RAUHENEBRACH

Rauhenebrach will die Schwarze Null behalten

Schnellstmöglich soll in der Obersteinbacher Straße der Kanal erneuert werden. Die Kanalschäden haben zu starken Setzungen, inzwischen sogar zu einem Einbruch im Gehwegbereich geführt.
Schnellstmöglich soll in der Obersteinbacher Straße der Kanal erneuert werden. Die Kanalschäden haben zu starken Setzungen, inzwischen sogar zu einem Einbruch im Gehwegbereich geführt. Foto: Sabine Weinbeer

Einen Umfang von 9,2 Millionen Euro hat der Haushaltsplan für 2019, den der Gemeinderat Rauhenebrach in seiner Sitzung am Donnerstag verabschiedete. Obwohl die Gemeinde weiter kräftig investiert, bleibt der Schuldenstand bei Null. Abfinanziert wird in diesem Jahr die Kläranlage, der Kindergarten wird aktuell generalsaniert, ebenso wie der Dorfplatz in Theinheim und die alte Schule. Der Gemeinderat verabschiedete den Haushaltsplan, die dazugehörige Satzung und die mittelfristige Finanzplanung einstimmig.

Bürgermeister Matthias Bäuerlein zeigte sich zufrieden mit der finanziellen Situation der Gemeinde. Um den diesjährigen Haushalt ausgleichen zu können, werden zwar auch gut 400 000 Euro aus der Rücklage entnommen, doch sei man auch für die kommenden Aufgaben gut gerüstet, erklärte er. Rauhenebrach hat Gewerbesteuereinnahmen um die 600 000 Euro, doch der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer steigt weiter an auf rund 1,4 Millionen Euro. Die Schlüsselzuweisungen vom Land in Höhe von 1,2 Millionen Euro werden fast komplett als Kreisumlage weitergereicht.

Noch in der Haushaltssitzung wurde der Auftrag für einen neuen Prallschutz in der Turnhalle der Schule in Untersteinbach vergeben. 110 000 Euro waren dafür im Haushalt eingepreist, die Ausschreibung fiel mit 93 400 Euro deutlich günstiger aus. Allerdings wird die Fachfirma den Auftrag erst 2020 umsetzen können.

Die Generalsanierung des Kindergartens Untersteinbach läuft planmäßig, ebenso wie der Bau des Radwegs zwischen Falsbrunn und Prölsdorf, der im Oktober fertiggestellt werden soll. Weitere 1,25 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in den Glasfaserausbau fließen, so dass auch die letzten Siedlungen und Weiler in Rauhenebrach mit schnellem Internet versorgt werden. Nur mit einer guten Infrastruktur kann eine Gemeinde wie Rauhenebrach ihre stabilen Einkünfte über die Einkommensteuerbeteiligung sichern und attraktive Wohngemeinde bleiben, auch wenn man zu den Arbeitsplätzen pendeln muss – so der Tenor im Gremium.

Eine große Investition steht für die Gemeinde ab dem kommenden Jahr in der Obersteinbacher Straße an. Dort muss dringend die Straße neu ausgebaut werden, denn die sichtbaren Schäden rühren von Schäden am Kanal, so dass zunächst Kanal und Wasserleitung erneuert werden müssen, bevor die neue Fahrbahn folgt. Die Kanalinspektion hat die Schäden aufgezeigt, zwischenzeitlich gab es sogar einen Einbruch im Gehsteig auf der Ostseite der Ortsstraße. Der Kanalstrang soll schnellstmöglich komplett erneuert werden. Indem der Kanal in die Straßentrasse verlegt wird, kann der bestehende Kanal vorerst weitergenutzt und die anliegenden Häuser dann nahtlos umgebunden werden. Der Gemeinderat vergab einstimmig den Auftrag für die Ingenieurleistungen und die Planung.

Sehr schadhaft ist auch die Straße zwischen Untersteinbach und Koppenwind, vor allem am Klebheimer Berg mit seinen scharfen Kurven. Bürgermeister Matthias Bäuerlein hatte die erfreuliche Nachricht, dass die Straße ab Mitte August erneuert wird. Im Ortsbereich wird die Fahrbahn abgefräst und die Oberfläche erneuert. Massiver gebaut wird auf der Bergstrecke, so dass die Bauarbeiten etwa ein halbes Jahr dauern werden, wie das Straßenbauamt mitgeteilt hatte. Koppenwind ist in dieser Zeit über Theinheim erreichbar.

Planmäßig läuft die Generalsanierung des Kindergartens in Untersteinbach, die beiden Kindergartengruppen sind so lange an die Grundschule ausgelagert.
Planmäßig läuft die Generalsanierung des Kindergartens in Untersteinbach, die beiden Kindergartengruppen sind so lange an die Grundschule ausgelagert. Foto: Sabine Weinbeer

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