EBELSBACH

Spice Girl findet ein Zuhause

Gerald Makowskis Bartagame: Rechts unten sitzt Spici. Das Tier nahm Makowski zu sich, nachdem es in Oberhohenried von einer unbekannten Person bei minus 16 Grad ausgesetzt und von der Tierschutzinitiative Haßberge wieder aufgepäppelt worden war. Foto: Makowski

Einem Reptilienfreund aus Ebelsbach ist es zu verdanken, dass die australische Bartagame Spice Girl wieder ein Zuhause hat. Das Tier war vor Kurzem bei minus 16 Grad in einer Pappschachtel in Oberhohenried ausgesetzt und erst einmal von der Tierschutzinitiative Haßberge aufgenommen worden (wir berichteten). Das Tier, so hieß es, war schon ganz steif vor Kälte.

Doch Spice Girl hatte Glück im Unglück. Gerald Makowski aus Ebelsbach las von der gefundenen Bartagame und setzte sich mit der Tierschutzinitiative in Verbindung. Schon kurze Zeit später durfte er das Reptil zu sich nehmen.

Spice Girl bekam den Namen Spici und gesellte sich zu den anderen fünf Bartagamen, die schon bei Makowski lebten. Aufpäppeln musste der Ebelsbacher Spici nicht mehr, sagt er. Die Tierschutzinitiative Haßberge habe da schon gute Vorarbeit geleistet.

Nun genießt Spici die Gesellschaft von Cäsar, Buffi, Joy, Amber und Sugar – alles Bergagamen, die Makowski zu sich genommen hat. Die erste kaufte er sich vor fünf Jahren in einer Schweinfurter Zoohandlung. Zwei weitere nahm er als Sorgenkinder zu sich, zwei kaufte er einem anderen Reptilienfreund ab – und nun Spici, ein weiteres Adoptivkind.

Makowski schätzt seinen Neuzugang auf etwa drei Jahre. Das Tier, so erklärt er, habe sogar Eier im Bauch. Spici würde auch schon buddeln. Aber ausbrüten? Das mache man diesmal nicht. Zwischen zehn und zwanzig Eier lege so eine Bartagame, sagt Makowski. Einmal hatte er die Eier ausgebrütet und die jungen Tierchen dann an Freunde weitergegeben. Nun aber hat er keine Abnehmer für weitere Bergagamen. Er lässt es diesmal also lieber.

Im Wohnzimmer dürfen Spici und ihre Kollegen schon einmal raus. Und im Sommer setzt sie Makowski ab und zu in eine geschützte Volaire. Die Wüstentiere mit Lederhaut bräuchten allerdings viel Wärme und UV-Licht. So werden sie zumindest drinnen im Haus noch extra mit UV-Licht bestrahlt.

Dass die Freude an Reptilien wohl in der Familie liegt, zeigt Makowskis Sohn. Der 20-Jährige machte vor zwei Jahren bei Jugend Forscht mit. Er wollte wissen, ob sich Bartagamen auf bestimmte Farben konditionieren lassen. Zu diesem Thema schrieb er dann auch seine Facharbeit. Jetzt studiert er Biologie.

Doch zurück zu Spici: Momentan ernährt sich das Reptil munter von Salat und anderem Grünzeug. Auch Möhren verputzt das Tier gern. Im Frühling, wenn die Blumen blühen, stehen dann auch Gänseblümchen auf der Speisekarte. Makowski ist sich sicher, dass Spici sie mögen wird.

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