KNETZGAU

Regenbogen der Erinnerungen

Von Frauen für Frauen – die Vorleserinnen der Frauenlesenächte (von links): Silke Kasamas, Diana Gieseggi, Lea Sidon, Petra Wagner, Monika Schraut, Christine Wirsing, Brigitte Benkert, Petra Schlosser, Gabriele Marquardt und in der Mitte (von links) Andrea Tiessen-Lehmann und Helga Stegner.
Von Frauen für Frauen – die Vorleserinnen der Frauenlesenächte (von links): Silke Kasamas, Diana Gieseggi, Lea Sidon, Petra Wagner, Monika Schraut, Christine Wirsing, Brigitte Benkert, Petra Schlosser, Gabriele Marquardt und in der Mitte (von links) Andrea Tiessen-Lehmann und Helga Stegner. Foto: CR

„Wer sich gern erinnert, lebt zweimal.“ Dieser Ausspruch der Schriftstellerin Franca Magnani führte unmittelbar zum Motto der diesjährigen Lesenächte in Knetzgau: „Weißt du noch…“ – Das Thema „Erinnerungen“ stand im Mittelpunkt der 24. Frauenlesenächte unter der Leitung von Andrea Tiessen-Lehmann in der liebevoll dekorierten und bis auf den letzten Platz besetzten „Mäders Scheune“ von Helga und Roland Mäder in Knetzgau. Die Künstlerinnen der Theaterwerkstatt mit Andrea Tiessen-Lehmann (Moderation und Gesang), Petra Schlosser (Klavier und Gesang) und Gabriele Marquardt (Gesang) näherten sich dem Thema auf musikalischer Ebene, um so beide Abende zu einem besonderen Erlebnis für über 200 Frauen zu machen.

Andrea Thiessen-Lehmann hatte im Vorfeld nicht zu viel versprochen: „Es war ein sehr schöner Abend“, zeigten sich die Besucherinnen im Allgemeinen voll des Lobes. Denn zu einem schönen Abend gehörten sowohl der literarisch musikalische Genuss als auch die kulinarischen Köstlichkeiten, die die Küche der „Mäders Scheune“ hervorzauberte.

„Was bedeutet es eigentlich, sich zu erinnern?“, hinterfragte Andrea Tiessen-Lehmann eingangs. Erinnerungen seien Erfahrungen und frühere Erlebnisse, die wiederbelebt, also zurückgeholt werden, erklärte die Moderatorin den Gästen. In der Rückblende würden oftmals Dinge nostalgisch verklärt und noch besser gemacht, als sie eigentlich waren. Dies war auch bei den Frauenlesenächten in Knetzgau der Fall.

Die Frauen, die für andere Frauen lasen, hatten ihre Gedanken zu Papier gebracht und Rückschau anhand von eigenen Erlebnissen, Geschichten und lyrischen Ansichten gehalten. Die Vorleserinnen, die im Mittelpunkt standen, gewährten nicht nur Einblicke in ihre eigenen Erinnerungen, sondern suchten auch im Erinnerungsschatz von anderen Autorinnen.

Die begeisterten Zuhörerinnen ließen sich berühren von den schicksalhaften Begebenheiten, heiteren Erinnerungen und einer wunderschönen Lyrik. Musical-Melodien, vorgetragen von Gabi Marquardt und Petra Schlosser, verzauberten zudem. So konnten die Zuhörerinnen schwelgen, die Wolken beiseiteschieben und auf den farbenreichen Regenbogen der Erinnerungen aufspringen.

Andrea Tiessen-Lehmann mit der Rezitation „Das Karussell“, ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, begleitet von Petra Schlosser am Klavier.
Andrea Tiessen-Lehmann mit der Rezitation „Das Karussell“, ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, begleitet von Petra Schlosser am Klavier. Foto: CR
Den eigenen Erfahrungsbericht „Ich war ein Flüchtling“ las Helga Stegner (Haßfurt) vor.
Den eigenen Erfahrungsbericht „Ich war ein Flüchtling“ las Helga Stegner (Haßfurt) vor. Foto: Christiane Reuther

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