HASSFURT

Parknot

Die Stadt Haßfurt hat 315 000 Euro investiert, um den Platz vor dem Landratsamt und der Stadthalle, die Einmündungen der Seitenstraßen in die Hauptstraße und den Zugang zur Stadtpfarrkirche mit gut begehbarem Pflaster zu versehen. „Das tut gut“, äußerte sich Waltraud Paul (im Bild), die mit dem Rollator unterwegs war.
Die Stadt Haßfurt hat 315 000 Euro investiert, um den Platz vor dem Landratsamt und der Stadthalle, die Einmündungen der Seitenstraßen in die Hauptstraße und den Zugang zur Stadtpfarrkirche mit gut begehbarem Pflaster zu versehen. „Das tut gut“, äußerte sich Waltraud Paul (im Bild), die mit dem Rollator unterwegs war. Foto: Ulrike Langer

Knapp 60 Bürger diskutierten in der Haßfurter Bürgerversammlung in der FC-Stadion-Gaststätte mit Bürgermeister Günther Werner ihre Anliegen. Dabei stand vor allem die Parksituation im Wohngebiet östlich der Hofheimer Straße im Mittelpunkt.

So hatte Jürgen Gerling schon im Vorfeld das erhöhte Verkehrsaufkommen und den gestiegenen Bedarf nach Parkplätzen in dem Gebiet schriftlich angemahnt und dies besonders mit der Auflösung des EZO-Parkplatzes und der Ansiedlung der Fachakademie für Sozialpädagogik begründet. Bürgermeister Günther Werner erklärte, dass sich die Stadt schon länger mit dem Problem, dass sich niemand an die bereits gekennzeichneten Parkflächen halte und der Verkehr dadurch behindert werde, auseinandersetzt. „Wir haben mit der Polizeiinspektion darüber gesprochen, dass die Ausweisung einer Parkzone die sinnvollste Lösung wäre, den Verkehr zu lenken.“ So soll in dem Gebiet östlich der Hofheimer Straße – wie in der Altstadt – das Parken künftig nur noch in gekennzeichneten Parkflächen erlaubt sein.

„Wenn Sie das machen, haben aber die Anwohner das Problem, dass sie tagsüber keinen Parkplatz bekommen“, wandte Hans-Martin Pfau ein. Die Aussage von Günther Werner, dass tagsüber die Parkplätze am neuen Friedhof frei seien und den Schülern zugemutet werden könne, fünf oder zehn Minuten zu ihrer Schule zu laufen, erntete nur Gelächter. „Das funktioniert doch nicht“, so Hans-Martin Pfau. Der Bürgermeister teilte aber auch mit, dass eventuell auf der Grünfläche in der Goethestraße weitere Parkplätzen eingerichtet werden könnten und man auf der Suche nach weiteren Parkflächen sei. Jürgen Gerling, der wie weitere Bürger die Ansicht vertrat, dass das Gebiet „total überlastet“ sei und keine zusätzlichen Parkplätze ausgewiesen werden könnten, schlug vor: „Vielleicht sollten die Schüler, die weiter weg parken, einen kostenlosen Cheeseburger erhalten.“ Damit spielte er auf die Mitteilung des Geschäftsführers der Stadtwerk Haßfurt GmbH, Norbert Zösch, an, dass Besitzer einer eServiceCard bis Ende des Jahres einen kostenlosen Cheeseburger von McDonald?s erhalten. Zuletzt erklärte Bürgermeister Günther Werner, dass man die Ausweisung dieser Parkzone einfach mal ausprobieren werde.

Dass bei der Neugestaltung der bisherigen Schweinfurter Straße, jetzt Staatsstraße 2275, auf der Brücke über die bisherige Nordtangente, jetzt B26, der Gehsteig nicht verbreitert wurde, ärgert nicht nur Burkhard Finkernagel, sondern auch den Bürgermeister. „Auch ich dachte, dass der Gehweg verbreitert und zu einem kombinierten Geh- und Radweg ausgebaut werden würde“, sagte er. „Aber das Staatliche Bauamt hat dies aus statischen Gründen für nicht durchführbar erklärt.“ Auf Bitten von Burkhard Finkernagel wird Günther Werner nachfragen, ob ein Teil der Straße mit Gleitwänden aus Beton wie auf der Brücke bei Obertheres für Fußgänger und Radfahrer abgetrennt werden kann.

Manfred Krapf monierte, dass er zwar einen Antrag gestellt habe, für die Fußgänger vom Waldorfkindergarten bis zur Tankstelle einen Streifen neben der Fahrbahn zu asphaltieren. Doch passiert sei nichts. Bürgermeister Günther Werner erwiderte, dass die Fläche nicht der Stadt gehöre und das Staatliche Bauamt dies als zu gefährlich eingestuft habe. Da immer wieder auch Erzieherinnen des Kindergartens auf der Straße parkten, habe er diese bereits angesprochen. „Doch eine hört nicht darauf“, so seine Worte.

Auf Nachfrage erläuterte er, dass der Erdwall im Süden des neuen Baugebiets „Osterfeld II“ notwendig gewesen sei, um das Gebiet erschließen zu können. Er erklärte auch, dass bald ein weiterer Teil im Osterfeld II bebaut werden kann. „Wenn das Wetter mitspielt, kann auch im nördlichen Teil ab Ende dieses Jahres gebaut werden“, sagte er. Wann die Beschilderung „Tempo 30“ im Osterfeldweg erfolgt, konnte er nicht mitteilen.

Als „Ausbund an Scheußlichkeit“ bezeichnete Willi Gröhling die Lichttankstelle am Ende des Rosengartens in der Promenade in Haßfurt. „Kann man sie nicht irgendwoanders hinstellen?“, fragte er. Doch Günther Werner betonte: „Sie gehört nun mal Teil zum Mehrgenerationenparcours.“

Die Frage von Andreas Schröck, was der Sportbeirat bisher bewegt habe und welche Projekte er für die Sportstadt Haßfurt angedacht hat, konnte und wollte der Bürgermeister nicht beantworten. „Ich gehöre dem Sportbeirat nicht an“, begründete er dies. „Ich werde aber im Haushalt 2016 wieder Mittel für eine Sporthalle bereitstellen, weil wir für den Breitensport etwas tun müssen. Allerdings nicht für einen einzigen Verein, sondern für alle.“

Als „Ausbund an Scheußlichkeit“ bezeichnete Willi Gröhling die Lichttankstelle am Ende des Rosengartens in der Promenade (im Bild). „Kann man sie nicht irgendwo anders hinstellen?“, fragte er in der Bürgerversammlung. Doch Günther Werner betonte: „Sie ist gehört nun mal zum Mehrgenerationenparcours.“
Als „Ausbund an Scheußlichkeit“ bezeichnete Willi Gröhling die Lichttankstelle am Ende des Rosengartens in der Promenade (im Bild). „Kann man sie nicht irgendwo anders hinstellen?“, fragte er in der Bürgerversammlung. Doch Günther Werner betonte: „Sie ist gehört nun mal zum Mehrgenerationenparcours.“ Foto: Ulrike Langer
Vor dem Jugendzentrum „Dragon“ in Haßfurt soll ein Skaterplatz mit Spine Ramp, Curb, Bank mit Table, Quarter Pipe und Transition Gap mit Ledge entstehen.
Vor dem Jugendzentrum „Dragon“ in Haßfurt soll ein Skaterplatz mit Spine Ramp, Curb, Bank mit Table, Quarter Pipe und Transition Gap mit Ledge entstehen. Foto: Ulrike Langer
Bald kann ein weiterer Teil des Baugebiets „Osterfeld II“ (im Bild) bebaut werden. Wenn das Wetter mitspielt, kann auch im nördlichen Teil ab Ende dieses Jahres gebaut werden.
Bald kann ein weiterer Teil des Baugebiets „Osterfeld II“ (im Bild) bebaut werden. Wenn das Wetter mitspielt, kann auch im nördlichen Teil ab Ende dieses Jahres gebaut werden. Foto: ger
Die Parksituation mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und gestiegenem Bedarf an Parkplätzen im Wohngebiet östlich der Hofheimer Straße (im Bild die Zeppelinstraße) stand im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Haßfurt.
Die Parksituation mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und gestiegenem Bedarf an Parkplätzen im Wohngebiet östlich der Hofheimer Straße (im Bild die Zeppelinstraße) stand im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Haßfurt. Foto: Ulrike Langer
Ärgernis: Bei der Neugestaltung der Straße auf der Brücke über die Nordtangente (im Bild) wurde der Gehsteig nicht verbreitert.
Ärgernis: Bei der Neugestaltung der Straße auf der Brücke über die Nordtangente (im Bild) wurde der Gehsteig nicht verbreitert. Foto: Ulrike Langer

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