Haßfurt

Projekt "Drei Tage Respekt" am Schulzentrum

Weltpremieren im Sekundentakt beim Improvisationstheater zum Thema Respekt: Lernen, wie man mit anderen zusammen Einmaliges entstehen lassen kann. Foto: Christiane Reuther

"Was bedeutet Respekt für mich und wie kann ich dies selber im Alltag umsetzen?" Diese Frage bewegte drei Tage lang die Schüler der siebten Klassen am Schulzentrum in Haßfurt. Unter dem Motto "Respekt The Planet" erfuhr das Projekt "Drei Tage Respekt" zum siebten Mal großen Zuspruch. Veranstaltet wurde es von der Offenen Ganztagsschule "living room" in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Jugend im Dekanat Rügheim, der Katholischen Jugendarbeit der Diözese Würzburg und den drei Schulen als Kooperationspartner.

Ziel der Aktion ist es, dass alle Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter am Schulzentrum angeregt werden, über Respekt nachzudenken, erklärte Manuela Bowitz, Beauftragte für schulbezogene Jugendarbeit am "living room". Gemeinsam mit der pädagogischen Mitarbeiterin Anja Zehner stellte sie ein ansprechendes Programm zusammen, das 20 Referenten in den jeweiligen Workshops umsetzten.

Facetten von Respekt

Die Zwölf- bis 14-Jährigen besuchten einen Vormittag lang einen Workshop, in dem es ganz praktisch um verschiedene Facetten von Respekt ging. Die Begeisterung der Jugendlichen zog sich durch alle Workshops, angefangen von Themen wie Rollibasketball, Improvisationstheater, dem respektvollen Umgang der Natur gegenüber bis hin zu respektvollen Songs und dem Respekt sich selbst gegenüber.

Rassismuskritische Erinnerungsarbeit

"Es ist informativ und ich spüre die Zusammenarbeit im Team", sagte der Realschüler Julian über den Workshop "DenkOrte gegen den Hass". Die Sozialpädagogen Silvia Ising und Fabian Raab behandelten die Thematik anhand von Bildern, Dokumentationen und Büchern aus der NS-Zeit und der Gegenwart. Dabei lag der Schwerpunkt darauf, gemeinsam mit den Jugendlichen eine rassismuskritische Erinnerungsarbeit zu gestalten, wie die Referenten von der Jugendbildungsstätte und dem Bündnis Demokratie aus Würzburg erklärten.

Viele haben sich Gedanken gemacht, welche Rolle Respekt im Umgang mit anderen Menschen spielt und wie wichtig dies im Zusammenleben ist. Fünf Schüler der 12. Klasse vom Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach waren kurzfristig für einen erkrankten Referenten eingesprungen und mit ihrer Lehrerin am ersten Projekttag nach Haßfurt gefahren. Als schulinterne Gruppe "Socialmocial" mit der Problematik vertraut, vermittelten sie anhand von verschiedenen Modulen den jüngeren Schülern spielerisch und altersgerecht was "Respekt im Netz" bedeutet und wie man sich bei "Cybermobbing" verhält.

Verschwendung von Lebensmitteln

Regina Derleth vom Kooperationspartner UBIZ ging das Thema der Lebensmittelverschwendung praktisch an und rettete Lebensmittel. Gemeinsam bereitete sie mit den Jugendlichen einen leckeren Snack und demonstrierte damit den Respekt gegenüber oftmals achtlos weggeworfenen Lebensmitteln.    

Schülerbefragung

Die Lehrkräfte und die Schülermittverwaltung (SMV) der drei Schularten beteiligten sich an dem Projekt, das finanziell von den Elternbeiräten und den Fördervereinen der drei Schulen unterstützt wird, mit einem Rahmenprogramm, zu dem unter anderem Kunstinstallationen, Plakate und Videos zählen. Um herauszufinden, wie sich wohl die Schüler am Schulzentrum fühlen, hat die SMV der Mittelschule und des Gymnasiums zudem eine Online-Umfrage erstellt, zu der sie alle Mitschüler einladen, unter http://www.3-tage-respekt2020.jimdofree.com  am Smartphone oder über den PC teilzunehmen.

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