KREIS HAßBERGE

Peter Schleich redet Tacheles

Zu den im Schreiben von Sparkassenkritiker Rainer Gottwalderhobenen Vorwürfen, die diese Zeitung am Samstag, 17. November, veröffentlichte, hat der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge, Peter Schleich, Stellung genommen.

Die Behauptung, durch die Fusion hätten die Stadt Königsberg und der Landkreis 2017 Millionen Euro verschenkt, ist laut Schleich falsch: „Die Entscheidung über die Verwendung des Jahresüberschusses trifft der Verwaltungsrat. Die Vertreter des Landkreises und der Stadt im Verwaltungsrat haben im Rahmen ihrer verantwortungsvollen Aufgabenstellung entschieden, die Gewinne zur Stärkung des Eigenkapitals und zur Erfüllung der steigenden aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalforderungen im Unternehmen zu belassen.“

Zur Behauptung, die Gelder aus Haßfurt dienten der Sanierung der Sparkasse Schweinfurt, erklärt Schleich: „Nein, beide Sparkassen haben sich in 2017 in einem schwierigen Marktumfeld positiv entwickelt. Dies lässt sich bei diesen Rahmenbedingungen nicht beliebig fortsetzen. Das Gleichsetzen von Qualität und Eigenkapitalkennziffer greift zu kurz und ist inhaltlich irreführend. Die Kapitalquote wird aus dem Verhältnis von Eigenkapital zu Risikoaktiva gebildet. Risikoaktiva sind – wie der Name schon sagt – Positionen auf der Aktivseite der Bilanz, die ein Risiko beinhalten. Dies sind vor allem Kredite an private und gewerbliche Kunden. Es handelt sich hierbei nicht um ,faule Kredite'. Die Komponente ,Eigenkapital' konnte aufgrund der erfolgreichen Entwicklung der beiden Sparkassen gesteigert werden. Durch ein deutlich höheres Wachstum der Kredite/ Risikoaktiva bei der Sparkasse Schweinfurt ist die Kapitalquote leicht gesunken. Die Kapitalquote der Sparkasse Ostunterfranken ist aufgrund eines geringeren Wachstums leicht gestiegen. Beide Sparkassen haben eine geordnete Risikolage und profitieren durch den Zusammenschluss.“

Schleich zur Behauptung, in Ostunterfranken sei der Fonds für allgemeine Bankrisiken so hoch dotiert, um den Bruttogewinn zu verschleiern: „Der Jahresüberschuss und der Fonds für allgemeine Bankrisiken sind offen und transparent dargestellt und für jeden aus unserem Jahresabschluss ersichtlich. Der Bruttogewinn ergibt sich aus der einfachen Addition dieser beiden Positionen. Die Aufteilung wurde dem Verwaltungsrat frühzeitig und vor seiner Beschlussfassung über den Jahresabschluss vorgelegt, ausgiebig erörtert und so beschlossen. Die Unterstellung, wir hätten die Kreis- und Stadträte nicht pflichtgemäß informiert, weisen wir entschieden zurück.“

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