ERMERSHAUSEN

Schlusspunkt nach zwei Jahrzehnten

Abschied vom Gemeinderat Ermershausen: Rudolf Flachsenberger (Dritter von links) wird dem Gremium in der neuen Wahlperiode nicht mehr angehören. In seinen Dank bezog Bürgermeister Werner Döhler (links) Flachsenbergers Ehefrau Inge mit ein. Für Döhler selbst war die Sitzung am Montag die letzte nach zwei Jahrzehnten. Seine Verdienste würdigte sein Stellvertreter Theo Vey. Foto: Beate Dahinten

Jede Menge Zahlen und etwas Abschiedsstimmung prägten die letzte Zusammenkunft des Gemeinderats in der zu Ende gehenden Wahlperiode.

Für Bürgermeister Werner Döhler war es am Montag sogar die letzte Sitzung nach zwei Jahrzehnten. Zwölf Jahre lang hatte er an der Spitze der Gemeinde gestanden, zuvor war er sechs Jahre zweiter Bürgermeister gewesen. Wie schon bei der Bürgerversammlung Anfang Dezember zog er ein positives Fazit seiner Amtszeit. „Ich denke, ich hinterlasse ein wohlbestelltes Feld.“ Er gehe davon aus, dass trotz umfangreicher Investitionen das „sehr hohe finanzielle Polster“ seinem Nachfolger und dem neuen Gemeinderat „die Führung der Gemeinde erleichtern werden“, sagte Döhler. Seine bewusst kurz gehaltene Ansprache schloss er mit guten Wünschen an den neuen Bürgermeister Günter Pfeiffer und mit Dankesworten an den Gemeinderat, die Verwaltungsgemeinschaft, die Vereine und Institutionen sowie alle Bürger von Ermershausen.

Zweiter Bürgermeister Theo Vey würdigte das Engagement von Döhler, der das Amt des Bürgermeisters „voll ausgefüllt“ habe. „Du hast sehr viel Zeit, sehr viele Nerven investiert und dafür ein wunderbares Ergebnis geerntet“, sagte Vey. Nach außen hin habe Döhler die Gemeinde Ermershausen „wunderbar repräsentiert“.

Nachfolger Günter Pfeiffer kündigte an, dass Döhlers Verdienste noch in einem gesonderten Rahmen gewürdigt werden.

Abschied nehmen vom Gemeinderat hieß es auch für Rudolf Flachsenberger, der nach zwei Wahlperioden nicht mehr die nötige Zahl an Stimmen bekommen hatte. Flachsenberger habe sich stets konstruktiv mit eingebracht, habe seine Meinung offen und ehrlich vertreten, lobte Werner Döhler. Als Praktiker habe Flachsenberger beispielsweise bei der Sanierung von Straßen nicht nur viele hilfreiche Tipps gegeben, sondern immer wieder auch selbst Hand angelegt. Flachsenberger selbst machte auch an diesem Tag keine großen Worte: „Was ich gemacht hab‘, hab‘ ich gern gemacht“, sagte er bescheiden.

Zahlen über Zahlen brachten die Rechenschaftsberichte zu den Jahresrechnungen 2012 und 2013 mit sich. Große Diskussionen gab es dazu aber keine. Die örtliche Prüfung hatte dem Bericht von Stefan Lüdecke zufolge in beiden Fällen ebenfalls keine Beanstandungen ergeben.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat zum Bauantrag von Johannes und Sandra Höhn, die ein Wohnhaus teilweise abreißen und einen Heizungsraum errichten möchten.

Und reine Formsache schließlich war die Bestätigung der wiedergewählten Feuerwehrkommandanten Markus Eiring und Klaus Fischer.

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