OBERAURACH

Schnelles Surfen in Oberaurach

Fast wie vorgezogene Weihnachten empfanden Bürgermeister Thomas Sechser und sein Mitarbeiter Thomas Mahr (links) am Montag die Unterzeichnung des Vertrags zum Breitbandausbau in Oberaurach mit Richard Dees von der Telekom (rechts). Foto: Sabine Weinbeer

Diese Unterschrift haben Bürgermeister Thomas Sechser und der Oberauracher Gemeinderat lange herbeigesehnt: am Montag unterschrieben Sechser und Richard Dees von der Telekom den Vertrag über den Breitbandausbau im ersten Planungsabschnitt Oberaurachs. Der umfasst die Gemeindeteile Fatschenbrunn, Hummelmarter, Dankenfeld, Kirchaich, Trossenfurt und Tretzendorf. Die Haushalte dort können im Laufe des kommenden Jahres mit Bandbreiten zwischen minimal 16 bis zu 50 MBit/s versorgt werden.

Mehrere Anläufe machte Oberaurach, um in allen Gemeindeteilen eine halbwegs zukunftsträchtige DSL-Versorgung sicherzustellen, leider nicht mit dem erhofften Erfolg. Die Versorgungsgrade sind derzeit stark unterschiedlich, Klagen kamen in den vergangenen Jahren vor allem aus Trossenfurt-Tretzendorf und Kirchaich. Sich ständig ändernde Förderverfahren machten die Angelegenheit nicht einfacher, denn eine Flächengemeinde mit neun Gemeindeteilen kann eine solche Infrastruktur ohne öffentliche Förderung nicht schultern. Im jetzt gültigen Genehmigungsverfahren hat Oberaurach dank der Hartnäckigkeit des Breitbandpaten Thomas Mahr aus der Gemeindeverwaltung nun alle nötigen Schritte absolviert, um den Versorgungsvertrag mit der Telekom abschließen zu können.

Die Telekom hat die Ausschreibung gewonnen und ist nun verpflichtet, innerhalb zwölf Monaten nach Vertragsunterzeichnung den Ausbau umzusetzen. Während der Wintermonate werde die Planung erfolgen, erklärte Richard Dees im Gespräch mit unserer Zeitung, im späten Frühjahr könnten dann die Arbeiten beginnen. Um die bestehenden Kabelverzweiger mit Glasfaserkabel anzufahren, werden unterirdisch insgesamt 5370 Meter Leitung verlegt. 16 445 Meter Kabel werden in Rohrsysteme gezogen, knapp 2000 Meter Wege und andere Oberflächen müssen dafür aufgegraben und wieder hergestellt werden. Allerhand Technik- und Schaltarbeiten folgen, bevor dann die Bürgerinnen und Bürger in den genannten Orten über die neuen Bandbreiten verfügen und richtig schnell im Internet surfen können.

Der Ausbaubereich Oberaurach II befindet sich derzeit in der Markterkundung. Er umfasst die restlichen Gemeindeteile Ober-, Unter- und Neuschleichach sowie Nützelbach. Dieser kleinste Ort Oberaurachs wäre auf der Basis des noch im letzten Jahr gültigen Förderverfahrens aus der geförderten Breitband-Erschließung ganz herausgefallen. Um Nützelbach doch versorgen zu können und nicht gleichzeitig das ganze Oberauracher Verfahren neu starten zu müssen, wurden zwei Abschnitte gebildet. „Die Chancen stehen aber gut, dass die Zeit schnell aufgeholt wird“, so Dees.

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