ELTMANN

Seilhüpfen bringt das Herz in Schwung

Das Präventionsprojekt „Skipping Hearts“ der Deutschen Herzstiftung war vergangene Woche in der Eltmanner „Johann-Baptist-Graser-Grundschule“ zu Gast. Die Kinder lernten dabei, wie sie sich mit „Rope Skipping“ fit halten können. Foto: Günther Geiling

Laufen, Springen und Ballspielen entspricht zwar dem natürlichen Bewegungsdrang von Kindern, gehört aber heute längst nicht mehr in allen Familien zum normalen Tagesablauf. Die Zahl der übergewichtigen Kinder steigt in Deutschland seit Jahren an, weshalb die Deutsche Herzstiftung das „Präventionsprojekt Skipping Hearts“ ins Leben gerufen hat. Damit war sie nun auch in der „Johann-Baptist-Graser-Grundschule“ in Eltmann zu Gast, um die Kinder durch Seilspringen zu mehr Bewegung zu motivieren.

„Mit kleinen Sprüngen viel erreichen“ – so lautet das Motto des Projekts, an dessen Anfang die Frage stand, wie man Kinder dazu bringen kann, etwas Gutes für ihr Herz-Kreislauf-System zu tun. Die Schlüsselwörter dazu sind „Freude“, „Spaß“ und „gemeinsam aktiv sein“, um motorische Defizite aufzufangen, die heute schon fast jedes dritte Grundschulkind habe.

Bei „Skipping Hearts“ wird Kindern die sportliche Form des Seilspringens, das „Rope Skipping“ im Rahmen eines zweistündigen Basiskurses vermittelt. Damit lassen sich auch Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit messen. Das Projekt erfreut sich großer Beliebtheit und bundesweit hat es so in Tausenden von Workshops schon viele Kinder erreicht.

Sprungseil-Neulinge

Gespannt waren auch die Mädchen und Buben der 3. Klasse der Grundschule Eltmann mit Konrektorin Barbara Hahn, die ihr Klassenzimmer an diesem Tag mit der Sporthalle tauschten. Workshop-Leiterin Saskia Linke von der Deutschen Herzstiftung traf auf motivierte Kinder, von denen jedoch nur wenige zuhause ein Sprungseil haben oder bisher ausgiebig mit einem solchen Sport betreiben. Schon im Unterricht zuvor hatten die Kinder gelernt, wie wichtig die Gesundheit ist und sie wurden bereits darauf hingewiesen dass sie das Risiko, im Alter am Herzen zu erkranken, schon jetzt durch einen gesunden Lebensstil mit Bewegung und gesunder Ernährung verringern können. In der Sporthalle bekamen die Schüler von Saskia Linke ein Seil in die Hand gedrückt und man konnte miterleben, wie die Buben und Mädchen ganz unterschiedlich mit dem Seil umgingen.

Wie in einem „Zirkeltraining“ zeigte die Workshop-Leiterin zehn verschiedene Übungen mit dem Seil, die zunehmend eine besondere Geschicklichkeit verlangten. Dabei ging es einfach los mit dem „Basic Jump“, dem normalen Seildurchschlag mit Anheben der beiden Beine. Beim „Double Under“ muss bei einem Sprung das Seil zweimal durchgeschlagen werden, was schon schwieriger ist. Leichter fiel den Kindern der „Jogging Step“, der Laufschritt durch das Seil. Besonderes Können verlangten dann weitere Übungen wie der „Side Swing“.

Aufführung zum Abschluss

Die Kinder zeigten, wie schnell sie doch die zahlreichen Sprungvariationen allein, zu zweit oder auch in der Gruppe durchführen konnten. Da machte es besonderen Spaß, dass sie ihr erlerntes Können auch bei einer Abschlussaufführung den Schüler der 2. Klasse und einer ganzen Reihe von Eltern zeigen durften.

Der Workshop soll in Eltmann keine einmalige Sache gewesen sein. Die Schüler konnten zum einen gleich ein Seil erwerben und zum anderen ist geplant, dieses Seil auch im Unterricht einzusetzen und das „Skipping-Projekt“ auf andere Klassen zu übertragen. Denn alle Kinder der Schule sollen erfahren, dass sich das „Rope Skipping“ dazu eignet, eine gute sportmotorische Basis zu vermitteln, sportlich fit zu machen und das Herz in Schwung zu halten.

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