HOFHEIM

Ressourcentag für Asylsuchende

Ein Ressourcentag fand in Hofheim statt. 25 Flüchtlinge wurden zum Thema Ressourcenschutz und Energieeffizienz geschult.
Ein Ressourcentag fand in Hofheim statt. 25 Flüchtlinge wurden zum Thema Ressourcenschutz und Energieeffizienz geschult. Foto: Julia Stubenrauch

Beim Ressourcentag lernten asylsuchende Menschen den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen kennen.

Bei der eintägigen Schulung in der Rettungswache Hofheim des BRK Kreisverbandes Haßberge erarbeiteten sich die Geflüchteten gemeinsam bei Experimenten und praktischen Übungen, worauf es beim Alltagshandeln zu den Themen Wasser, Heizen, Lüften, Strom und Abfalltrennung ankommt.

„Froh über jede Chance“

„Die Teilnehmer sind froh über jede Chance, die Deutschen und ihr Land besser kennenzulernen“, sagte Julia Stubenrauch, Mitarbeiterin der Energieagentur Unterfranken in den Bereichen Nachhaltigkeit und Kommunikation. „Erst wenn wir uns gegenseitig verstehen, sind wir in der Lage, gemeinsam im Dialog miteinander auf unsere Umwelt, Ressourcen sowie unsere Nachbarn Rücksicht nehmen. Durch den Ressourcentag lernen die geflüchteten Menschen, wie sie sich in den Unterkünften und dann auch in der eigenen Wohnung in den Themenbereichen Energie- und Wassersparen sowie Mülltrennung und -vermeidung sorgsam verhalten.“

Fast die Hälfte der in Deutschland Asyl suchenden Menschen ist zwischen 18 und 30 Jahren alt. Diese jungen Menschen haben ein besonders hohes Interesse, sich in die Gesellschaft, die Schule und den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bildung und schnelle Teilhabe der neu Zugewanderten sind dabei die Voraussetzung für eine gerechte, nachhaltige und friedvolle Gesellschaft. Das Bewusstsein dieser Menschen über einen sorgsamen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen trägt entscheidend dazu bei, dass sie in Deutschland besser akzeptiert und in die Gesellschaft integriert werden.

„Das ist nicht nur Umweltbildung, sondern auch Integrations- und Friedensarbeit vor Ort. Die Kommunikation lief auf Deutsch, zum Teil hatten wir durch Geflüchtete tolle Übersetzer gefunden, die für alle übersetzt haben. Viel wichtiger ist die Kommunikation, die ganz ohne Sprache, sondern mit dem Herzen an diesem Tag stattfindet. Die Teilnehmer brachten ihr Wissen, ihre Kompetenzen und ihre Erfahrungen aus dem Heimatland ein und haben in Teams zusammengearbeitet. Auch wir TrainerInnen lernten viel Neues über Kultur und Ansichten der Geflüchteten bei den Schulungen“, erläuterte Trainerin Julia Stubenrauch nach der Schulung.

Projektinitiator des Ressourcentags ist die Energieagentur Unterfranken, ein gemeinnütziger Verein zur Umsetzung von Energieeffizienz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit in Unterfranken. Die Energieagentur Unterfranken veranstaltet in Kooperation mit Angelika Imgrund, ehrenamtliche Leiterin der Umweltstation Reichelshof, weitere 15 Ressourcentage in der Region in diesem Jahr.

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