Haßfurt

Neunjährige Anna Hofmann ist Haßfurts Sportlerin des Jahres

Haßfurts Sportler des Jahres 2019 wurden (vorne von rechts) die beiden Schwimmer, die neunjährige Anna Hofmann und ihr zehn Jahre älterer Teamkollege Jonathan Bischoff (beide SC Haßberge). Als beste Mannschaft wählte die Jury die Ballettschule "On Point" (LK 2+3). Bürgermeister Günter Werner (links), Stefan Göb von der Stadt Haßfurt sowie Sportredakteur Matthias Lewin (hinten rechts), gratulierten den Gewinnern. Foto: Ralf Naumann

Schon zum 42. Mal feierte Haßfurt in der Stadthalle seine Sportler, die mit tollen Leistungen und Erfolgen auf sich aufmerksam machten und die Kreisstadt hervorragend repräsentierten. Besonders gelungen ist dies der Schwimmerin Anna Hofmann, ihrem Teamkollegen Jonathan Bischoff sowie der Leistungsklasse 2 und 3 der Ballettschule "On Point". Bürgermeister Günther Werner zeichnete sie als "Sportler" sowie "Mannschaft des Jahres" aus. Sportredakteur Matthias Lewin und überreichte die von der Main-Post gestifteten Pokale.

Und dabei gab es eine Alters-Premiere: Anna Hofmann aus Neubrunn ist mit gerade einmal neun Jahren die bisher jüngste Preisträgerin. Die Grundschülerin erhielt die Auszeichnung für fünf erste Plätze in verschiedenen Disziplinen bei den unterfränkischen Meisterschaften. "Ich war so schnell", begründet das Mädchen dabei ganz selbstbewusst ihre Siege über die 50 Meter Brust, Rücken, Schmetterling und Freistil sowie 100 Meter Brust.

Jonathan Bischoff zum dritten Mal Sportler des Jahres

Seit "seit drei, vier Jahren" ist sie beim Schwimmclub (SC) Haßberge dabei. Und ein neues Ziel hat sich Anna auch schon gesetzt: "Ich möchte dieses Jahr auf die Bayerische", macht sie deutlich, dass sie auch in Regensburg gute Leistungen anstrebt. Bleibt noch eine Frage: Warum hat sie sich eigentlich für das Schwimmen entschieden? "Weil es mir Spaß macht", lautet ihre ganz einfache Antwort.

Derweil ist ihr zehn Jahre älterer Teamkollege Jonathan Bischoff fast schon ein alter Hase. Bereits 2013 sowie 2014 stand der Haßfurter in der Stadthalle ganz oben. Für ihn selbst ist die nun dritte Wahl "etwas überraschend", da er aufgrund seines Elektrotechnikstudiums in Schweinfurt derzeit nicht mehr ganz so aktiv ist. Trotzdem gewann Bischoff zahlreiche Wettbewerbe bei den unterfränkischen Meisterschaften.

Zudem schwamm er bei der bayerischen Juniorenmeisterschaft im Würzburger Wolfgang-Adami-Bad über 50 (30,66 Sekunden) sowie über 100 Meter Brust (1:09,05) zum Titel. Weniger Erfolg hatte er bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin: Über 50 Meter Brust langte es nur zu Rang 43. "Da sind ja wirklich Leute aus allen Jahrgängen geschwommen, die Konkurrenz also sehr groß", begründete er sein mäßiges Abschneiden. "Dabei sein ist alles. Um dort vorne zu landen muss schon sehr viel gemacht werden." Sollte es zeitmäßig klappen, will er "auf jedenfall noch einmal angreifen." Umso zufriedener ist der Haßfurter mit den Ergebnissen im Freistaat.

Ballettschule wird Mannschaft des Jahres

Zu guter Letzt ist die Sportlerehrung für die Ballettschule "On Point", die vor drei Jahren letztmals zur "Mannschaft des Jahres" gewählt wurde, ein gutes Pflaster. Die Tänzer der Leistungsklasse 2 und 3 belegten beim Deutschen Wettbewerb in der Kategorie "Gesang und Tanz" mit "Don't tell Mama" den ersten Platz. Beim "Dance World Cup" im portugiesischen Braga wurden die Haßfurter damit Dritte.

Auf dem Treppchen waren bei den Sportlerinnen noch die im Vorjahr ebenfalls zweitplatzierte Schwimmerin Johanna Strobel (Oberhohenried) und die Vorjahressiegerin, Balletttänzerin Alisia Reuß (Haßfurt). Bei den Herren stimmte die achtköpfige Jury für die beiden Kickboxer Kevin Barth (er gewann im Vorjahr) und Danny Krüger (jeweils "Extreme Arts Academy" Haßfurt) sowie bei den Mannschaften für die vier mal 75 Meter-Staffel III (Jungen) der Albrecht-Dürer-Mittelschule und den Tennis-Damen 60 des FC Haßfurt.

Auch sportliche Haltung ist wichtig

Günther Werner zollte allen anwesenden Sportlern großes Lob, denn alle hätten "ihr Bestes gegeben. Sie sind in den entscheidenden Sekunden alleine oder als Mannschaft über sich selbst hinausgewachsen". Jede und Jeder habe zudem "konsequent auf ein Ziel hingearbeitet und auch wenn es Rückschläge gab, den Mut nicht verloren", machte der Bürgermeister deutlich.

Doch nicht nur die Leistung stehe ganz oben. Ebenso wichtig sei die sportliche Haltung. "Talent allein genügt nicht. Dazu braucht eine Sportlerin, ein Sportler, auch viel Disziplin und den Elan, alles aus sich herauszuholen". Werner bedankte sich bei den Trainern, Betreuern, Lehrkräften, Eltern und Funktionären. 

Für das Rahmenprogramm war der Hauptorganisator der Ehrung, Stefan Göb von der Stadt Haßfurt, verantwortlich. Das Schweinfurter Akrobatenduo Firlefanz (Silke und Matthias Ebert) überzeugte mit einigen Darbietungen.

Viele unterfränkische, bayerische und deutsche Titel im Ballett, Eiskunstlauf, Kung Fu, Kickboxen, Leichtathletik, Schießen und Schwimmen erkämpften sich diese Haßfurter Sportler. Foto: Ralf Naumann
Mit ihren Mannschaften waren diese Sportler im vergangenen Jahr beim Ballett, Fußball, Basketball, Kung Fu, in der Leichtathletik, beim Schwimmen und beim Tennis erfolgreich. Dafür gab es seitens der Stadt (links unten Bürgermeister Günther Werner, rechts Stefan Göb) Lob und Anerkennung. Foto: Ralf Naumann

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