Haßfurt

Schülerinnen aus Haßfurt gewinnen Bezirkswettbewerb "Jugend forscht"

Für ihre "Tropfenfotographie" wurden (von links) Charlotte Hacker, Lina Behr und Annabel Truchsess vom Regiomontanus-Gymnasium in von Landrat Wilhelm Schneider (rechts) mit dem ersten Platz in der Kategorie "Technik" ausgezeichnet. Lehrer Marco Hartmann (links) betreute mit seinem Kollegen Christian Grämer die Jugend-forscht-Projekte am Gymnasium. Foto: Christian Licha

Groß war die Freude bei der Feier in Haßfurt. Die Region Mainfranken GmbH begrüßte zur Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs "Jugend forscht" in Unterfranken rund 350 Gäste. Landrat Wilhelm Schneider, Vorsitzender der GmbH, war stolz, dass auch vier Gruppen des Regiomontanus-Gymnasiums und der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule teilnahmen.

Zusammen mit Regierungsvizepräsident Jochen Lange überreichte er den Gewinnern Urkunden und Preise. Mit 130 Teilnehmer und 75 Arbeiten verzeichnete der Ausrichter eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. "Die mainfränkische Wirtschaft kann sich auf den qualifizierten Nachwuchs direkt vor der Haustüre freuen", sagte Schneider.

Projekt Tropfenfotographie überzeugt in der Kategorie Technik

Der Wettbewerb unterscheidet zwei Altersklassen: Schüler experimentieren unter 15 Jahre und Jugend forscht ab 15 Jahre. Darunter gibt es sieben Fachbereiche. Die Bewertung der Arbeiten erfolgte durch Juroren aus Schule und Wirtschaft nach inhaltlichen, konzeptionellen und gestalterischen Aspekten. An den Messeständen in der Turnhalle des Schulzentrums, die von den Teilnehmern in Eigenregie gestaltet wurden, präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse.

Die Schülerinnen zeigten an ihrem Messestand, wie die "Tropfenfotographie" funktioniert. Foto: Christian Licha

Den ersten Platz in der Kategorie "Technik" belegten Charlotte Hacker, Lina Behr und Annabel Truchsess vom Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt mit ihrer Arbeit "Tropfenfotographie". Um Wassertropfen perfekt in Szene zu setzen, bauten die drei Schülerinnen eine Konstruktion aus Holz und brachten an dieser eine Vorrichtung an. Das Schreiben eines Programms zur Steuerung von Kamera, Blitz und Magnetventilen war eine weitere Herausforderung. Somit war es ihnen aber möglich, die herabfallenden Wassertropfen in dem Moment, in dem sie auf der Wasseroberfläche auftrafen, zu fotografieren.

Mit ihrem Projekt Shampoo-Pods konnten die Schülerinnen Lilly Öhm und Pauline Frey vom RMG den zweiten Platz in der Sparte Chemie erringen. Sie versuchten, Duschgel in eine wasserlösliche und biologisch-abbaubare Hülle zu bringen. Damit erhält man eine nachhaltige Möglichkeit Shampoo zu verpacken. Die äußere Schicht löst sich dann unter der Dusche auf.

Auf großes Interesse stießen die Messestände der jungen Forscher in der Turnhalle. Foto: Christian Licha

Die Schüler Eric Stevanovic, Max Issing und Julian Feix erhielten in Fachbereich Chemie einen Sonderpreis. Sie bauten zusammen mit den Fränkischen Rohrwerken ein Explosionsrohr, mit dem in der Zukunft die perfekten Bedingungen für eine Explosion untersucht werden können. So kann man hoffentlich einen erheblichen Energiebetrag bei der Umsetzung von Brennstoffen einsparen.

Realschüler entwickeln mobilen Unterschlupf für Obdachlose

Den dritten Platz erreichten Vincent Zeiß und Julius Hügel von der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule in Haßfurt in der gleichen Kategorie. Sie bauten einen mobilen, gedämmten und regendichten sowie preiswerten Unterschlupf für Obdachlose. Ihr Projekt fand großen Anklang.

Philipp Rauschert, Leon Münch und Linus Groß experimentieren an einer stabilen Felge für das Mountainbike. Foto: Christian Licha

Weiterhin teilgenommen an dem Wettbewerb haben zum Beispiel auch die Gymnasiasten Philipp Rauschert, Leon Münch und Linus Groß. Die 13- und 14-Jährigen sind selbst begeisterte Mountainbike-Fahrer und wollten dem Problem kaputtgehender Felgen entgegentreten. Deshalb fertigten sie zusammen mit dem Unternehmen elso Naben in den Spezialgrößen 120/130 Millimeter an und bauten diese in Felgen ein.

Die beiden Lehrer Marco Hartmann und Christian Grämer betreuten die Jugend forscht-Projekte des Gymnasiums und freuten sich über den Ideenreichtum der Schüler.

Die Preisträger auf Bezirksebene: 

Kategorie "Schüler experimentieren"

Biologie: Adnan Karahasanovic vom Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach.

Geo- und Raumwissenschaften: Leni Herold, Helena Bott, Carla Thomma vom Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg.

Chemie: Lena Fries, Hanna Fries, Hannah Amrhein vom Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld.

Physik: Leonhard Saam vom Wirsberg-Gymnasium Würzburg.

Technik: Noah Köhler vom Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach.

Kategorie "Jugend forscht"

Biologie: Mara Sebold vom Gymnasium Veitshöchheim mit der Arbeit "Mit Currywurst Schnupfen bekämpfen? Natürliches Antibiotikum Curcumin".

Geo- und Raumwissenschaften: Jonas Köhler vom Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach mit der Arbeit "Untersuchung der Deckung des Wasserbedarfs von Feldpflanzen im Spessart auf Feldebene".

Physik: Leonhard Benkert vom Johann-Philipp-von Schönborn-Gymnasium Münnerstadt mit der Arbeit "Aerodynamik von Flügelprofilen".

Mathematik: Paul Schwind von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit der Arbeit "Nomenklaturhelfer: Lernapp zur Benennung organischer Moleküle".

Technik: Charlotte Hacker, Lina Behr, Annabel Truchsess vom Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt mit der Arbeit "Tropfenfotographie".

Weitere Teilnehmer wurden für ihr Engagement mit Sachpreisen ausgezeichnet.

Der Preis der Region Mainfranken GmbH für Schulen mit besonderem Engagement wurde zweimal überreicht. Empfänger waren die Leiter bzw. Vertreter folgender Schulen: Gymnasium Veitshöchheim und Hans-Seidel-Gymnasium Hösbach.

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