KREIS HASSBERGE

Schäden durch Wildgänse: Hohe Hürden für Beihilfe

Für Landwirte, die erhebliche wirtschaftliche Schäden erlitten haben, weil Wildgänse ihnen auf den Äckern die Raps- oder Getreidepflanzen abgefressen haben, gibt es jetzt eine Entschädigung. Martin Neumeyer, Amtschef des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums, hatte dies – wie berichtet – bei der Fernsehsendung „Jetzt red i“ in Aussicht gestellt. Inzwischen wurde das Prozedere konkretisiert, wie betroffene Bauern an das Geld kommen können.

Alois Weiß, Pressesprecher des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums, sagte auf Anfrage dieser Zeitung, auf Weisung von Minister Helmut Brunner werde man besonders hart betroffenen Landwirten mit Mitteln aus der ehemaligen Notstandsbeihilfe, der sogenannten De-minimis-Beihilfe, unter die Arme greifen. Diese Gelder werden zur Linderung von Schäden bei außergewöhnlichen Situationen in der Landwirtschaft verwendet.

Im Gegensatz zum „Biber-Topf“, den das Bayerische Umweltministerium für Landwirte aufgelegt hat, die durch die zunehmenden Biber-Populationen geschädigt werden, und der für das Kreisgebiet vom Landratsamt Haßberge verwaltet wird, wird die De-minimis-Beihilfe vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Schweinfurt) gesteuert.

Laut Reinhard Bischoff vom Landwirtschaftsamt sollen mit den Geldern Schäden reguliert werden, die sowohl Wildgänse als auch Schwäne auf Feldern angerichtet haben. Allerdings sei die Beihilfe an zwei wichtige Voraussetzungen geknüpft:

• Zum einen muss der Landwirt einen Schaden von mindestens 5000 Euro nachweisen können. Der Schaden muss vom Amt auch überprüfbar sein.

• Zum anderen kommt nur derjenige Landwirt in den Genuss der Beihilfe, der den Schaden nicht selbst bezahlen kann. „Hier wird auf die Einkommenssteuer geschaut“, erklärt Bischoff. Überschreitet die Summe der positiven Einkünfte bei Alleinstehenden die Grenze von 60 000 Euro und bei Ehepaaren die Grenze von 90 000 Euro, gibt es nichts.

Sind die Voraussetzungen für die Beihilfe erfüllt, werden 50 Prozent des Schadens erstattet.

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