HAßFURT

„Polizei, dein Freund und Helfer, bring sie um und mach weiter“

Die Tat fand im Juli 2015 in Straubing statt. Verhandelt wurde sie am Amtsgericht Haßfurt, da sich der Angeklagte gegenwärtig im Landkreis zu einer Drogentherapie befindet. Bei einer Kontrolle hatte er Polizeibeamte in Straubing mit dem Leben bedroht und beleidigt. Dafür wurde er zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Staatsanwältin Kathrin Thal warf dem Angeklagten vor, Polizeibeamte mit folgenden Worten bei einer Kontrolle bedroht zu haben: „Polizei, dein Freund und Helfer, bring sie um und mache weiter.“ Auch habe er noch gesagt, dass sie froh sein sollen, dass er kein Messer dabei habe. Das Ganze war von Beleidigungen begleitet. „Damals hatte ich getrunken und stand unter Drogen. Auf Drogen hatte ich damals keinen guten Geist auf Polizisten“, sagte er vor Gericht. Die Bedrohung und die Beleidigungen gab er zu. Jetzt sei er auf Therapie und habe erkannt, dass es besser sei, ohne Drogen zu leben. Nach seiner Therapie wolle er wieder nach Straubing, dort einen Schulabschluss machen und sich Arbeit suchen.

Ein Polizeibeamter aus Straubing der als Zeuge aussagte, beschrieb den Angeklagten als „guten Bekannten“ der Polizei. Zur Kontrolle sei es gekommen, weil eine Frau die Polizei rief, dass sich auf ihrem Grundstück Personen herumtreiben würden. Dort haben die Beamten den Angeklagten und seinen Bruder angetroffen. „Die waren gleich aufbrausend, frech und aggressiv“, sagte der Beamte. Es sei dann durch den Angeklagten zu der Bedrohung und zu Beleidigungen gekommen. Augenscheinlich war der Polizeibeamte nicht erfreut, als er hörte, dass der Angeklagte nach seiner Therapie wieder nach Straubing möchte. Die Entschuldigung, die der Angeklagte nach Aufforderung des Gerichts durch seine Lippen presste, nahm ihm der Polizist augenscheinlich nicht ab und er nahm sie auch nicht an.

Sieben Eintragungen im Bundeszentralregister wegen Bedrohung, Diebstahls, Betäubungsmittelverstößen und Beleidigungen sagten über die „Karriere“ des Angeklagten eine Menge aus. Eine Geldauflage hielt Jugendgerichtshelfer Franz Heinrich für erforderlich, acht Monate Jugendstrafe beantragte die Staatsanwältin. „Es tut mir alles leid, ich will in Zukunft alles besser machen“, war das letzte Wort des Angeklagten, der ohne Rechtsbeistand erschienen war. Das Schöffengericht verurteilte ihn zu acht Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. Auch wird er der Aufsicht eines Bewährungshelfers unterstellt. Das Urteil ist rechtskräftig.

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