FRIESENHAUSEN

Neues Café mit besonderen Ideen in Friesenhausen

Frisch zubereitetes Gemüse der Saison, hausgemachte Kuchen und ausgefallene Leckereien wollen Christian Wittmann und Karin Schönewolf künftig im Café „VeReNa“ in Friesenhausen anbieten. Bei der Einrichtung haben der Betreiber und die Geschäftsführerin viel Wert auf Nachhaltigkeit... Foto: Gudrun Klopf

Vegetarisch, regional, nachhaltig – diese Eigenschaften verbergen sich hinter dem Namen „VeReNa“. Am Freitag öffnet das Café „VeReNa“ in der Ringstraße in Friesenhausen erstmals seine Türen, um die Gäste mit vegetarischen Spezialitäten zu verwöhnen.

„Wir wollten im Dorf die Möglichkeiten schaffen, etwas zu essen und zu trinken zu bekommen“, erklärt Christian Wittmann, warum er künftig in dem Ortsteil von Aidhausen ein Café betreiben wird. Immer wieder werde er im Dorf von Wanderern oder Kulturinteressierten nach einer Einkehrmöglichkeit gefragt. Neben Touristen soll das Café aber natürlich auch den Einheimischen einen gemütlichen Ort zur Begegnung bieten.

Der nächste Schritt

Wittmann ist Vorsitzender des Vereins „besser gemeinsam leben“ mit Sitz in Friesenhausen. Der im Jahr 2016 gegründete Verein fördert neben ökologischen und sozialen Projekten auch kulturelle Zwecke, wie etwa die Kleinkunstbühne „Die Rolle“. Bei Veranstaltungen habe der Verein hier stets ausschließlich Vegetarisches angeboten. „Das Publikum war begeistert, es gab nur tolles Feedback“, sagt Wittmann. „Jetzt wagen wir den nächsten Schritt und ziehen es mit festen Öffnungszeiten richtig auf.“ Da „besser gemeinsam leben“ als gemeinnütziger Verein das Café „VeReNa“ nicht betreiben kann, fungiert Wittmann privat als Inhaber.

Mit Karin Schönewolf hat er eine Geschäftsführerin für das Café gefunden, die sich mit Herz und Hand in ihre neue Aufgabe stürzt. „Ich wollte schon mein ganzes Leben lang eine eigene Wirtschaft oder ein eigenes Café betreiben“, strahlt die Friesenhäuserin. Im Café „VeReNa“ ist sie Frau für alles. Liebevoll hat sie die Räume gestaltet. Das Thema Nachhaltigkeit spielt nicht nur bei den angebotenen Speisen ein Rolle. Auch in der Ausstattung des Cafés kommt es zum Tragen. Das Retro-Küchenbuffet aus Resopal strahlt den Charme der Sechzigerjahre aus. Die Stühle stammen aus einem aufgelösten Café in Augsburg, das Geschirr aus der Wühlkiste und aus Spenden. Servietten und Vorhänge hat Schönewolf aus alter Bettwäsche genäht. Das Erdgeschoss und der erste Stock des Mehrzweckhauses, der Freisitz und der Veranstaltungsraum der Kleinkunstbühne bieten Platz für über 80 Personen – bestens geeignet für Feierlichkeiten jeder Art, wofür man die Räume, mit oder ohne Bewirtung, auch mieten kann. Reichlich Kocherfahrung hat Karin Schönewolf in den vergangenen Jahren in den Ferienhäusern am Ort und bei größeren Veranstaltungen gesammelt. Hier wie dort ist sie eine gefragte Köchin.

Saisonale Produkte

Vegane und vegetarische Köstlichkeiten will Schönewolf im Café servieren. „Wir verwenden so viel wie möglich saisonale und biologische Produkte.“ Ein großer Teil des Gemüses wird zunächst vom Gemüseprojekt des Vereins geliefert. Bereits im zweiten Jahr bauen Vereinsmitglieder nahe beim Dorf auf 2800 Quadratmetern Acker gemeinsam Gemüse, Salat und Kartoffeln an. Im nächsten Jahr soll noch ein Beerenfeld dazu kommen. „Auf unserem Gemüsefeld kracht es gerade richtig“, freut sich Wittmann über die Erträge. Über 1000 Kilogramm Tomaten ernteten die Hobbygärtner bereits. Natürlich wird zur Café-Eröffnung auch der Paradiesapfel, wie die rote Frucht von den österreichischen Nachbarn genannt wird, vertreten sein – sei es als Gazpacho, frisch geerntet oder in verarbeiteter Form. „Frisch und gesund, vom Acker in den Topf“, will Karin Schönewolf Gemüsecurrys, Suppen, Quiches, Flammkuchen und vieles mehr aus den biologischen Zutaten zaubern. Was das Vereinsbeet nicht abdeckt, wird bei lokalen Landwirten und anderen Bio-Anbietern gekauft. „Wenn vegetarische Küche gut gemacht ist, vermisst niemand Fleisch und Wurst“, ist die begeisterte Köchin überzeugt.

Taktisch kluge Öffnungszeiten

Weil viele Gastwirtschaften in der Umgebung montags geschlossen haben, öffnet „VeReNa“ jeden Montag um 18 Uhr. Am Dienstag gibt es ab 9 Uhr Frühstück und anschließend Cafébetrieb. Auch die Veranstaltungen in der „Rolle“ werden vom Café bewirtet. Wo nötig, unterstützt der Verein, ganz im Sinne seiner festgeschriebenen Zwecke – sei es mit der Organisation der Veranstaltungen, mit Werbung, Kuchenbacken oder Bewirtung. „Es geht mir darum, dass wir hier gemeinsam etwas machen“, begründet Wittmann sein Engagement.

Mouskouri-Double tritt auf

„Wir sind total gespannt, wie das Angebot anläuft und wie es sich entwickelt“, freut er sich mit Schönewolf auf die Eröffnung. Die findet am Freitag, 27. September, ab 18 Uhr statt. Angeboten werden vegetarische Spezialitäten, musikalisch umrahmt mit einem Double von Nana Mouskouri. Am Samstag, 28. September, wird das Café um 14 Uhr offiziell eröffnet. Neben dem Cafébetrieb verkauft der Verein frisches Gemüse und andere Leckereien vom Beet. Ab 19 Uhr präsentiert das Fred Munker Trio Arrangements berühmter Filmmusik. Das Trio wird erweitert um den Saxofonisten Stephan Greisinger.

Schlagworte

  • Friesenhausen
  • Gudrun Klopf
  • Bettwäsche
  • Gemüse
  • Gerichte und Speisen
  • Köche
  • Nana Mouskouri
  • Suppen
  • Vegetarische Kost und Küche
  • Vegetarismus
  • Veranstaltungen
  • Vorhänge
  • Äcker
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!