördern. Das betrifft an der Otto-Friedrich-Universität die Bamberg Graduate School of Social Sciences (BAGSS), die 2010 gegründet wurde. Der Freistaat Bayern hat die Graduiertenschule von Anfang an mit 25 Prozent der Fördermittel unterstützt, da es sich um eine Bund-Länder-Initiative handelt. Mit diesem Landesanteil wird die BAGSS weiterhin gefördert. 

Eine Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung steht noch aus: In einem Wettbewerb wird festgelegt, wie 50 Professuren im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) auf die bayerischen Hochschulen verteilt werden. Die Universität Bamberg beteiligt sich mit einem Verbundantrag an dem Wettbewerb, der bei der „Hightech Agenda Bayern“ ausgelobt wird.

Die Universität Bamberg beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit KI. Der Masterstudiengang Angewandte Informatik bietet etwa den Studienschwerpunkt Künstliche Intelligenz an. Forscher entwickeln nachvollziehbare und transparente intelligente Technologien. Sie sollen den Menschen nicht ersetzen, sondern unterstützen. Schwerpunkte der Bamberger KI-Forschung sind Bildung, Geistes- und Sozialwissenschaften.

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