EBELSBACH

Rockabilly total: Das siebte Festival „Get Rhythm - Go Wild“

Beste Sommerlaune von Koko Veliki aus Stuttgart (Mitte), während der „Indoorpoolparty“ im Bürgersaal.

Wir haben soooooo viel Spaß hier, kommt vorbei“, „Und weiter geht?s mit Tag zwei“, „Lasst uns das Wochenende jetzt wiederholen“, „Ich vermisse die verrückte Zeit“, „Ein großartiger Ort, nächstes Jahr auf jeden Fall wieder“ oder „Es war mal wieder großartig! Vielen Dank an das gesamte Team“.

Mit unzähligen Beiträgen und Kommentaren auf Facebook rühmten die Besucher schon während und natürlich nach dem Rock?n Roll-Wochenende das internationale Festival „Get Rhythm – Go Wild“ (GRGW) in Ebelsbach.

Nicht ohne Grund kamen wieder eingefleischte Fans aus vielen Teilen von Europa, darunter Belgien, Holland, Frankreich, Schweiz, Italien, Österreich, Tschechien, Slowenien, England und Spanien in die fränkische Hochburg des Rockabillys am vergangenen Wochenende. Und alle sind sich einig, dass die siebte Auflage wieder mal einen Zahn zugelegt hat und den Puls unbeschreiblich höher schlagen ließ.

Die wohl weiteste Anreise mit knapp 2000 Kilometern hatten die beiden Freundinnen Kristina Boyko (27) und Nadia Martemianova (30) aus Sankt Petersburg. „Mir fehlen einfach nur die Worte, es ist erstaunlich hier. Hier ist eine sehr freundliche Atmosphäre, in der sich gleichgesinnte Leute versammeln. Ich fühle mich sehr wohl hier, weil es eine große Familie ist, obwohl viele aus verschiedenen Ländern kommen. Für uns ist die Rockabilly-Musik immer ein guter Grund zu reisen“, so Kristina, die als Stylistin und Model arbeitet.

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Get Rhythm-Go Wild

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Der russische Besuch war zum ersten Mal in Franken. Die beiden sahen Haßfurt und Bamberg und „verliebten sich ganz schnell in die fränkische Gemütlichkeit. Die Landschaften sind wunderschön, die Städte sind gemütlich, Wein und Bier sind außerordentlich lecker und die Menschen sind toll. Wir haben es wirklich genossen, und deswegen kommen wir wieder“, so die strahlende Kristina.

Nadia, die als Büroangestellte arbeitet und in einer Band singt, hat sich vor vielen Jahren in die „Rockabilly-Musik verliebt“ und verbindet deswegen ihre Reisen immer mit Festivals. Sie hat sich „absolut in den Ort und das Event verliebt. Selbst das überwiegend schlechte Wetter hielt uns nicht davon ab, märchenhafte Häuser, ruhige Straßen und die nicht so ruhige Musik (hahaha) zu genießen. Die Bands und die DJs waren unbeschreiblich. Nicht zu vergessen die freundliche Atmosphäre, das Gefühl der Einheit mit den Leuten, die ihre Überzeugung gemeinsam teilen. Ich vermisse jetzt schon diese glücklichen und verrückten Zeiten, deswegen komme ich wieder“, so Nadia.

Voller Tanzgenuss zur späten Stunde auf der Preparty in der Musikkneipe Eltmann mit David Boutevin (Mitte) aus Frankreichmit Nadia Martemianova aus Russland.

Bereits zum zweiten Mal war der Kontrabassist Carl Baker (45) sowohl auf als auch vor der Bühne beim GRGW. Der Australier, der in Jöllenbeck (Nordrhein-Westfalen) wohnt, spielte am Donnerstag auf der Preparty mit den „The Booze Bombs“ (letztes Jahr mit „B and the Bops“): „Es ist für mich eine Ehre, in den letzten zwei Jahren auf dem Festival gespielt zu haben. Für mich ist es ein Highlight im Kalender geworden. Es ist ein Fest, das ich wieder besuchen werde, auch wenn ich nicht spiele.

Den richtigen Haarschnitt gab's unter anderem von Elvis Martinatto.

Der Veranstaltungsort ist toll mit viel Platz zum Tanzen und guten guten Zeiten. Das fränkische Bier und Essen sind einfach spitze. Hut ab an die Veranstalter, die mit ihren Familien und Freunden unermüdlich arbeiten, damit jeder eine tolle Zeit verbringen kann, und es gelingt definitiv.“

Der charismatische Wahldeutsche kann es kaum erwarten, im „nächsten Jahr alte und neue Freunde wieder zu treffen und vor allem ganz nach dem Motto den Rhythmus zu bekommen und wild zu werden.“

Der Sänger Omar Romero wohnt in Los Angeles.

Von Anfang an mit dabei ist Koko Veliki (43) aus Stuttgart: „Jahr für Jahr freue ich mich wochenlang im Voraus auf dieses Event. Die Organisation ist hervorragend und die Stimmung immer ausgelassen. Bemerkenswert ist auch das offene, freundliche Wesen der ansässigen Franken. Nirgendwo in Deutschland rollt das R sympathischer, schmeckt die regionale Küche besser, so entsteht schnell der Kontakt zu den Einheimischen.“

Für den 48-jährigen Franzosen David Boutevin aus Straßburg ist das GRGW „ein gigantisches Familienfest mit Freunden, ich glaube das fühlt jeder hier. Hier herrscht Glück, Einfachheit und Rockabilly, weil alle die gleiche Leidenschaft mitbringen und ausleben, einfach Spaß zu haben. Ich liebe diese fränkische und internationale Atmosphäre.“

Mit 400 PS durch Haßfurt: Der Tätowierer Daniel Gosinski führte die Oldtimerfahrt „Pre-60?s Criuse“ an mit seinem Ford Fairlane Coupe 390 ci V8. Foto: René Ruprecht

An insgesamt drei Tagen gab es ein buntes Programm um die Welt des Rock?n'Roll und Rhythm & Blues. Neben der hochklassigen Live- und DJ-Musikmusik gab es auch einen Flohmarkt und Tanzkurse, eine Oldtimerfahrt und das Shoppingerlebnis am Abend pur. Für den pausenlosen Ausnahmezustand auf der Bühne und den Tanzflächen sorgten an drei Tagen „The Booze Bombs“ aus dem Schwarzwald, die französischen „Hoodoo Tones“, „The Domestic Bumblebees“ aus Schweden, der Australier „Pat Capocci“ aus Sydney.

Vom US-amerikanischen Plattenlabel „Wild Records“ kamen in diesem Jahr mit exklusiven Shows der diesjährigen Europatour „Chuy & the Bobcats“ aus Mexiko sowie „Omar Romero“ aus Los Angeles mit wildem Rock?n'Roll. „Marcel Bontempi & Ira Lee“ wurden von den „Rhythm Rockets“ um Basti Rottmann (Gitarre), Marco Maas (Kontrabass) und Stefan Dürrbeck (Schlagzeug) aus unserem Heimatkreis unterstützt.

DJ Little Boy Blue aus Zürich.

An den Plattentellern standen DJ Mike aus Ebelsbach, DJane Silvia aus Stuttgart, DJ Mauro Get Rhythm aus Mailand, DJ Wildcat Udo aus Berlin und DJ Little Boy Blue aus Zürich mit originalen Singles-Schallplatten.

Luka Rafael Josic (23) aus dem Schweizer Kanton „Zug“ war schön öfters in Franken und kam nach seiner ersten Begeisterung im Vorjahr wieder zum Festival nach Ebelsbach, weil „es nicht nur gutes Bier und Essen gibt, sondern auch ein Fest, das Weltklasse ist. Hier passt einfach alles, die Bands und die Leute sind super und der Bürgersaal ist optimal für Tanzerlebnisse. Ich sage nur, ein geiles Festival. Auch wenn die Poolparty als zusätzliches Highlight ausgefallen ist, wünsche ich uns allen ein sonniges Wetter im nächsten Jahr, ich kann es kaum erwarten.“

 

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